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Dienstag, 18. Juli 2017

So fotografiert man keine Sterne

Heute mal ein spontaner Blog-Eintrag zum beliebten Thema Sternefotografie.
Nein, dies wird keiner der unzähligen Blog-Einträge werden wo Interessierte Tipps finden, wie man es macht sondern wie man es eben nicht macht ...

Ich bin gestern Nacht gegen halb 1 Uhr Nachts bzw. gegen 1 Uhr noch mal los gezogen um Sterne bzw. Polarlichter zu fotografieren. Polarlichter?! Jaja, genau ... um die späte Zeit war ich auf einen Link gestoßen der darüber informierte, dass man aufgrund von Sonnenstürme es möglich sein sollte auch in Deutschland Polarlichter zu sehen bzw. zu fotografieren.
Diesen nicht ganz vertrauenswürdigen Link überprüfte ich und fand weitere Quellen, die das bestätigten ... Ab dem Breitengrand 40 und größer sollten die Chancen gut sein ... Also hab ich erstmal gegoogelt welchen Breitengrad Bad Arolsen hat ... den Längengrad weiß man als Arolser aufgrund von zwei kleinen Statuten ja schon, aber Breitengrad? 51, irgendetwas soll unser Breitengrad sein - super! Schnell war ich vom gemütlichen Sofa aufgestanden, wieder in Straßenkleidung angezogen und der Rucksack war auch schnell gepackt bzw. umgepackt ... nicht ganz so schnell konnte ich meinen Mann überzeugen mich zu begleiten, aber das klappte am Ende ja dann auch ;-)

Um überhaupt eine Chance zu haben Polarlichter zu sehen mussten wir hoch auf einen Berg in der Nähe, das Problem dabei war jedoch, dass man dabei nah an der Stadt war und so auch die Lichtverschmutzung sehen kann ... Aber das war nicht das einzige Problem am gestrigen Abend.
Ich war schon lange nicht mehr dort auf dem Berg und so kam es dazu, dass uns die Maisfelder die Sicht auf das Tal nahmen - jedenfalls zu der Seite wo wir glaubten die Polarlichter zu sehen ...
Wo sollten sie noch mal sein?! ... Und wieder machte ich diesen klassischen Fehler ...unvorbereitet und uninformiert los zu ziehen ... Ich weiß nicht ob es richtig ist, aber wir einigen uns darauf das Stativ nach Norden auszurichten ... jedenfalls glauben wir, dass wir das gemacht haben ...
Nach einen langen hin und her war irgendwann das Stativ ausgerichtet ... aber wohin zeigt es?! Also wieder dran rumgefummelt und einen Fixpunkt das mit der Taschenlampe angeleuchtet wurde gesucht ... Nach ein zwei Aufnahmen viel mir auch ein, den Astrotracer anzumachen ... Also noch mal Stativ ausrichten, Fixpunkt suchen ... dann hörten wir merkwürdige Tiergeräusche aus dem hohen Maifeld das direkt vor uns war ... also wieder ein paar Schritte zurück und Stativ ausrichten ... Es war ein hin und her ... Ewiges ausprobieren von Einstellungen, weil ich mein Notizzettel vergessen hatte, worauf ich meine Einstellungen aufgeschrieben hatte mit denen ich bereits halbwegs gute Erfahrungen gesammelt ...
Zwischen durch nach dem ich glaubte die richte Position gefunden zu haben musste ich das Akku wechseln, weil ich wirklich mit einem nahezu leeren Akku losgezogen war ... wie gut, dass ich mein Zweit Akku dabei hatte und das auch noch geladen war! ...
Trotz den ganzen technischen Schwierigkeiten wegen mangelnden Vorbereitungen und Ahnung - standen wir die ganze Zeit unter der Milchstraße, was sehr schön war, weil der Himmel so klar war, dass man die Milchstraße problemlos finden konnte, aber auch das ist ziemlich ungünstig, wenn man vorhat die Milchstraße zu fotografieren...
Wie Milchstraße fotografieren?! Jaja ... ich weiß, eigentlich wollte ich Polarlichter fotografieren ... aber diese waren irgendwie nicht zu sehen ... Stattdessen sah man die wunderschöne Milchstraße, die Lichtverschmutzung, Flugzeuge - hier und da eine Sternschnuppe - und Wolken.
Wolken?! Aber es war doch eine klare Nacht?! Sollte sich die Wettervorhersage geändert haben?! Oder waren diese "Schlieren" die Polarlichter?! Wie sollte man noch mal Polarlichter in Deutschland sehen können?! Die Formen sahen sich sehr ähnlich ... Aber hmmm ...
Vorsichtshalber wollte ich diese Schlieren fotografieren ... also wieder Stativ umgestellt ... Nach einigen Aufnahmen bei den auch noch mein Kopf mit drauf war (muss mich erst an das Weitwinkel gewöhnen) musste das Stativ wieder umgestellt werden ... Irgendwann hatte ich es endlich geschafft ... Aber was war das?! Alle Fotos unscharf?! Wieder alles umgestellt ... ich hab so viele Einstellungen ausprobiert irgendwie sahen alle Fotos unscharf aus ... Obwohl ich auf unendlich fokussiert hatte ...Nichts half ... Aber ich taste mich so langsam an dieses Problem ran ... aber dann ... ganz knapp über dem Maisfeld wurde es plötzlich immer heller und heller ...
Der Mond blickte nun über den Horizont und strahlte schön hell vor sich hin ... Dadurch konnte ich zwar wieder mehr sehen, aber irgendwie war es mit den Sternen etwas schwieriger geworden ...

