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Freitag, 10. Februar 2017

Beauty Retusche, muss das sein?




Jeder, der meinen Blog verfolgt und schon mal ein Shooting bei mir hatte weiß, dass ich zwar sehr gerne bearbeite und manchmal auch sehr viel bearbeite und auch was komplett neues "erschaffe", aber er weiß auch, dass ich meine Grenzen habe.

Aber selten sind es Grenzen insofern, dass ich etwas nicht hinbekomme ... ich weiß wie man ein zwei Pfunde weg retuschiert (ohne das man es sieht) und könnte auch eine Brustvergrößerung digital machen, das habe ich auch schon ausprobiert ... und ich kann auch "Beauty Retusche".
Aber ich mach es fast nie.

Die Bildbearbeitung ist eine Frage des Geschmacks, wenn man sie wirklich intensiv anwendet und damit meine ich mehr als das, was man eigentlich als Bildoptimierung bezeichnet... also mehr als Kontrastanpassung, Weißabgleich, Horizont gerade rücken, hier und da stempeln, kleinen Farblook verpassen usw. also wo wirklich das finale Bild nicht mehr annährend mit dem Originalbild übereinstimmt. Dort beginnt die kreative Bearbeitung und dort lässt man sich auch mehr vom eigenen Geschmack treiben.

Ob man immer gleich intensiv ein Foto bearbeitet oder ob es auf die die gleiche weise bearbeitet wird hängt oftmals bei den Bildbearbeitern davon ab wovon sie sich selbst angesprochen fühlen, was sie selbst sehen z.B. andere Fotos, Film, Fernsehen, Zeitschriften ... die Gefühlslage (hell und dunkel) ... Lieblingsfarben die sich im Farblook wieder finden ...  und es hängt natürlich auch vom Roh-Bild ab.
Alles aber ganz anders bei Auftrags Arbeiten.


Im professionellen Bereich der Fotografie versucht man eigentlich Bearbeitungen zu vermeiden aus dem Grund, weil das mehr Zeit erfordert und somit die Kosten für ein Bild steigen. Und so arbeiten bei professionellen Fotografen auch oftmals ein sehr großes Team um von Anfang an "Fehler" zu vermeiden. Dann sind am Foto-Set ganz viele Menschen ... jemand, der immer wieder das Licht überprüft, jemand der auf die Kleidung achtet ... das nichts verrutscht, schön glatt ist (lange Kleider)  usw. und natürlich auch jemand für die Haare und das Make-Up. Je nachdem wie groß das Set ist und um was für ein Auftrag es sich handelt arbeiten sicherlich noch viel mehr Menschen an "einem" Foto....

Wie viel Make-Up ausmacht weiß eigentlich Jeder - selbst die Männer...
Ein Professionelles Make-Up kann dagegen wirklich wahre Wunder bewirken.
Und ja, es unterscheidet sich oftmals sehr stark vom Make-Up das die "normale" Frau anwendet, den hier kommt oftmals "Contouring" ins Spiel. Richtig angewendet kann es eine schmale Nase zaubern, aus dem Runden ein Ovales Gesicht machen und vieles mehr ... Es kann dich jünger ... oder auch älter aussehen lassen.

Mittlerweile ist diese besondere Form des Schminkens aber auch bei der "normalen" Frau angekommen und so gibt es dutzende Anleitungen von Mode und Beauty Youtuberin im Internet oder in Zeitschriften und entsprechend viele Make-Ups Sets von gängigen Make-Up Herstellern auch in der Drogerie um die Ecke zu kaufen ... so dass eigentlich jede Frau Contouring anwenden kann.... theoretisch ... Wenn Frau nicht so viel falsch dabei machen könnte ;-)


Hat man am Foto-Set kein Make-Up Stylisten so kann man das Make-Up und das Contouring digital nachholen. Einige von euch werden das sicherlich kennen allerdings eher unter einen anderen Namen. "Dodge & burn". Die Bearbeitung mittels einer Grauen-Ebene, Weiches Licht und Aufheller und Abdunkler. Das ist das digitale Gegenstück zu Contouring.


Es ist nicht so schwer wie man vielleicht denken würde... so wie beim normalen schminken auch ...
Wie schon gesagt, gleicht das allerdings schon einer kreativen Bearbeitung... beim schminken auch, deswegen spricht man ja auch oft von Make-Up Artist - also einen Make-Up Künstler ;-)

Je nachdem wie viel man bearbeitet erschafft man mit so einer Bearbeitung einen ganz anderen Menschen ohne das dieser oder andere ihn jemals wieder erkennen würden.

Die Meinungen über so ein digitales Make-Up gehen stark auseinander ....

Bevor ich das Stockfoto mit dodge&burn bearbeitet hatte, habe ich recherchiert welcher Stil inzwischen beliebter ist und es ist nach wie vor so, dass sich beide Stile durchgesetzt haben.
Der Stil bei dem man meint eine Puppe mit Porzellanhaut zu haben wo man weder Hautstruktur noch Falten erkennt sowohl der eher unscheinbare natürliche Stil.


