Nehme ich euch nun endlich zum Kassler Weihnachtsmarkt mit ...
Wie ich bereits schon an einer anderen Stelle schrieb ... es ist tatsächlich so, am besten wählt man zum Besuch eines Weihnachtsmarkts einen Sonntag aus, weil man sich dann wirklich komplett auf den Weihnachtsmarkt einlassen kann und nicht abgelenkt wird von all den Aktionen, die sich die Läden drum herum einfallen lassen ...
Es gab so viel zu entdecken ...
Und so viel leckeres zum Essen hmmmm...
Ich hab auf dem Kassler Weihnachtsmarkt nicht nur eine gut schmeckende Bratwurst gegessen, sondern wirklich ungelogen die beste "Pilzpfanne" überhaupt gegessen ... hmmmmm
Den Stand, mit der leckeren Pilzpfanne gab es hier in der Nähe (siehe Foto unten) nur als Tipp, falls ihr da auch noch mal hin wollt ;-)
Auch wenn ich schon oft auf dem Kassler Weihnachtsmarkt war und mal darüber gegangen bin, war es dieses Jahr das erste Mal, dass ich mir wirklich nahezu jede Ecke angeschaut habe ...
Für einen kurzen Moment hatte ich sogar überlegt mit dem "kleinen" Riesenrad zu fahren ...
Aber wie die meisten meiner Leser ja wissen, habe ich ja extreme Höhenangst ... und da es auch etwas frisch war habe ich den Gedanken doch ziemlich schnell wieder verloren ...
So hat es nur für ein Selfie VOR dem Riesenrad gereicht :-D
In Kassel auf dem Weihnachtsmarkt konnte ich auch endlich die Pfützen-Bildidee umsetzen ;-)
Es war wirklich sehr schön und mein Ehemann und ich, sind dabei wirklich gut in Weihnachtsstimmung gekommen ... ganz ohne einen Glühwein :-P
Hier mal zwischendurch ein Foto im direkt Vorher/Nachher Vergleich damit ihr abschätzen könnt wie meine Fotos unbearbeitet aussehen ;-)
Meine privaten Fotos mit meinem Ehemann möchte ich euch hier nicht zeigen, aber er hat auch auf meinen drängen und nerven auch ein paar Selfies von mir gemacht und die kann ich euch zeigen ...
Bei diesem Foto haben wir das Wachpersonal an der Straßenecke etwas erheitert weil ich in der Langzeitaufnahme immer wieder auf den Zebrastreifen gegangen bin und es als ein hin und her laufen war, weil natürlich auch Autos dort lang fuhren ... Das das Bild ist von der Umgebung doch nicht so schön geworden wie ich erhofft hatte, habe ich zurecht geschnitten...
Auch konnte ich mir den Spaß nicht nehmen mich auf dem Stuhl zu setzen und mich dort fotografieren zu lassen ... leider war mir zu den Zeitpunkt nicht eingefallen, wie wir es schaffen könnten ohne die Kamera lange unbeaufsichtigt zu lassen ein Foto von meinem Mann und mir zusammen zu machen...
Beim großen Weihnachtsbaum war mir zum Glück eine Lösung eingefallen ... und glaubt mir, wir haben nun ein soooo schönes Weihnachtsmarkt Foto von uns ... hach ...
Mit dem Foto von mir alleine - möchte ich mich jetzt über Weihnachten verabschieden ...
Ich freu mich tatsächlich nach ganz langer Zeit auf Weihnachten ... was einzig und alleine daran liegt, dass mein Ehemann dieses Jahr am 24. nicht arbeiten muss! Es ist einfach viiiiiel schöner, wenn er Samstag Abend dann nach der Arbeit nach Hause kommt und der 24. wirklich (!) entspannt beginnen kann ohne das er zur Arbeit muss ... Wirklich schön, dass sein Unternehmen nicht mit einem verkaufsoffenen Sonntag um die Ecke kam wie es aber leider bei vielen anderen Geschäften in Hessen der Fall ist ...
Für uns ist es aus ganz vielen privaten Gründen - und eben auch aus den beruflichen Gründen von meinem Ehemann immer ganz schwierig in Weihnachtsstimmung zu kommen ... dieses Jahr habe ich zwar auch wie die Jahre zuvor Weihnachtsplätzen gebacken und auch dekoriert ... aber wir haben nun auch nach 10 Jahren einen Weihnachtsbaum - einen Katzen-sicheren-Weihnachtsbaum was die Stimmung natürlich auch ungemein hebt ... und durch den Besuch einiger Weihnachtsmärkte und vielen anderen privaten Gründen freue ich mich dieses Jahr sooooo sehr auf Weihnachten wie schon lange nicht mehr ...