Tja ... heute habe ich etwas mehr darüber gelesen und erfahren, das man die Polarlichter eher in der Nacht vom 16. zum 17. hätte sehen können ... das ich mich wahrscheinlich hätte umdrehen müssen ... und höchst wahrscheinlich nur Wolken fotografiert habe. Ich bin mir zwar nicht so sicher, aber die Vermutung liegt sehr nahe ... und die Vorstellung, los zu ziehen um bei Nacht Polarlichter zu fotografieren und letztendlich nur Wolken zu fotografieren - ist aus der Ferne betrachtet eine Geschichte worüber man echt einfach nur lachen kann ...

Leider kann ich gerade nicht drüber lachen. Naja ... nur etwas. ;-) Habe aufgrund des mangelndes Schlafs Mordskopfschmerzen ... Megaaaaa Kopfschmerzen. Daher ...

... ihr lieben genauso macht man es nicht!

Ich wollte heute Nacht nochmal los ziehen und die Sterne und Milchstraße fotografieren weil es Zeitlich passen würde... aber bei meinem Glück das ich habe, wird es wahrscheinlich heute wieder bewölkt sein ... Nicht desto trotz möchte ich jeden ermutigen sich in der Sternfotografie zu versuchen, wenn man es mag - also Sterne ... Auch diese ganzen negativ Erfahrungen sind Erfahrungen von denen man lernen kann ... und sei es wie man es eben nicht macht.

Dennoch hier für euch ein paar Fotos, allerdings ohne Exif Informationen, bei den Ergebnissen will das auch keiner Wissen ;-) - Aufgenommen mit der Pentax K3II - Fishye bei 10mm (einige Aufnahmen wurden verformt) mit Astrotracer - nur Einzelaufnahmen.



















Mittwoch, 9. November 2016

Zeit ist relativ

Heute möchte ich euch einige Fotos zeigen, die ich am 27.08.2016 irgendwann gegen 01 Uhr und 03 Uhr gemacht habe. Einige Fotos, die ich in der Nacht gemacht hatte, konntet ihr bereits >hier< sehen.
Die Fotos, die ich euch allerdings hier zeige sind keine Einzelaufnahmen sondern bestehen alle aus 3 bis 5 Aufnahmen und wurden mit Dark und Offeset Aufnahmen mit DeepSkyStaker zusammengefügt. Schaut einfach >hier< noch mal rein um zu wissen was es mit dem "staken" auf sich hat ;-)