Ich wusste von Anfang an, dass diese Bearbeitung (Foto oben) bei meinen Lesern und Facebook Fans nicht so gut ankommen würde. Denn ja, die junge Frau sieht ganz anders aus, wie eine Puppe.

Ob es einen gefällt ist einfach eine Geschmacksfrage, aber so sollte es tatsächlich bei diesem Stil sein, denn es ist ja quasi nur eine Interpretation von zwei... beide Versionen aber dennoch der gleiche Stil bzw. beides versteht man unter "Dodge&Burn Beauty Bearbeitung".




Auch bei der zweiten Version die mehr meinen eigenen Geschmack entspricht sind die unterschiede enorm. Aber man erkennt hier und da noch etwas Hautstruktur wodurch dieser Porzellan Effekt nicht mehr so extrem ist und das Gesicht auch mehr dem Original entspricht...

Derartige Fotos bearbeitet aber kaum jemand.... Ich hab es ja auch nur als Herausforderung gemacht, denn wie schon gesagt, das Ausgangsbild ist entscheidend für eine gute Bearbeitung.
Und man hätte vor Ort beim Fotografieren so viel anders machen können und müssen ...
Angefangen beim Make-Up selbst - aber auch das Licht ist ungünstig gesetzt.
Um das umzusetzen braucht man aber viel mehr als eine Zimmerleuchte, die von oben scheint...

Und das sind dann die Gründe, warum man dann oftmals zu einem Fotografen ins Studio geht ;-)

Das Licht, ein gutes (!) Make-Up und vorteilhafte Posen können einen Menschen ganz anders erscheinen lassen...







 Allerdings streben wir als Mensch immer nach mehr ... vor allem nach mehr Perfektion.
Zeitschriften, Fernsehen und Werbung zeigen uns wie wir sein sollen ...
Und so werden auch die Fotos von Frauen, die schon sehr schön geschminkt oder die überhaupt kein Make-Up brauchen weil sie eine reine Haut haben dennoch oft einer digitalen "Beauty Retusche" unterzogen ...

Ich hab mir selbst ganz oft von bekannten Fotografen Original Dateien heruntergeladen die zur Bearbeitung zur Verfügung gestellt wurden und betrachtete die Fotos intensiv am PC und fragte mich immer wieder aus neue, was zum Kuckuck soll ich da bearbeiten?!

Um das zu zeigen was ich meine, habe ich nach einem perfektem Studiofoto gesucht, es ist ebenfalls ein Stockfoto. Ich habe das Foto auf die gleiche Weise wie die oberen Fotos bearbeitet.
Graue-Ebene auf Weiches Licht und hier und da aufgehellt und abgedunkelt und Farblook verpasst ...voila.


 Man neigt nun sicherlich zu sagen, dass es besser aussieht, hm? Gerade wenn man die beiden Fotos übereinander legt (Siehe Video unten) fallen die Unterschiede enorm auf ...

Das Foto ist optimiert worden und die Frau perfekt. Aber musste das sein?!



Natürlich weiß ich, dass derartigen Bearbeitung gerade im Bereich der Werbung, Fernsehen und in Zeitschriften gang und gebe sind. Ich sehe allerdings das Problem darin, dass es einfach ein komplett falsches Bild von Frauen zeigt und gerade junge Mädchen und werdende Frauen verstört.

Und glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche! Ich finde es bedenklich, dass auch im Hobbybereich massiv viele Porzellan Gesichter gezaubert werden und allgemein so viel mit dodge&burn gemacht wird.

Unreine Haut, Augenränder, hier und da ein Muttermal oder eine Falte bzw. Narbe entfernen ... ja, das mache ich selbst auch, aber wirklich nur das aller notwendigste, nicht mehr als es braucht, damit sich Frau (oder Mann) über die "perfekten Fotos" freuen kann....

Wie gesagt, ich weiß, dass es eine Geschmacksfrage ist ... und wenn man im Professionellen Bereich tätig ist auch eine Frage ob man Aufträge haben will oder nicht.

Ich bin gespannt, was ihr über die Bearbeitungen denkt... was wendet ihr selbst an und was gefällt euch mehr? Schreibt mir eure Meinungen und Gedanken ...


Auf Youtube findet ihr noch ein Video wo ihr einige Zwischenschritte zu den Bearbeitungen sehen könnt (keine Anleitung!)

Montag, 24. Oktober 2016

Composings from the Connichi

Heute zeige ich euch, wie schon angekündigt, ein paar Vorher/Nachher Fotos zu einigen Composings und Bildbearbeitungen die ich mit einigen Fotos gemacht habe, die ich auf der Connichi aufgenommen hatte :-)

Ich werde nur Stichwortartig sagen was ich an den Fotos bearbeitet habe, wobei ich den Standard wie (Weißabgleich, Kontrast-Anhebung usw. hier und da raus lasse, das versteht sich von selbst)  ;-) Die Reihenfolge habe ich entsprechend des Aufwandes der Bearbeitung gewählt d.h. das aufwendigste Bild seht ihr ganz unten ;-)



Hier habe ich das Gebäude im Hintergrund weggestempelt ; Herbststimmung erzeugt ; Beauty Retusche um die Porzellanhaut weiter zu verstärken ; Glitzersterne und Flares eingefügt ; Weißabgleich usw.