Aus dem Grund verabschiede ich mich auch jetzt schon ... es wird wahrscheinlich nur noch ein Blog-Eintrag kommen, aber da werde ich nicht viel schreiben ... falls ich daran denke ... denn ich muss noch etwas vorbereiten und möchte nicht so sehr in Stress geraten ...
Also ihr lieben Menschen da draußen, die diese Zeilen lesen ...
macht es euch zu Weihnachten schön! Genießt die Zeit ... mit den Menschen die euch wichtig sind in voller Gesundheit! Das ist das aller Wichtigste!
<3
Und zum Abschluss ein ganz besonderes Weihnachtslied, das sicherlich nicht alle kennen, aber eine ganz, ganz tolle Botschaft hat - bitte hört es euch an, achtet auf den Text - auch wenn es vielleicht nicht euren Musikgeschmack entspricht ;-) <3
Heute zeige ich euch endlich die Bilder bzw. das Video weswegen ich überhaupt am 03.12.2017 in Kassel auf dem Kassler Weihnachtsmarkt zum fotografieren war ...
Über Facebook hatte ich schon einige Tage vorher mitbekommen, dass die "berühmten" Coca-Cola Trucks nach Kassel kommen würden und diese Gelegenheit wollte ich mir nicht entgehen lassen ...
Bevor ich aber mit meinem normalen Erlebnisbericht fortfahre möchte ich zu dem Thema Coca-Cola und Weihnachten etwas sagen, dieser Part kann natürlich auch übersprungen werden.
Ich habe an einigen Stellen auf Facebook bereits gelesen, dass vor allem die älteren Generationen (mit Ausnahmen) nicht verstehen was Coca-Cola mit Weihnachten zu tun hat und was das generell soll. Auch ich kenne jemanden, der die Verbindung zwischen Coca-Cola und Weihnachten nicht so sehr in seinen Kopf hat - und das ist gut so! Natürlich hat Coca-Cola nichts mit Weihnachten zu tun. Weihnachten wird eher als ein Christliches Fest angesehen wo vor allem die Geburt Jesu zelebriert wird. Mit den Jahren ist es meiner Meinung nach immer mehr kommerzieller geworden und daran sind wir als Konsument in erster Linie selbst schuld, nicht irgendwelche Konzerne - so sehe ich das jedenfalls. Es ist bekannt, dass Coca Cola bereits 1920 die "Santa Claus" Figur für ihre Werbung nutze. Sie haben Santa Claus jedoch nicht erfunden. Santa war ursprünglich Europäer und der Brauch stammt aus dem 17 Jahrhundert. Auswanderer brachten ihren Sinterklass-Brauch mit nach Nieuw Amsterdam, dem heutigen New York. Und im Laufe der Zeit wurde es zum heutigen amerikanischen Santa Claus wie wir ihn eben aus der Film und Fernsehen kennen - und von Coca-Cola. Coca-Cola hat "Santa Claus" für ihr Weihnachts-Werbe-Konzept verwendet und über die Jahre perfektioniert. Eben auf die Art wie man gute Werbung betreibt. Zum Beispiel Jahrelang den Menschen Coca Cola und Santa Claus zu zeigen und dazu über mehrere Jahre ein einziges Lied zu spielen. Ein Jingel (so nennt man Lieder die einzig für Werbezwecke geschrieben worden sind) das zu einem erfolgreichen "Weihnachts-Lied" wurde - allerdings nur weil Coca Cola so viel Werbung weltweit geschaltet hat ... das ist unglaublich. Eine derartige Werbekampagne sich einfallen zu lassen und damit einen solchen Erfolg durchzuziehen muss man erstmal schaffen. Das geht aber nur, wenn wir als Konsumenten auch dabei mit machen ... wenn wir uns im Radio das Lied zur Weihnachtszeit wünschen ... und wenn wir auf die Werbung reinfallen und die Verbindung in dem Kopf zu lassen Coca-Cola=Weihnachten ... Auch bei mir war die Werbung einige Jahre erfolgreich, aber nicht auf die Art ... Denn als Kind durfte ich nicht so viel süßes und Cola war in unserer Familie für Kinder verpönt da es aber "nichts schlimmes" war durfte man an besonderen Tagen wie große Geburtstage sowohl Weihnachten auch mal ein Glas Cola. (Ich hab in meinem Leben so wenig Coca-Cola getrunken, dass das Koffein darin bis heute noch die Wirkung bei mir hat, wie es eigentlich normal ist, wenn man nicht Cola wie Wasser trinkt ;-) ) Das erstmal vorweg ....