Da die meisten sich eh nur für die fertigen Fotos interessieren spare ich mir das Einfügen der Exif-Daten. Sollte jemand Fragen haben, einfach anschreiben oder kommentieren. Prinzipiell kann ich aber sagen, dass ich unter der Pentax K3II und dem "Astrotracer" fotografiere. Diese Kamera und dieses integrierte Modul macht es mir möglich mit "einfachen" Mitteln und normalen Linsen den Sternenhimmel auf die Art zu fotografieren. Wer mehr darüber wissen möchte schaut am besteh >hier< . Und nicht vergessen: ich übe noch ;-)



Der "große Wagen" gehört zu den wenigen Sternbilder die ich tatsächlich immer erkenne.
Und das habe ich ganz klassisch meinem Großvater zu verdanken, der mir als Kind das Sternenbild am Himmel zeigte und mir erklärte wie ich damit den Polarstern finde und somit immer nach Hause finden würde, wenn ich mich verlaufen sollte ... Damals als Kind hatte ich zwar aufmerksam zugehört doch niemals hätte ich mir vorstellen können, dass dieses Ereignis zu den schönsten Erinnerungen an meinem Opa gehören würden und ich immer wenn ich den großen Wagen sehe an ihn denken würde ...


...

Es folgen nun Aufnahmen der Milchstraße






^ Hier habe ich mal eine andere Bearbeitung ausprobiert, die zwar mehr Details zeigt und irgendwie spektakulärer wirkt, aber dafür viel Rauschen mit sich bringt...

Unten eine Mischung aus beiden Bildern...






^ Doch die Aufnahme ist mein Favorit

 Hier noch einige Detailaufnahmen. Ich habe dabei direkt nach oben die Kamera ausgerichtet und dabei den Sternenhimmel über mir fotografiert ....




^ Aus der Reihe gefällt mir die Aufnahme am besten, da man hier noch diesen Nebel erkennen kann ...

Hoffe, das ich im Winter wieder Orion vom Balkon aus fotografieren kann ... Aber erstmal muss ich mich wieder an die Temperaturen gewöhnen ;-) Bis dahin lasst es euch gut gehen!



Samstag, 27. August 2016

Klare Nächte

... sollte man nutzen um Sterne zu fotografieren! ;-) Jedenfalls bei den aktuellen Temperaturen eine tolle Sache zudem die Milchstraße aktuell wohl sehr gut sichtbar ist. Also dachte ich mir, dass ich mich auch wieder an der Sternenfotografie probieren könnte zudem es zu den Perseiden bewölkt war ... Leider, das habe ich erst heute Nacht erfahren bin ich aber immer viel zu spät los gezogen. Zwar hatte ich das Glück noch die Milchstraßen sehen zu können, aber ich soll wohl den eigentlich "unspektakulären" Teil der Milchstraße fotografiert haben ...
Der schönste Teil den wir auf unserer Erdachse zu sehen bekommen wäre bereits gegen 22 Uhr sichtbar ... joah - schön ... Egal. Ich denke meine Fotos sind für den Anfang - ich übe ja noch immer - soweit ganz nett ... und wenn ich mir dann den markanteren Teil der Milchstraße vornehme dürfte es ja eigentlich dann nur noch besser werden, hm?!

Wie auch immer ... ich möchte euch nicht mit technischen Details langweilen zudem ich euch vorerst wirklich nur Einzelaufnahmen zeige. Die Fotos wurden nicht gestackt nur normal einer RAW-Bearbeitung unterzogen. Die anderen Aufnahmen brauchen halt mehr Zeit und die ist aktuell bei mir etwas rar, aber da ich selbst schon mal ein paar Fotos haben wollte habe ich mich erstmal diesen Einzelaufnahmen gewidmet. Hoffe euch gefällt das eine oder andere Foto :-)

Wünsch euch weiterhin ein schönes Wochenende ... drückt mir die Daumen, dass es nachher klar bleibt oder wird ;-) Bis bald, eure Steffi :-)


Bitte bedenkt, dass für die Betrachtung eurer Fotos eine korrekte Monitor Kalibrierung notwendig ist.