Passend zum Thema habe ich eine düstere Bearbeitung gewählt, dazu gehört es für mich, dass ich aus einer Tagaufnahme eine Nachtaufnahme mache. Dafür habe ich die Farbe "Mitternachtsblau" gewählt - so nenne ich jedenfalls diesen Farblook ;-) Hier und da Nebel eingefügt und einen plastischeren Effekt erzeugt. Manche nennen das "wie gemalt" ... Da die Inspiration zu diesem Cosplay aus einem Animationsfilm stammen darf das gerne auch in der Bildbearbeitung unecht aussehen :-)





Hintergrund ausgetauscht ; Flares eingefügt und Farblook angepasst






Gemäßg der Vorlage des Cosplay (düsterer Charakter aus einem Spiel) habe ich das Bild abgedunkelt, Feuer und Rauch eingefügt (der Charakter ist ein Schamane) und eine allgemein plastische unecht wirkende Bearbeitung gewählt ...






Aus einer Tag - eine Nachtaufnahme gemacht und dafür wieder "Mitternachtsblau" gewählt ; Rauch, Nebel und Sterne eingefügt.






Hintergrund ausgetauscht ; Spieglungen entfernt; Nebel eingefügt ; Schwert zum leuchten gebracht ...




Hierfür gibt es ein MakingOf Video
Falls euch das Video nicht angezeigt wird: >hier< ein Direktlink.








Das Compsoing erfolgte mit komplett eigenen Aufnahmen. Das MakingOf Video findet ihr >hier< falls euch unten das Video nicht angezeigt wird. Leider kann ich das Video Format womit die Aufzeichnung aufgenommen wird nicht mehr an meinem PC verarbeiten und so muss ich Musik auf Youtube wählen die nicht immer passend ist ... und ich kann das Video nicht schneiden nur ein Zeitraffer daraus machen.









Die Aufwendigste Bearbeitung bzw. Composing besteht aus vier eigenen Fotos. Einzig die Sträucher und das Lagerfeuer sind "Stockfotos". Da ich das Video nicht großartig schneiden kann ist auch der Prozess des Freistellens zu sehen - ich weiß es gibt sicherlich andere weg freizustellen, ich radiere einfach gerne ;-) Ab Minute: 06:52 wird es erst interessant ;-)  










Wenn ihr weitere Bearbeitungsvideos sehen wollt, schreibt mir doch ein kurzes Kommentar, abonniert meinen Youtube Kanal oder schaut mal live auf meinem Twitch Kanal vorbei ;-)



Samstag, 4. Juni 2016

Richtig Sehen

Hallo ihr Lieben,
heute möchte ich über etwas schreiben, das eigentlich sehr privat ist, aber da es mich beschäftigt und Einfluss auf meine Hobbys hat und sich dadurch viel für mich ändern wird, möchte ich dieses Thema doch aufgreifen ...

Wie vielleicht einige treue Leser wissen, bin ich Brillen/Kontaktlinsenträgerin ... vor einigen Monaten schrieb ich meines Wissens nach schon einmal darüber, wie sehr sich meine Augen doch verbessert hätten, weil bei mir ganz andere Dioptrien gemessen wurden. Aber da lag ich leider nicht ganz richtig, meine Augen sind nicht besser, sondern schlechter als je zuvor geworden. Ich habe nicht nur eine normale Sehschwäche sondern eine Augenkrankheit die etwa 0,5 ‰ der Bevölkerung der BRD betrifft. Man kann also von einer seltenen Augenkrankheit reden ... aber erstmal zum Anfang ...

Vor zwei Jahren wollte man mir bei meinem Optiker keine neuen Kontaktlinsen anfertigen, weil irgendwas mit meinen Augen nicht stimmen sollte, aber ich bestand auf die Linsen und bekam sie. Anfang des Jahres dachte ich, dass es auch Zeit für eine neue Brille wäre und so ging ich wieder zu meinem Optiker und wollte mir eine anfertigen lassen, aber auch da stellte man sich erneut quer und verweigerte mir die neue Brille. Ich sollte zunächst zum Augenarzt gehen. Dieses mal hörte ich darauf... Wie allerdings bei fast allen Ärzten, als normaler Kassenpatient, muss man sehr lange auf einen Termin warten und so kam es, dass ich erst gegen Februar zum Arzt gehen konnte. Dieser überwies mich an eine Augenklink. Auch wenn mein Befund schon ziemlich nüchtern von meinem Augenarzt festgestellt werden konnte, war einzig die Klinik in der Lage festzustellen in welchen Stadium sich meine Augenkrankheit befand. Bis April musste ich auf diese entscheidene Untersuchung warten ... ich verblieb von Febraur bis April in der Sorge um meine Augen, ohne zu wissen wie stark diese beschädigt sind... Anders als angenommen wurden meine Augen nämlich nicht besser sondern viel, viel schlechter. Es ist nicht klar, wie viele Jahre ich tatsächlich schon an der Augenkrankheit leide, da mein Augenarzt nie so richtig sich zu meiner Sehschwäche geäußert hatte und mir einfach nur eine Brille verschrieb und ich nach einigen Jahren mir die unnützigen Untersuchungen bei ihm ersparte und nur noch zum Optiker ging - daher war es auch mein Optiker, der die Augenkrankheit feststellte.
Ob ich nicht schon vorher was bemerkt habe, ist eine der häufigsten Fragen, die ich in meinem Freundeskreis gestellt bekomme... Ich habe viele Jahre angenommen, dass die Beschwerden die ich ab und an hatte ganz normal seien und jeden Brillenträger betriffen. Woher sollte ich es auch wissen? Erst mit der Diagnose habe ich erfahren, dass diese Beschwerden typisch für meine Augenkrankheit sind und sie eben nicht jeder Brillenträger hat. 