Ich gestehe, dass ich mir keine großen Hoffnung gemacht hatte, dass dieses "Event" irgendwie besonders sein würde - erst recht nicht fotogen. Durch eine Bekannte, wusste ich, dass dort nichts "besonderes" geboten würde .. Ein einfacher Truck mit "Coca-Cola's Santa Claus" mit dem man sich fotografieren lassen könnte... Also ging ich wirklich mit wenig Erwartungen dort hin ...
Da ich schon ahnte, dass der Ansturm groß sein würde, wollte ich eigentlich schon zum Nachmittag in Kassel ankommen, aber es klappte zeitlich nicht ganz, so dass wir die Trucks erst gegen 18 Uhr erreichten - sie sollten bis ca. 19 Uhr noch auf dem Platz vor dem Rathaus bleiben ... war aber nicht so schlimm, so spät dort angekommen zu sein, da die Weihnachtsbeleuchtung in der Dunkelheit eh viel besser zur Geltung kommen ...
Vor Ort machten ich mir erstmal einen Blick der Lage und einige Fotos. Ja, es war wirklich nicht so super schön ... was aber nicht an dem Angebot von Coca-Cola lag sondern an allem anderen ...
Es hatte wenige Stunden vorher geschneit und langsam taute alles auf, so dass es über all rutschig war. Der Ansturm auf die drei Trucks war groß gewesen und wie es in einer größeren Stadt der fall ist, kann sowas ganz schnell unangenehm werden. Erst recht wenn "so viele Zombies mit ihren Smartphones vor dem Gesicht" herumlaufen. So beschrieb ein Passant einige Mitmenschen vor Ort ...
auch wenn ich selbst mein Smartphone zum filmen/fotografieren genutzt habe war ich nicht eins dieser Zombies ... diese Zombies machten es mir nämlich auch sehr schwer ... denn sie laufen rücksichtslos wie Großstädter meist so sind mit dem Handy vor dem Gesicht herum ohne auf das eigene Umfeld zu achten in einer Situation wo es über all glatt/rutschig ist und wo viele Menschen aufeinander hocken (um in eine besinnliche harmonische Stimmung zu kommen) fatal ...
Am schrecklichsten und mein absoluter Aufreger waren die jungen Elterpaare die mit ihren zwei Kinderwägen auf dem Bürgersteig standen (wo jeder lang laufen musste, der auf dem Platz wollte) und die Wägen hin und her bewegten um ihre Kinder zu wiegen und nicht darauf achteten ob sie irgendeinen anderen Passanten den Wagen in die Hacken schoben ... Argh ...
All solche Fälle sorgten dafür, dass ich das Angebot nicht so mitreißend genug fand um lange auf dem Platz zu bleiben ...
Als das Lied bekannte "Weihnachtslied von Coca Cola" gesungen wurde - Wonderful dream - aus dem Jahr 2001 der verstorbenen Melanie Thorton änderte sich ein wenig meine Stimmung ... Oooooh wie bedauerlich für mich persönlich, dass mich die Werbung doch so verseucht hat. Aber das Lied ist ja schön - und die Gruppe hat wirklich schön gesungen.
Aber dennoch hielt ich es auf dem Platz nicht aus über all diese Zombies die mir auch vor die Kamera liefen ...
Leider oder zum Glück durfte ich mich nicht mehr an den Schlangen anstellen die auf dem Platz waren ... Zwei Stunden standen die Leute bereits an um sich gratis zwei Coca Cola Flaschen mit ihren Namen (oder anderen Text) bedrucken zu lassen. Eine Aktion die bis vor wenigen Jahren auch Online angeboten wurde man jedoch dafür selbst bezahlen musste.
Zugegeben ... da meine 1 Liter Cola Flasche die ich gratis bei meiner letzten Pizza-Bestellung bekommen habe bereits über 3 Monate ungeöffnet in der Vorratskammer steht, fand ich es nicht soooooo schlimm, dass ich mir keine Flasche personalisieren durfte. ... Also ich bin auch wenn man das anders annehmen würde, wirklich nicht so der Coca-Cola Trinker/Fan.
Meinen persönlichen "Coca Cola Weihnachts-Moment" wie auch ich es aus der Werbung kenne, hatte ich dennoch, aber zu einem ganz anderen Moment ...