^ First a Selfie ;-)

^ Diese Bildidee hatte mein Mann gehabt (:

Und da ich das bei (Foto)Freunden und meinen Fotomodels auch so mache - hier dennoch einen großes Dankeschön an meinen Mann, der immer so eine Geduld mit mir hat und mir nicht den Vogel zeigt, wenn ich mitten in der Nacht raus will :-*

Behind the scenes wenn man es so nennen will ...

^ Hier sitzt er ... während ich am fotografieren bin liest oder spielt er etwas




^ Erstes "Panorama" bestehend aus zwei Aufnahmen ... die Milchstraße ist etwas sichtbar...






Das Sternenbild "Der große Wagen"





Das Sternenbild "Der große Wagen"








Auf der Suche nach der Milchstraße ...
Das rötliche Licht kommt durch die Windräder die kürzlich aufgestellt wurden und nun eine enorme Lichtverschmutzung auf den Fotos verursachen, aber so bekommen die Fotos auch noch mal ihren eigenen Charme ...





 Die Fotos oben wurden alle mit meinem normalen Kit Objektiv gemacht ...
Hier unten das letzte Foto als Abschluss wurde bei 70mm f/4 ISO6400 50Sekunden belichtet und wurde einfach nach oben ausgerichtet ... waaaaaaahnsinn!
Zwar kann man oder besser gesagt, ich, die Farben mit bloßen Auge nicht erkennen - aber es dennoch immer wieder erstaunlich wie schnell sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen können und wie viele Sterne man dann sehen kann aber wenn man dann aufs Display schaut bzw. dann am PC die Fotos sieht und dann die Masse an Sterne sieht haut es mich immer wieder von den Socken ...  wie ergeht es euch, wenn ihr den Sternenhimmel betrachtet?!








Donnerstag, 25. Februar 2016

Astrofotografie - Erfahrungen

Hallo ihr lieben,
nach langer, langer Zeit melde ich mich wieder zurück mit "neuen" Fotos - die ich euch gerne zeigen möchte. Allerdings sind diese Fotos auch nicht mehr neu ... die Fotos entstanden über einen längeren Zeitraum und zeigen meine Fortschritte im Bereich der Astrofotografie.

Da ich mich mit dem Programm DeepSkyStacker auseinander gesetzt habe, habe ich an klaren Nächten nicht nur meine "Lights" sondern auch "Darks" und "Offsets" aufgenommen ... allerdings konnte ich die Fotos nie "staken" ... Zunächst hatte ich nicht genügend RAM ... dann hatte ich durch das Update meines Systems Probleme mit den 32-Bit Programmen auf meinem 64-Bit Rechner ... und dann gab es Probleme mit der Festplatte ... all das über einen langen Zeitraum ...
Seit kurzem läuft vorerst mein System wieder rund, wobei mein persönlicher Techniker schon angedeutet hat, dass ich eine neue Festplatte brauche, da die, die ich nun verwende sich auch nicht so gut anhört und mir über kurz oder lang wahrscheinlich ebenfalls Probleme bereiten wird.
Aber ich habe den Moment wo mein System wieder lief genutzt und all meine Astrofotos bearbeitet und gestakt.

Die Sternenfotografie ist ein Thema, dass mir selbst immer sehr kompliziert vorkam und ja ich gestehe, so ganz einfach ist das nicht. Es ist nicht nur "knips" fertig.
Man kann im Internet so viel darüber lesen wie man es am besten macht und was man dafür alles braucht. All das was man zu lesen und hören bekommt hörte sich für mich immer so technisch an und viel zu kompliziert, weswegen es mich vorher immer abgeschreckt hatte. Aber es geht auch einfacher! Ich möchte euch an dieser Stelle keine Tipps geben sondern einfach erzählen wie ich es gemacht habe. Das mag nicht die perfekte Lösung sein und einiges vielleicht auch falsch ... aber es ist für mich die bequemste, zusätzlich befinde ich mich noch immer in der Lernphase!
Die Angaben sind alle ohne Gewähr! Ich hoffe, dass ich nichts Verwechsle, aber es kann passieren - daher ist es wichtig, solltet ihr euch selbst mit dem Thema beschäftigen, selbst in das Programm einlesen oder generell eure eigenen Erfahrungen in dem Gebiet sammeln!