Doch wenn es nach meinem Augenarzt ginge, würde ich bis zum heutigen Tag nur mit einer 50% bzw. 30% Sehleistung (trotz Brille und Kontaklinsen!!!) herumlaufen - statt nun auf eine Sehleistung von 80 und 90% zu kommen! Ja ... lasst euch das auch auf der Zunge vergehen ... ich staune auch immer noch darüber ... Ich habe nun auf Empfehlung der Augenklinik, auch wenn mein Augenarzt, der kurz vor Rente steht, sich noch weigert denn Sinn dahinter zu verstehen, nun spezielle Kontaktlinsen erhalten, die nicht nur meine Augenkrankheit (hoffentlich) etwas aufhalten, sondern das wichtigste - mir meine Sehleistung fast komplett wieder geben. Ich habe so viel bei den Sehtest gesehen wie wahrscheinlich noch nie zu vor ... Kürzlich habe ich die ersten Linsen über drei Stunden getragen! Aber noch fühlen sich die Linsen etwas komisch an. Anders als zuvor muss ich nun sogenannten "harte" Linsen tragen, sie sind formstabil und werden vom Auge als richtiger Fremdkörper wahrgenommen ... Aufgrund anderer Schmerzen die ich schon hatte, kann ich zwar nicht sagen, dass sie schmerzen verursachen, aber "angenehm" ist was anderes! Aber daran soll man sich gewöhnen ... und wenn ich daran denke, dass die ersten Linsen Anfangs der pure Horror waren und ich mich quälte sie 30 Minuten in den Augen zu behalten so sind die drei Stunden ein großer Fortschritt! Nicht-Brillenträger müssen es sich übrigens so vorstellen ... von analogen Fernsehen von vor 10 Jahren auf BluRay Qualität! Das ist ein ganz anderes Lebensgefühl - das ist der Wahnsinn!

Die Freude darüber, wieder richtig zu sehen wird aber vor allem dadurch getrübt, dass sich mein Arzt etwas quer stellte mir ein Rezept - das ohnehin von der Krankenkasse geprüft werden muss - korrekt auszustellen und auch im fünften Anlauf war das Rezept nicht korrekt. Und das nur, weil man eine andere Ansicht darüber hat ... ich zitiere: "Ach, ob die Linsen denn was taugen" ...
Ich weiß nicht wie ihr es seht, aber ich finde eine Sehleistung von 90% und 80% (vielleicht mit den neuen Linsen sogar 100%) gegenüber 50% und 30% taugen alle mal ... und vor allem taugen sie viel mehr als eine Operation bei dem nicht desto trotz das Risiko besteht - und sei es nur sehr gering - dass ich mein Augenlicht verliere.

Ja ich weiß ... ich sollte den Augenarzt wechseln. Glaubt mir, das habe ich auch vor - ist aktuell leider nur nicht so einfach wie man denkt. ... So war ich in den letzen Wochen - und Tagen viel unterwegs immer zu wegen meinen Augen ... aber ich habe nun eine Erklärung dafür warum ich nicht mehr in der Lage bin meine manuellen Objektive zu nutzen ... warum ich immer wieder Probleme mit dem Fokussieren hatte ... Auch wenn meine Kamera eigentlich per Laut mir meldet, wenn etwas scharfgestellt ist, überhöre ich es gerne und bringe so auch viel mehr unscharfe Fotos mit nach Hause ... Ich habe seit Februar nur einmal wieder meine alten Kontaklinsen getragen - beim Fotowalk in Kassel - aber inzwischen kann ich diese nicht mehr tragen und sollte ich nicht. Da ich demnächst wieder in die Augenklinik muss und ein paar Tage davor meine Augen nicht derartig anstrengen soll kann ich beim Fotowalk das jetzt am Sonntag stattfindet nicht teilnehmen, was ich sehr schade finde ... aber mit der Brille würde ich wahrscheinlich viel zu unscharfe Fotos mitbringen oder würde mich zu sehr ärgern weil sie mir beim Fotografieren im Weg ist ;-)

Ich bin nicht nur gespannt - wenn ich meine richtigen Kontaktlinsen habe - wieder richtig zu sehen sondern ich bin auch gespannt darauf fotografieren zu gehen. Der erste Tag an den ich die vorläufigen Kontaktlinsen so lange trug war es so unglaublich schön alles so klar zu sehen, dass mir die Tränen kamen...das fiel unter meinen Tränen die Aufgrund der ungewohnten Linsen kamen zwar nicht auf aber so war es ;-)
Leider verursacht das Wechseln von den Linsen auf die Brille Kopfschmerzen ... und ich bin gespannt ob es technisch möglich sein wird eine Brille zu erhalten bei dem der Wechsel zukünftig nicht mehr so extrem sein wird ...