Als ich bei der Käthe Wohlfahrt noch am einkaufen war, sagte mir mein Mann, dass die Coca Cola Trucks weg fahren ... das war ein Moment, den ich festhalten wollte ... allerdings mussten wir noch bezahlen. Als dies getan war, waren die Trucks schon viel weiter also beeilte ich mich mit dem Laufen und weil die Trucks schneller fuhren (auch wenn es Schritttempo war) rannte ich ... jedenfalls so gut es ging, denn es hatte ja geschneit und über all lauerten Rutschgefahren... Aber dieser Moment ... den Trucks hinterher zu rennen um ein Foto zu machen, der Schnee unter meinen Füßen, der neue Schnee der mir ins Gesicht fiel, meine Glöckchen an meiner Weihnachtsmann-Mütze, die ganzen Weihnachtslichter in der Straße und dazu der Coca-Cola Werbesong zu hören ... oooooohja - ich kam mir vor wie in der Werbung! - In der Coca-Cola Weihnachtswerbung ...
Aber es war nicht schlimm ... es war tatsächlich schön.
Denn ja, die Lichter der Trucks und alles drum herum das sieht schön aus ...
Aufgrund der Tatsache, dass ich zuvor in der "Werkstadt vom Weihnachtsmann" war und erfolgreich schönen Weihnachtsschmuck gekauft hatte war meine "Anti-Weihnachten-Mauer" aufgerissen und Coca-Cola hatte es nicht mehr schwer auch in mir durch diese geniale Werbeaktion sowas wie "Weihnachtsstimmung" zu verursachen.
Und daran merkt man wie genial ihre Werbekampagne gewirkt hat ... das ist auch das was ich daran bewundernswert finde - irgendwie. Nicht missverstehen ... ich mag keine Werbung. Werbung ist natürlich manipulativ und ich mag keine Manipulationen weswegen ich selbst auch nicht oft auf Werbung anspringe ... aber gute Werbung ist und bleibt gute Werbung - und in dem Fall Coca-Cola haben sämtliche Werbeleute einen guten Job gemacht ... das kann ich so eingestehen und das sollte man auch. Ich mein, wir selbst - mich eingeschlossen - sind doch selbst dran schuld, wenn wir uns so beeinflussen lassen ...
Natürlich ist das dennoch irgendwie verwerflich - erst recht, wenn man Weihnachten aus religiösen Gründen feiert, aber nicht weniger verwerflich als den ganzen anderen Kram der heute in der Werbung betrieben wird oder alle anderen Stände auf den Weihnachtsmärkten bei den es nicht um Zuckerwasser geht sondern meist dann doch nur um warmen Alkohol geht ;-) -
Deswegen, wenn man die Coca-Cola Weihnachtstruck Aktion kritisieren und verteufeln mag, muss man die ganzen Weihnachtsmärkte bei dem es auch nur um Kommerz geht ebenfalls kritisieren ...
In diesem Sinne ...
... habt einen tollen Abend!
Auch wenn ihr als von Coca-Cola gelesen habt, widersteht dem Impuls und trinkt zur Abwechslung ein Glas Wasser ;-)
Zum Abschluss noch ein Video mit meinen persönlichen Eindrücken auch mit bewegten Bildern ;-)
Bevor ich euch meine wenigen Fotos und Videos zeige, die ich im Museum für Sepulkral Kultur in Kassel aufgenommen habe, wo auch dieses Jahr wieder das mexikanische Totenfest "Dia de los muertos" quasi nachgefeiert wurde möchte ich über das Fest ein paar Worte verlieren ...
- Das wichtigste zu erst:
Dies ist ein privater/kreativer Blog
Ich schreibe hier über meine kreative Hobbys,
sowohl das eine oder andere private Thema,
sofern es zu den kreativen Interessen passt.
Jedes Jahr versuche ich mein privates Umfeld über das mexikanische Fest aufzuklären aber auch natürlich meine wenigen "Fans". Einige von euch, die meine Seite auf Facebook abonniert haben, werden den Text sicherlich schon gelesen haben, aber da nicht jeder meiner Blog-Leser auch zeitgleich ein Facebook-Fan ist und später dieser Beitrag auch über Googel zu finden sein wird, hier noch einmal.
Den Text schrieb ich als "Bildunterschrift" zu meinen privaten Fotos die ichEnde Oktober auf meiner Facebook Seite veröffentlicht hatte. Für meinen Blog-Eintrag habe ich ihn an einigen Stellen abgeändert.
Bedauerlicherweise handelt es sich bei den Aufnahmen um "Composings". D.h. die Hintergründe sind alle nicht von mir aufgenommen worden, sondern sind Stock-Fotos. Aber es sind alles Aufnahmen aus meinem Heimatstaat (Bundesland) Coahuila. Das landschaftlich geprägt von seinen vielen Bergen und der Wüste ist. Die Fotos zeigen mich selbst in meiner mexikanischen Kleidung. Ein handgenähter und mit Pailletten bestickter Rock, den meine Mutter angefertigt hatte. Die Bluse wurde ebenfalls von ihr bestickt einzig der Poncho (ist aber auch handgemacht) ist gekauft.