Zunächst habe ich mich nach großen Wiederstand für die Verwendung von dem kostenlosen DeepSkyStaker Programm entschieden. Ich war gegenüber dieses Programms sehr skeptisch, weil ich den Sinn dahinter nicht sah und mir nicht vorstellen konnte, dass es irgendwie besser ist als das normale Photoshop. Worin liegen nun die Vorteile an DSS?

Nun, im Grunde genommen hätte man die Funktionen des DSS-Programm in Photoshop als Aktion oder Plug-In einbauen können. Auch sind die Vorgänge nicht desto trotz in Photoshop (oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm) möglich, nur dauert es länger.
Man erstell bei DSS sogenannte "Light-Frames" - das sind Fotos auf dem die Sterne - das Motiv zu sehen ist. Die oberste Regel beim erstellen der Light-Frames ist: je mehr Aufnahmen man macht umso besser! Ebenso erstellt man so genannte "Dark-Frames" - diese Aufnahmen werden bei gleichen Einstellungen (auch draußen!) wie die Lights erstellt nur, dass dabei der Objektivdeckel die Linse abdeckt. Damit soll das Kamera-Interne Rauschen reduziert werden, damit das Programm besser zwischen Sterne und Rauschen unterscheiden kann. Wichtig dabei ist, dass man die Aufnahmen auch draußen macht, das muss nicht immer direkt nach jeder Light-Aufnahme sein, das geht auch hinterher. Es ist insofern wichtig, da die Außentemperatur sich ebenfalls auf die Kamera bzw. das Rauschen auswirken kann. Dann kann man auch noch Offsets erstellen und Flatframes ... all diese "Set-Aufnahmen" sind im Grunde weitere Dunkelbilder die Kamera internes Rauschen noch mehr reduzieren sollen. Diese Aufnahmen kann man auch zu Hause machen und quasi schon vorbereiten.
All diese Aufnahmen werden dann mit dem Programm DeepSkyStaker zusammengefügt. Rauschen und Co. wird herausgerechnet. Übrig bleibt meist eine überstrahlte Aufnahme, die zunächst mit DSS bearbeitet wird und so schon fertig ist oder im Anschluss in Photoshop weiter bearbeitet wird.
Denkbar ist es auch vor dem "Staken" die Light-Aufnahmen in Kamera RAW zu bearbeiten. Diese Vorgänge kann man machen wie man möchte und führen zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Ihr merkt schon, es ist sehr Zeitintensiv....





Die Aufnahmen selbst zu erstellen sind leider auch nicht einfacher ... Es darf kein Vollmond sein, nicht bewölkt ... und wenn man selbst nicht erfrieren mag, muss man auch auf die Temperaturen achten. So kommen also im Jahr nur wenige Tage in Frage und dann muss es Privat auch noch klappen!
Technisch muss man sich auch noch überlegen wie man die Aufnahmen erstellt ... Lichtstarke Objektive sind vom Vorteil und dann gibt es noch jede Menge andere Hilfsmittel, Stative, Programme, spezielle Linsen ... alles viel zu viel.
Pentax Nutzer können es sich aber einfacher machen - mit dem Astrotracer. Auf dieses Modul hatte ich es schon lange abgesehen, da dieses Modul die klassischen Sternspuren/schlieren korrigiert, die entstehen würden, wenn man zu lange belichtet. Dieses Modul arbeitet zusammen mit dem Kamerainternen Bildstabilisator und GPS... wie genau das alles funktioniert lest ihr aber am besten selbst nach. Fakt ist - man kann länger belichten um so mehr Sterne auf einem Foto zu bannen ohne das man das ganze TamTam braucht, was oft in Foren und Co. geschrieben wird.

Dieses Gerät hatte ich mir zeitweise für meine Pentax K5 zugelegt und damit einige Erfahrungen gemacht. Allerdings entschied ich mich nach wenigen Tagen dazu auf die Pentax K3 II zu wechseln, die den Astrotracer schon in der Kamera verbaut hat (dafür aber kein Blitz).