Naja ... wie dem auch sei ... ich wollte das Thema kurz aufgreifen ...

Neben diesem unerfreulichen Ereignis gibt es aber dennoch auch was positives in meinem Leben. Unabhängig von meinem Befund habe ich mein Leben etwas auf den Kopf gestellt und einige Laster eingestellt wodurch ich ein neues Lebensgefühl zurückerhalten habe und die Kraft aufbringen konnte andere Bereiche meines Lebens zu verändern. Dadurch habe ich auch meine Ernährung komplett verändert und gehöre nun zu den Leute die sowas wie Sport treiben ;-) Oder anders ausgedrückt - ich habe über 10 Kilo abgenommen und bin nur noch knapp 7 Kilo von meinem Wunsch-Ideal-Gewicht entfernt und dadurch so fit wie noch nie ;-) Diesen Erfolg habe ich mir nicht mit etwas süßes honoriert und auch nicht mit komplett neuer Garderobe sondern mit einem kleinen Shooting mit mir selbst... klasse, dass ich meine Kleider wieder aus der Kiste herausholen kann und das nicht nur weil es wieder wärmer geworden ist ;-) So, aber nun sollte es genug sein mit privaten Themen ;-)













Aber ein paar neue Bearbeitungen mag ich euch doch noch zeigen. Sie sind, wie man unschwer erkennen kann, sehr speziell und dem Surrealismus wohl zu zuordnen.



^ Die Bildidee hierfür hatte ich schon vor einigen Monaten, allerdings klappte es noch nicht so richtig mit der Umsetzung. Gestern ist es mir dann doch endlich gelungen es so umzusetzen wie ich es mir gedacht hatte und das in kürzester Zeit - nicht mal eine halbe Stunde habe ich für dieses Composing gebraucht.





Die beiden unteren Bilder wollte ich eigentlich mit meinen eigenen Augen realisieren um einfach dem ganzen Thema noch mehr Dramatik zu verleihen aber ich denke das funktioniert auch so.
Es sind zugegeben - keine eigene Bildideen - allerdings habe ich diese Bildideen aus dem Bereich der Malerei gesehen. Im Bereich der traditionellen Kunst sieht man auch viel mehr surrealistische Bilder da es einfacher ist die "abgedrehten" Ideen die man so hat umzusetzen statt sie zu fotografieren ;-)
Da ich besser bearbeiten als malen kann habe ich mich aber für diese Bearbeitungen entschieden, die dennoch einen "Maleffekt" bekommen haben :-)

Ich bin mir bewusst, dass diese Art von "Kunst" nicht jeden meiner Follower ansprechen wird, weswegen es mich viel mehr als sonst interessieren würde wer von euch dem Surrealismus nicht ganz so abgeneigt ist. Dabei spielt es keine Rolle ob es um meine Darstellungen geht oder von anderen Künstlern. Vielleicht habt ihr ja sogar einen Lieblingskünstler aus dem Bereich?!
Lasst es mich wissen - bis dahin

Drück euch - und wünsch euch ein schönes Wochenende!
Eure Stephanie









Dienstag, 12. April 2016

Bildbearbeitungen



Heute zeige ich euch wieder etwas neues aus dem Bereich der Bildbearbeitung und zwar wie sich inzwischen mein Geschmack geändert hat, aber ich berichte euch auch über meine Erfahrungen ....

Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Fotos vom Desenberg im Jahr 2014. Ich habe sie damals ziemlich natürlich gelassen und kaum bearbeitet, weil ich es damals einfach natürlich schön fand und der Meinung war, das die Fotos nicht mehr bräuchten ... Naja ...ein wenig mehr Bearbeitung hätte aber auch nicht geschadet. Nicht das ich ein Fan von solchen Aufnahmen wäre, aber so wäre es halt auch gegangen ... Zugegeben, der Himmel ist reinkopiert. Nur wenigen fällt es auf, dabei ist es ganz einfach zu erkennen... wie das? Schaut euch die Wolken kann ... im Original sind die Wolken schlierig  und dann auf einmal sind die Wolken so fluffig? Das geht natürlich nicht - das bekommt auch keine RAW Bearbeitung hin... So wie ich bewusst bei dieser Aufnahme getrickst habe, so gibt es viel mehr künstlich geschaffene Landschaftsaufnahmen. Wenn man selbst nicht fotografiert muss man sich wohl immer denken, dass die Leute a) in traumhaft schönen Gegenden Wohnen b) wahnsinnig toll fotografieren können, dabei gibt es inzwischen mehr Photoshoper unter den Natur- und Landschaftsfotografen als in anderen Bereichen ...
In der Peoplefotografie gibt es einen großen Trend zum natürlichen Look, natürlich werden noch immer Pickel und Co. entfernt, aber vieles wird nicht mehr so stark gemacht (ich rede NICHT von Werbefotografie - da ist die Porzellanhaut und D&B noch immer in) ... und bei den Naturfotografen werden die Regler nach oben geschraubt bis zum geht nicht mehr und mit tricks gearbeitet und das als Natur verkauft, das einen fast schon dabei schlecht werden kann.