Als gebürtige Mexikanerin ist es mir zu dieser Zeit (Ende Oktober/Anfang Novemeber) besonders wichtig über ein Teil meiner Kultur aufzuklären bei der ich auch leider beobachten kann, wie sie sich verändert bzw. benutzt wird und der Sinn und der Hintergrund als solches nicht verstanden wird ... Die ersten die damit anfingen die traditionelle Bemalungen (Calaveras oder hier besser bekannt als "Sugar Skulls") zu "Dia de los muertos" (mehr mit Allerseelen zu vergleichen, als mit Halloween) für sich zu nutzen, waren die US-Amerikaner die die Feste der Mexikaner (da es ja Nachbarn sind) natürlich viel eher aufgeschnappt haben und gefallen dran gefunden haben. Das Fest zu Ehren der Toten ist weltweit so in ihrer Form einmalig und beinhaltet verschiedene Aspekte aus verschiedenen Kulturen ... Spanische Einflüsse aufgrund der Eroberung der Spanier und der Christianisierung über die Jahrhunderte sowohl Indigene Aspekte. Der Mix aus Allem macht es einmalig, so einmalig und schön, dass dieses Fest und alles was dazu gehört zum Unesco Weltkulturerbe aufgenommen wurde, schon vor einigen Jahren. Eine dieser Begründung war es auch, dass es so einmalig sei, dass es auch Schützens würdig sei ... Nun ja ... die US Amerikaner haben zwar auch ihre Kulturen und sind stolz auf das Eine oder Andere, aber andere Kulturen interessieren sie nicht so recht ... Und machen gerne daraus was sie wollen (siehe Halloween, dieses ursprüngliche Irische Fest wurde auch ganz schön verändert).
So tauchen die Bräuche dieser besonderen Tage vermehrt im Musik und Filmwesen auf, aber auch in der Modewelt. Wodurch das alles in die Welt getragen wurde. Mit den Jahren schwappte das auch nach Europa rüber ... Leider, leider wird aber all dies mit "Halloween" in Verbindung gebracht, eben weil die US Amerikaner selbst das ganze als ihr Halloween Kostüm ansehen und so auch verbreiten ...
Das ist aber KEIN Kostüm und auch NICHT Halloween...
Das ist mexikanische Kultur.
Viele verstehen es nicht, dass diese Art der Bemalungen tatsächlich ihren Ursprung in Mexiko hat ... aber es ist so. Natürlich kann man sich einen Totenkopfschädel aufs Gesicht malen, die Blumen Elemente sowohl die Farben ist jedoch eben in der mexikanischen Kultur zu Hause. Ihr müsst euch das wie eine "Stammes-Bemalung" anderer Kulturen vorstellen. Die Anordnung von Punkten und Strichen usw. zeigen den Stämmen sofort ihre Herkunft ... und so ähnlich ist es mit dieser Bemalung auch. Es gibt typische Muster die genutzt werden, platz für eigen Interpretationen gibt es ja, aber auf eine bestimmte Art ...
Das mag sich nicht jeder vorstellen können und nicht verstehen, das ist normal. Denn es ist ja nicht etwas was in der deutschen oder europäischen Kultur vorkommt oder kaum noch so ausgeübt. Viele kulturelle Bräuche die es in Deutschland oder in Europa gab, werden nur noch vereinzelt in wenigen Regionen ausgeübt und meist auch schon sehr abgewandelt ... Aber eben das ist wichtig zu vermitteln - es ist KEIN Kostüm auch wenn im US Fernsehen so rüber kommt ... Und ich für meinen Teil würde es schöner finden, wenn man Kulturen respektiert und sie nicht aus Jux nutzt ... Weil es ja so cool ist und zu Halloween passt oder "genauso wie Halloween ist". Nein, das ist es nicht. Natürlich freut es jeden, wenn seine Kultur so populär geworden ist, dass sich gefühlt jeder so schminken und kleiden möchte und scheinbar diese Kultur mag ... die Gefahr dadurch ist jedoch dass sie nachhaltig auch verändert wird ... Und natürlich wissen die wenigsten was es damit auf sich hat, weil sie sich nur so schminken, weil irgendein Promi das mal in seinem Video so gezeigt hatte (In dem Musik Video von "Empire of the Sun" mit dem Lied "We are the people" tauchen Szenen aus einer solcher Feier beispielsweise auf) oder irgendein Model auf dem Laufsteg so geschminkt war und es nun zu Hauf Tutorials dazu auf Youtube gibt und die Promis sich so auf ihren Insta-Storys zeigen.... Das ist alles schön und gut ... aber