Den Astrotracer zu haben vereinfacht einiges, d.h. aber (leider) nicht, dass gleich alles super wird.
Ich weiß welche Ergebnisse ich erzielen kann - theoretisch - darüber habe ich mich auf vielen Pentax-Seiten die mit ungefähr gleichen Linsen und dem Astrotracer gearbeitet haben, und bin auf diesem Level noch lange nicht angelangt! Meine Ergebnisse sind wirklich erste Gehversuche!
Der Umgang mit dem Astrotracer und DeepSkyStaker benötigen also Erfahrung.... tja und das liegt dann wie schon erwähnt noch mehr als sonst am Wetter. Aus dem Grund liegen meine letzte Übungsfotos auch schon wieder sehr lange zurück.... Wie ich mich auf dem Gebiet weiter entwickle werde ich euch bei gegebener Zeit noch zeigen. Nun aber endlich zu den Fotos!

Einige Fotos habe ich euch schon mal gezeigt, ich verlinke euch dann die Blog-Beiträge.
Astrotracer kam erst ab Juli 2015 zum Einsatz!




Diese Fotos sind aus folgendem Blog-Eintrag: http://salvas-art.blogspot.de/2014/02/unsortiert-iii.html
Aufgenommen vom 17.01 zum 18.01.2014 ohne Astrotracer und ohne DeepSkyStaker





 ^ Pentax K5 ; f/1.7 ; 6.4 Sek ; ISO 2500 ; 50mm






Fotos vom 17.01. zum 18.01.2015
Alter Blog-Eintrag dazu: http://salvas-art.blogspot.de/2015/01/sternbild-orion-ohne-gewahr.html
Ohne Astrotracer und ohne DeepSkyStaker












Sternenbild Orion bei Vollmond - Aufnahme vom 25.02.2015

^ Pentax K5 ; f/8 ; ISO 3200 ; 18mm ; 6.9 Sek - ohne DSS


^ Gleiche Aufnahmereihe mit DSS und zusätzlich eigener Bearbeitung







Meine Ergebnisse der Sonnenfinsternis am 20.03.2015








^ 27.06.2015 Pentax K5 ; f/6.3 ; 500mm ; ISO 80 ; ^/125 Sek




28.06.2015 Erstes Foto mit Astrotracer ohne DeepSkyStaker


^ Pentax K5 ; f/5.6 ; 300mm ; ISO 1600 ; 30 Sek






Aufnahme vom 17.07.2015



^ Pentax K5 ; f/2 ; 50mm ; ISO 80 ; 120 Sek. Mit Astrotracer und DSS allerdings nur aus drei Light-Aufnahmen zusammengesetzt und nachträglich PS Bearbeitung



^ Pentax K5 ; f/2 ; 50mm ; ISO 80 ; 60 Sek. Mit Astrotracer und DSS allerdings nur aus drei Light-Aufnahmen zusammengesetzt






06.08.2015

^ Bestehend aus 4 Lights und 4 Darks
Pentax K3 II ; f/2 ; ISO 800 ; 30 Sek. ; 50mm


^ Bestehend aus 4 Lights und 4 Darks
Pentax K3 II ; f/2 ; ISO 800 ; 30 Sek. ; 50mm




Bei der Sternschnuppennacht am 13.08.2015 standen für mich nicht die Perseiden im Vordergrund, ich nutzt die klare Nacht allgemein zur Sternenfotografie, auch mit der Hoffnung die Milchstraße abzulichten.

^ Pentax K3 II ; f/2 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600
4 Lights + 4 Darks


^ Pentax K3 II ; f/1.8 ; 50mm ; 10 Sek. ; ISO 6400 - 4 Lights + 4 Darks


Flugzeug!
^ Pentax K3 II ; f/2 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 4 Lights + 4 Darks





Erster Versuch mit Landschaft ; die gelbliche Farbe ist die Lichtverschmutzung des Dorfes, das hinter dem Hügel liegt ...