Natürlich ist sowas schön  anzusehen - jedenfalls wenn es vernünftig gemacht wird ... und auch ich hab es gemacht, weil ich es schöner finde (jetzt, damals nicht) ... aber ich bearbeite nicht jedes Foto so massiv ... und ich täusche damit niemanden und sage, dass das eine Naturaufnahme ist. Natürlich handhabt es jeder anders... soll auch jeder machen wie er will ... Ich weiß, dass ich vielen die Illusion genommen habe wenn ich das Voher-Foto zeige, aber man kann doch auch dazu stehen, dass ein solches Foto von der Bearbeitung lebt. Dazu stehen wie stark die Fotos manchmal bearbeitet wurden kann nicht jeder, auch nicht im Hobbybereich ... warum auch immer.

Ich weiß noch wie sehr ich immer gefrustet war, wenn ich Fotos von anderen sah und mich gefragt habe, wie die Leute sowas fotografieren. Bis ich mich damit beschäftigte und dann herausfand, dass es eine HDR Aufnahme ist ...  Denn auch eine HDR Aufnahme unterscheidet sich von einer normalen einfachen Einzelbildaufnahme enorm. Aber ich sehe auf vielen Fotocommunitys immer wieder mal Landschaftsaufnahmen die eben nicht nur mit der normalen HDR-Methode entstanden sind, sondern ähnlich getrickst wird wie ich es gemacht habe.  Auch da sieht man nicht mehr den Himmel der zur Hauptszenario dazu gehörte ... vielleicht ein paar Minuten vorher (weil dann die Wolken besser waren) oder nachher (wenn die Wolken weiter zogen) oder generell liegen ein paar Stunden dazwischen ... das macht sicherlich alles eine Menge Arbeit und ist auch zu bewundern, aber es ist eben keine Naturfotografie mehr. Eigentlich ist das auch ein "Composing" und für mich persönlich auch mehr Bearbeitung als Fotografie.



Man muss nicht darüber diskutieren was einem besser gefällt oder nicht, das spielt keine Rolle.
Ebenso wenig muss man darüber diskutieren, ob es Naturfotografie ist. Das ist es nicht.
Schaut man auf Seiten für/von Naturfotografen so gibt es immer klare Regeln was alles gemacht werden darf in Sachen Bearbeitung. Oft gilt sogar eine HDR-Aufnahme als unnatürlich ... man könnte dann denken, ohje - was für Fotos kommen dann dabei raus, wenn man kein HDR verwenden darf? Naja - das sind halt Fotografen! Diese Leute brauchen das alles nicht, was meist unser einer Hobbyfotograf gerne nutzt ...Sie suchen dann mal die passende Location zur richtigen Zeit und Lichtstimmung aus und gut ist. Gerade das ist das besondere und beeindruckende an der Naturfotografie, das sie ohne viel Schnack auskommt ... Denn als richtiger Naturfotograf ist man ja eigentlich bestrebt darin die Natur wie sie ist und wie man sie sieht ins rechte Licht zu rücken, nicht zu verfremden oder verfälschen.

RAW-Bearbeitungen wo man wirklich nur Tiefen/Lichter verändert, Kontrast, Sättigung usw. - ja das verfälscht auch ungemein, aber das hält sich meist dennoch noch in Grenzen ....

Und genau so unterschiedlich sind auch diese beiden Fotos bearbeitet worden ... bei dem oberen habe ich sämtliche Photoshop-Tricks angewendet ... unten nur eine RAW-Bearbeitung.

Aber hey, nicht das ihr jetzt denkt ich bin so eine Naturfotografin, nein, nein - nicht extra missverstehen. Das bin ich auch nicht! ;-) Ich mag mich eh nicht in solchen Schubladen stecken ... Aber ihr wisst sicherlich wie ich das meine.





Bei dem unterem Bild habe ich eine selektiven Weißabgleich auf den Stadtbereich gemacht um die Gebäude weißer zu haben, also so wie sie tatsächlich aussehen. Hier und da aufgehellt und wieder abgedunkelt, nicht mehr. Die Bearbeitung macht zwar sehr viel aus, aber wie ihr seht ist es letztendlich auch wenig weil der Moment einfach stimmte und schon in der Kamera die Einstellungen passten.



 Ich habe viele Fotos, die ich auf beide weise nachbearbeiten könnte ... auch wenn ich schon immer meine Fotos bearbeitet habe und versucht habe, das Beste aus ihnen herauszuholen habe ich inzwischen neue Bearbeitungsmethoden gelernt die effektiver sind. Und andere Fotos könnte ich so aufpimpen wie das obere ... aber letztendlich wäre das so viel ... und oftmals auch gar nicht Wert.
Ich habe so viele Fotos ... aber selten wirklich so schöne Momente die von Anfang an - in echt - so toll waren wie bei unteren Sonnaufgangsfoto ... wird Zeit das nachzuholen, hm?