es steckt nun mal mehr dahinter - und wenn man sich so bemalt (oder schlimmer, sich "La Catrina" Motive tätowieren lässt) dann sollte man doch die Kultur dahinter kennen, oder? Gut, in Zeiten wo sich "jeder" asiatische Zeichen tätowieren lässt ohne das sie jemals eine 100% Sicherheit darüber haben, dass es wirklich das heißt, was sie sich stechen lassen haben ... oder wo man afrikanische Kulturelle Formen des Schmucks-Tragens selbst anwendet um damit aufzufallen ist das nicht ungewöhnlich ... und ist wohl absolut normal bei Völkern, deren Kultur "abhanden" gekommen ist oder nicht so stark ausgeprägt ist, dass sie sich an anderen Kulturen bedienen müssen ... ... Die Mexikaner "feiern" nicht nur so lange weil sie gerne feiern, sondern weil sie auch beeinflusst werden ... Und so decken mehrere Tage ab ... "Halloween", "Allerseelen" und das Traditionelle Fest, "Dia de los muertos" ... da die Tage so nah beieinander liegen feiert man in einigen Regionen drei Tage in einigen inzwischen sogar eine Woche. Ähnlich wie man Oktoberfest (Erntedankfest) feiert denn der ganze Aufwand der betrieben wird (Straßendekoration usw. ) soll sich ja auch lohnen. Erstmalig in diesem Jahr fand eine große Parade in der Hauptstadt von Mexiko - Mexico City - statt. Sowas gab es vorher noch nie, und hängt natürlich auch damit zusammen, dass auch die Mexikaner erkannt haben wie bedeutend ihr Fest eigentlich ist ... Denn leider sind sich viele Mexikaner dessen nicht bewusst, was sie an Kultur, Landschaft und anderen Schätzen haben, die das Land so besonders machen und träumen meist nur vom glorreichen Leben in den Vereinigten Staaten oder wollen mehr so sein, wie ihr Nachbarland auf das auch der Rest der Welt gerne schaut. Zudem erhoffte man sich nicht nur den Tourismus (auch innerhalb des Landes) zu fördern sondern aber auch besser Spenden einnehmen zu können. Denn die Stadt wurde im September auch von Erdbeben heimgesucht (wovon in den deutschen Medien vergleichsweise wie so oft, recht wenig berichtet wurde) bei denen etliche Gebäude eingestürzt sind.
...
Die Menschen werden weiter beeinflusst, so dass sie durch die US-Stars die ihr eigenen Stil noch mit reinbringen wollten sich noch Pailetten und Strasssteine aufs Gesicht kleben ... eben über all mehr "Glamour" rein bringen wollen und man sich "sexier" kleidet und Corsagen anzieht ...
Ich sehe den Wandel in Mexiko und ich sehe was in USA bzw. Europa mit der Kultur gemacht wird - auch im Bereich der Portrait-Fotografie sind die bekannten Calaveras Bemahlungen schon fast normal geworden.
Ich selbst habe diesen Teil meiner Kultur zu wenig zelebriert, da ich leider so "integriert" wurde, dass ich meine Kultur ablegen musste. Aber ich entdecke den Teil meiner Kultur seit einigen Jahren neu. Weil mir bewusst wurde, wie wichtig die eigene Kultur ist und wie falsch es ist diese abzulegen (erst recht um sich zu "integrieren" ). Weswegen es mir auch wichtig ist über meine Kultur die auch in meinen Freundes und Bekanntenkreis immer mehr und mehr zu dieser Zeit auftaucht aufzuklären.... Bitte, bitte ... seht es nicht als ein "cooles" Kostüm an, seht es nicht als ein Halloween-MakeUp ... es ist viel mehr als das!
Es ist KEIN Kostüm - es ist KULTUR!
Das alles zu erklären, was zu diesem Fest dazu gehört ist extrem schwer.
Denn es gehört so viel dazu ...
Das wichtigste ist wie man mit dem Tod als solches umgeht. In Deutschland ist es noch ein Tabu Thema und man spricht nicht viel darüber was ganz anders in Mexiko der Fall ist.
Was vielleicht auch damit zusammen hängt, dass allgemein dort mehr Menschen sterben - sei es an Krankheit, Umweltkatastrophen oder eben durch den Drogenkrieg. Der Tod ist dort für viele allgegenwertig ... Diese Tatsache prägt natürlich das Leben. Aber auch alle anderen Aspekte die in Mexiko gegeben sind (so wie das Klima) sorgen dafür dass die Menschen eine andere Mentalität haben und vieles gelassener oder offener betrachten als man es in Deutschland gewohnt ist.