^ Pentax K3 II ; f/2 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 1 Lights + 3 Darks + Offsets



^ Pentax K3 II ; f/2 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 4 Lights + 4 Darks




^ Pentax K3 II ; f/2 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 4 Lights + 4 Darks



Kleiner Teil der Milchstraße

^ Pentax K3 II ; f/2 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 4 Lights + 4 Darks






09.09.2015 - In dieser Nacht wollte ich hauptsächlich versuchen die Milchstraße zu fotografieren. Sie war mit etwas Anstrengung auch mit bloßen Augen etwas zu sehen so klar war die Nacht gewesen! Eine fantastische Nacht!




^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200 - 5 Lights + 5 Darks + Offsets


^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200 - 5 Lights + 5 Darks + Offsets




^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200 - 5 Lights + 5 Darks + Offsets



Wie ihr wisst, wandern die Sterne ... wenn man also sich vergewissert hat, dass die Einstellungen die man in der Nacht getroffen hat die richtigen sind und eine Set-Reihe aufgenommen hat (immer Lights und Darks nacheinander) sind die Sterne in der Zeit schon weiter gewandert und man muss erneut ausrichten und fokussieren, daher ist die Kante des Scheunendaches mit auf dem Foto, da aber die Milchstraße schon mal besser zu erkennen ist als bei den vorherigen, habe ich sie hier eingefügt um eben diesen Entwicklungsverlauf besser zeigen zu können ;-)
Die "Qualität" verändert sich bei gleich bleibenden Einstellung durch die Wolkenbewegungen, ebenso wie genau man die Kamera scharfgestellt bekommt ebenso durch die Lichtverschmutzung die in diese Blickrichtung herrscht.



^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200
Eine einzelne Aufnahme in PS entwickelt. Die Farben des Himmel (das gelbliche) ist Lichtverschmutzung farblich wurde diese Aufnahme kaum verändert


^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200 - 5 Lights + 5 Darks + Offsets
Diese Aufnahme wurde wieder mit DSS erstellt, es unterscheidet sich vom Foto oben insofern, dass vereinzelte Sterne in der Originalauflösung deutlich schärfer zu sehen sind. Farblich wurde das Foto auch natürlicher bearbeitet.


^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200 - 3 Lights + 3 Darks + Offsets





Das Sternenbild "Der große Wagen" und "Großer Bär"

^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200 - 3 Lights + 3 Darks + Offsets

^ Für die, die den "großen Wagen" nicht erkennen ... den "großen Bär" konnte ich nicht einzeichnen, da die Pfoten hinter den Bäumen liegen und das Sternenbild sonst sehr komisch aussehen würde.... >Hier< könnt ihr aber sehen wie das Sternenbild aussehen würde.





^ Pentax K3 II ; f/1.7 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 3 Lights + 3 Darks + Offsets




^ Pentax K3 II ; f/1.7 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 5 Lights + 5 Darks + Offsets




Und die letzten Fotos, die ich euch aber schon mal zeigte







Wie ihr seht, lege ich aktuell meinen Fokus nur auf die reine Sternenfotografie OHNE Landschaft. Ich möchte erst bei der Sternenfotografie sicher werden ehe ich Landschaft dazu nehme ... Meine bisherigen Fotos habe ich immer in "Fußnähe" fotografiert, da bietet sich mir also so oder so keine anschauliche Landschaft an. Wird sich aber zeigen wohin ich mich entwickeln werde. Vorerst bin ich damit zufrieden.

Abschließend verlinke ich euch noch einige Videos die mir sehr geholfen haben, ihr müsst selbst schauen, was ihr daraus für euch mitnehmen könnt ;-) Ihr seht ... ich bin noch weit entfernt von solchen Aufnahmen ... aber wenn man sich die Anfänge anschaut, denke ich schon, dass ich große Fortschritte gemacht habe - was meint ihr?

Tipps, Anmerkungen, Fragen könnt ihr wie immer gerne unten im Kommentarfeld mir mitteilen. Aber auch per Mail, Facebook, Google+ oder wo auch immer wieder miteinander vernetzt sind :-)

Bis bald,
eure Stephanie