In diesem Sinne zum Abschluss noch ein paar Bildbearbeitungen.

Der Wolf ist eine Originalaufnahme von mir selbst ;-) Das Foto entstand bei einem einstündigen Stream auf Twitch. Wenn ihr wollt könnt ihr mir dort folgen um zu sehen, wann und was ich wieder streame ;-)











Hier einige Vorher/Nachher vom Fotowalk in Kassel








Das beste zum Schluss?!
Leider nicht ... wie einige von euch wissen, habe ich vor einigen Wochen auf Facebook wieder zu der Aktion "Dein Foto - meine Bearbeitung" aufgerufen ... Leider war dieses mal der Zeitpunkt für die Aktion sehr schlecht, so dass die Teilnahme anders als bei den anderen beiden male etwas mau ausfiel vor allem in der Auswahl der Fotos ... So wurde mir Hauptsächlich Handyaufnahmen zu geschickt ... diese hier schien am geeignetsten, allerdings gab die Größe nicht viel her um eine aufwendige Bearbeitung zu machen also Griff ich dafür in die Trickliste und mache aus einem normalen Foto eine digitale Zeichnung, da ich weiß, dass die abgebildete Junge Dame diesen gezeichneten Effekt mag ;-)




Nun aber ...
Wünsche euch allen ein schönes Wochenende und bis bald wieder!





Mittwoch, 9. Dezember 2015

Zusammenfassung (ganz viel blah, blah, blah)


Wow! Mein letzter Blog-Eintrag ist schon ein Monat her! Zeit es endlich zu ändern, hm?
Aber erstmal ein paar Worte zu den Blog-freien Wochen... 

In dieser Zeit habe ich nicht großartig fotografiert und war auch nicht sonderlich kreativ, weswegen ich auch nicht so die Lust hatte hier zu schreiben. Daher gibt es heute eine "kleine" Zusammenfassung ;-) Aber auch dieser Beitrag wird wahrscheinlich erstmal der letzte sein. Nein, keine Sorge ... wahrscheinlich nicht der allerletzte, aber viel mehr werdet ihr dieses Jahr nicht zu sehen/lesen bekommen. 

Das mir die Lust fehlt, hängt an verschiedenen Faktoren die nun in Dezember anfallen zusammen ... zum einen leide ich wie viele andere an der "Winterdepression" ... das meist triste Wetter, die frühe Dunkelheit ist für mich Sonnenanbeter wirklich nichts ... das ganze dann ohne Schnee auszuhalten ist einfach nicht schön ... dann steht noch "Weihnachten" vor die Tür ... ich zelebriere diese Zeit nicht so wie die meisten, aber ich sag ja immer - ich bin christlich erzogen worden - weswegen ich es nicht leugnen kann komplett ohne Weihnachten leben zu können. Und da ich die ganzen Lichter und allgemein Deko mag, leuchten auch bei mir Lichterketten und mein kleiner Tisch-Weihnachtsbaum wird demnächst fertig geschmückt aus seiner Kiste herausgeholt ... Aber ansonsten ist das bei mir eher so eine Hass/Liebe ... Vieles was bei anderen "normal" und typisch Weihnachten ist gibt es bei mir nicht. Ich habe schon die verschiedensten Weihnachten erlebt ... in kleinen Familien Kreis, im großen Familien Kreis, traute Zweisamkeit, mit Freunden - katholische und evangelische Kirchenbesuche, "Weihnachtspartys"  ... das ist einfach nicht meins. Aber alle hatten sie eins zusammen: zu viel Stress gepackt mit oberflächiger Freundlichkeit untereinander, egal wohin ich schaue. Baaaah, das widert mich schon an, wenn ich daran denke.

So habe ich schon vor zig Jahren beschlossen mich dem ganzen "das macht man so"-Kram zu entziehen und verbringe die freien Tage so wie ich sie tatsächlich möchte. Ohne Kopfschmerzen, Stress, Frust, Traurigkeit oder gar Wut und dann noch Bauchschmerzen weil man versucht sich zusammenzureißen! Das gefällt nicht jeden der mich kennt und auch nicht jeden den man allgemein als "Familie" bezeichnet. Zum Glück haben aber die zwei wichtigsten Menschen in meinen Leben kein Problem mit meiner Einstellung - eigentlich sind wir da sogar gleich, wobei ich wohl weniger auf Weihnachten verzichten kann als sie, was komisch ist.

Wer sich nun wundert wie sowas geht ... nun ... ich bin einfach keine gläubige Christin, ich bin eine Agnostikerin. Und Weihnachten ist nun mal ein christlicher Feiertag, das sollte man sich wirklich immer vor Augen halten, das ist nicht ein Geschenk/Sauf/Fress-Tag, nein man denkt an die Geburt Christi. Wenn es nur um den Kommerziellen Hintergrund geht, nun, dann kann man Weihnachten also so feiern wie man möchte und das mache ich eben. Diese Doppelmoral und falschen "Aber" sind eben auch das was mich zu der Zeit aufregt. 