Dazu kommt eben dieser Kultur Mix von den spanischen Eroberern, der indigenen Völker (z.B. Azteken) und ihr christlicher Glaube. Der dort - glaubt es mir - stärker ausgelebt wird als in Deutschland wenn nicht sogar Europa kennt.
Das Land ist besteht aus fast 90% nur Katholiken.
Was eigentlich etwas Paradox ist, wenn man sich bewusst ist, wie die Spanier damals über das Land und Lateinamerika herfielen und den Menschen den Glauben aufgezwungen haben ... Aber das ist nun mal so. Und leider mögen es die wenigsten wenn man dieses Thema so in der Form anspricht ...
Aber es gibt dennoch noch viele mit indigenen Glauben ...
Weil einige so extrem katholisch sind, ist auch das Totenfest in dieser Form wie er gefeiert wird vielen auch ein Dorn im Auge, denn das passt nicht ganz mit dem christlich katholischen Bräuchen zusammen.
Es gibt Regionen in Mexiko die "Dia de los muertos" etwas amerikanisiert feiern, also mit Halloween Elementen (was z.B. die Verkleidung angeht), die es mehr religiös feiern. Und einige Regionen wo die Indigenen Elemente ausgeprägter sind. Jede Region handhabt es anders.
Was sie jedoch meist alle gemeinsam haben ist das Essen - so gibt es bevorzug an dem Tag ein bestimmtes Brot das als Gabe auf den Altaren zu finden ist, generell die Optik der Altäre, die Tatsache dass man überhaupt Altäre für die verstorbenen errichtet, die Süßspeisen in Skeletten Optik, die Papierdekoration - denn in Mexiko ist allgemein eher eine Papierdekoration üblich.
Blumen, Kerzen und natürlich Mariachis.
Mariachi Musik (Volkmusik) ist im übrigen auch als Unesco Weltkulturerbe eingetragen.
Zu dieser Musik gehört eine bestimme Kleidungsart die Band besteht üblicherweise aus 7 bis 12, gelegentlich auch aus bis zu 20 Elementen mit Gitarren, Vihuela, Guitarrón, Geigen, Trompeten, Harfe sowie manchmal Maracas und Sängern.
Mariachi Sänger sind im ganzen Land angesehen, natürlich gibt es auch mal Menschen die diese Musik nicht ganz so mögen, aber das hängt auch ganz oft damit zusammen wie stark die Einflüsse außerhalb von Mexiko sind, also wie stark man amerikanisiert ist. Man wächst eigentlich mit der Musik auf - denn allein schon das klassische gern gesungene Geburtstagsständchen ist ein Mariachi-Lied. Aus dem Grund darf auch auf keiner guten mexikanischen Feier eine Mariachi Band fehlen.
In Mexiko City gibt es einen Platz "Plaza de Garribaldi" wo täglich dutzende Mariachi Sänger singen ... Ein Erlebnis für sich dort zu sein ...
Ihr merkt schon ... es wirklich ganz viel was dazu gehört und eine Kultur die ganz anders ist...
Ich habe hier einige Links gefunden die ich mir auch alle selbst angeschaut habe, die verschiedene Aspekte des Festes auch in Bild und Ton wiedergeben. Schaut sie euch mal an ...
Disney und Pixar Studios haben das Fest nun auch für sich entdeckt und haben einen Animationsfilm erstellt der dieses Jahr in die Kinos kam. In USA und Mexiko bereits im Herbst/November. Und in Deutschland soll er im Dezember 2017 raus kommen. Ich weiß leider nicht in welche Richtung der Film geht, aber der Trailer wirkt schon sehr viel versprechend und zeigt am Rande der Geschichte natürlich typische Merkmale des Festes ... Mitarbeiter des Filmes bereisten zur Erstellung des Filmes verschiedene Plätze in Mexiko insbesondere zum "Dia de los muertos" um ihn so authentisch wie möglich zu machen. Vielleicht schaut ihr euch den Film auch an ;-) Ich werde ihn mir auf jeden fall anschauen!
Wenn ihr euch die Videos und Links angeschaut habt, dann werdet ihr hoffentlich sehen können, wie "faszinierend" das Fest ist und das es wirklich ganz anders ist, als das was man bereits hier so kennt ...
Aus dem Grund freut es mich, dass ein Museum bei mir in der Region (auch wenn ich dafür 50km fahren muss) dieses Fest in ihrem Haus feiert. Denn das Museum für Sepulkral Kultur befasst sich mit dem Thema Tod.
Meines Wissens nach gibt es nicht viele Feste dieser Größen Ordnung in Deutschland, weswegen es auch nicht ungewöhnlich ist, dass auch mal Mexikaner 200km extra nach Kassel fahren um dabei sein zu können.
Wie sich vielleicht einige von euch erinnern, war ich in der Vergangenheit schon zwei Mal im Museum und habe das Fest mit gefeiert. Obwohl es das schon lange vorher dort gab, aber diese Information drang leider erst so spät von Kassel nach Bad Arolsen ...
Ich war im Jahr 2012 und 2013 auch mit meiner Kamera. Das Jahr 2014 ließ ich ausfallen, weil keine Mariachi Band eingeladen war. Soweit ich weiß fiel 2015 vom Datum her ganz schlecht und letztes Jahr fand es nicht statt.
Umso erfreuter war ich, dass es dieses Jahr wieder mit einer Mariachi Band stattfinden sollte.
Dieses Jahr wollte ich mich auch etwas mehr als Mexikanerin erkennen zu geben, was ich normalerweise nicht mache. Zudem ich selbst auch gar nicht so mexikanisch aussehe ... Ich bin nicht nur so käsig weiß sondern auch viel größer ... was natürlich sehr amüsant ist mit meinen 1,68cm
...
Aber es kam so wie es kommen musste - mein mexikanischer Rock passte mir zu dem Abend nicht mehr und auch war es mir zu kalt gewesen und da ich mich nicht erneut erkälten wollte, musste ich auch einige Kompromisse machen... wie ich gekleidet war zeige ich euch aber erst am Ende.
...
Zu der Durchführung und alles was zum Festes dazugehört, im Museum möchte ich gar nicht so viel schreiben, denn ich wäre da viel zu kritisch, gerade weil ich einen anderen Bezug dazu habe.
Allgemein ist es wirklich eine super Sache und einfach toll, dass das Museum das Fest feiert.
Sie, die Museums Leitung, sowohl die kleine Kassler-Mexikanische Community geben sich wirklich wahnsinnig viel Mühe ein kleines Stück "Mexiko" und ein kleines Stück "Dia de los muertos" zu zeigen...
....
Ach eins noch ...
Ich habe an den Abend mit zwei Kameras fotografiert. Ganz normal mit meiner Spiegelreflex und Fisheye Objektiv (ihr werdet die unterschiede sicherlich erkennen) und mit der Panasonic Lumix DMC-TZ101, die ich mir für einen bestimmten Anlass ausgeliehen hatte und ich dort testen wollte, da sie bei ähnlich schlechten Lichtbedingungen zum Einsatz kommen sollte.
Was ergab der Test? Nun, die Spiegelreflex ist weiterhin tausend Mal besser.
Ich darf bei der Lumix nicht die ISO so hoch stellen, weil das Rauschen dann zu extrem ist. Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig aber lernbar ... Hoffentlich für die eigentlichen Einsatzzwecke auch zu gebrauchen. Aber das werdet ihr je nachdem hoffentlich ein anderes Mal selbst sehen ...
...
So nun endlich die Bilder!!!
Und ganz unten natürlich Videos - denn ich hab hauptsächlich Videos gemacht.
Ofrenda (Altar) mit einem Bild der Maria von Gudalupe - um das Originalbild, dass hinter Panzerglas einer Kirche in Mexico City hängt gibt es auch eine interessante Geschichte aber auch einige Mythen, wie z.B. das mal einen Brand und/oder Bombenanschlag ohne beschädigt worden zu sein überstand.
Ich habe das Originalbild in der "Villa de Guadalupe" im Jahr 2000 auch selbst gesehen und bin bis heute beeindruckt von der Architektur dieses Gebäudes.
Die Ofrendas im Museum wurden von einigen Spanisch-Schulklassen einer Kasslerschule dekoriert.
Dieser Altar war dem Opfern die beim Erdbeben ums Leben kamen gewidmet.
Auch konnte man eine Figur einer mexikanischen Künstlerin sowohl einige Gemälde in einer Galerie betrachten, aber ich habe es versäumt davon Bilder zu machen.
^ Für mich persönlich war eh dieses Bild das schönste und zeitgleich traurigste Bild was dort "ausgestellt" war. Es handelte sich leider nicht um ein Originalbild, sondern war nur mittels Beamer auf einer Leinwand projiziert worden.
Es zeigt die US-mexikanische Grenze - aber die amerikanische Seite dort wo der Tod fast täglich lauert und im Bild rechts zu sehen ist ... Es gebe so viel zu dem Bild und zu dieser Situation dort zu sagen, aber ich lasse es an dieser Stelle sein, denn ich möchte nicht so politisch werden.
Die Mariachi Band "Sol Latino" die gespielt hat, möchte ich an dieser Stelle natürlich auch verlinken.