Da ich also schon seit Jahren ein "Grinch" bin, versuche ich mich jedes Jahr in Weihnachtsstimmung zu bringen um für die anderen etwas "fröhlicher" zu sein. Es ist unglaublich auf wie viel Unverständnis man trifft, wenn man sich von Weihnachten distanziert, egal in welchen Bereich des Lebens, man wird irgendwie schon dazu gezwungen den Weihnachtszirkus mitzumachen, dagegen anzukämpfen ist echt schwer und eigentlich unmöglich. Wodurch ich in der Zeit annähernd erahnen kann, wie es Menschen mit anderen Glauben ergehen muss, also in christlichen Ländern! Das stell ich mir ja noch schlimmer vor! 

Also versuche ich, wie jedes Jahr, mich selbst in Weihnachtsstimmung zu versetzen und muss sagen, dass es dieses Jahr noch weniger geklappt hat, als die Jahre zuvor. Ich habe fast eine Woche lange jeden Tag Plätzchen für meine Lieben gebacken, was ich wirklich sehr gerne tat, aber irgendwie war es zum Ende hin doch schlauchend und stressig, so dass die Weihnachtsfreuede nun wieder verschwunden ist ... der Heuchelei-Pegel steigt auch von Tag zu Tag ... Zu dem kommt noch, dass sich das Jahr dem Ende neigt und man denkt über die Dinge nach, die man sich für das Jahr vorgenommen hatte, was man alles geschafft hat - was nicht ... und was man evtl. noch schaffen könnte ... und zu guter letzt steht der Dezember für mich nicht nur für Winterdepressionen, Weihnachten, Jahresrückblick an ... nein, ich habe noch das "Glück" zum Jahresende ein Jahr älter zu werden. Juhu ... Alles zusammen denke ich, dass es dieses Jahr für mich zu viel ist. Ich mochte schon nach meinen 19. meine Geburtstage nicht mehr, aber jetzt das neue Lebensjahr was ansteht ... puuuuh ... Ich weiß, das geht vorbei, die kommende Geburtstage werden wieder schöner ...jaja ... Eine Lüge die man sich allgemein gerne erzählt, für mich noch nie ein Trost gewesen! ;-) Aber gut ... 
Ich denke, dass ist Erklärung genug dafür, dass mir die Lust fehlte fotografisch kreativ aktiv zu werden ... hinzukommende dann der private Alltag und Wahnsinn ;-)


In den weniger depressiven Tagen war ich aber etwas kreativ und die Ergebnisse möchte ich euch nun auch zeigen ;-) Ihr habt sicherlich schon mal bemerkt, dass ich gerne Stockfotos (Fotos, die andere aufgenommen haben und kostenlos zur Bearbeitung zur Verfügung stellen) wählen von Frauen mit besonderen "Kopfschmuck". Manche Kopfschmücke sind richtig schön und meist das besondere an den Aufnahmen. Da man bei Stockfotos immer eingeschränkt ist, was die eigenen Ideen angeht, dachte ich, dass ich mal selbst solche Fotos mache könnte. Ich dachte, dass es sinnvoll wäre erstmal selbst solche Kopfschmücke zu entwerfen bevor man sich auf geeignete Modelsuche begeht, also kramte ich all meine Bastelsachen zusammen und ging Kustblumen shoppen! :-D
Zusammen kam dann das ... wobei man auf den Foto nicht alles sieht!

Inzwischen habe ich alle meine Utensilien in einen "Werkzeugkoffer" untergebracht, so dass ich alles zusammen habe, aber das ganze Zeug nicht mehr auf meinem Schreibtisch liegt. 



Ich weiß, einige werden sich an dieser Stelle nun denken ... "ach das ist doch gleiche was X und Y auch machen, das ist abgeguckt" ... blah blah blah. Ja, das ist abgeguckt, abgeguckt bei Kulturen, die Kopfschmuck tragen. Ich weiß, dass viele deutsche Fotografinnen Kopfschmuck erstellen und in ihren Shootings verwenden. Diese Idee die sie da haben ist nicht neu und ich habe sie gewiss nicht von diesen deutschen "namenhaften" Fotografinnen, auch von keinen anderen. 

Kopfschmuck zu tragen ist bei mir tatsächlich etwas, was in einem Teil meiner Kultur normal ist und ich denke, dass es bei mir absolut normal ist, dass ich mich dazu hingezogen fühle. Allgemein denke, ich dass vieles was man mag vielleicht doch ein stück weit genetisch ist ... ich mag auf jeden Fall sehr viel was "Indigen". Daher wollte ich persönlich sehr natürliche Kopfschmücke gestalten. Wo mir meine selbst gesammelten Federn helfen würden. Da ich noch auf die Lieferung einiger Utensilien warten musste, wie Haarreifen (unglaublich, dass man im normalen Einzelhandel vor Ort kaum vernünftigen Haarreifen zu kaufen bekommt!) es aber schon bei mir kribbelte entschied ich mich für den Anfang für eine Krone! Passend zur kommender Jahreszeit - den Winter - sollte es frostig werden... eine Krone für eine Winterkönigin? Irgendwas in die Richtung, ein klares Bild hatte ich nicht vor Augen, aber ich wollte anfangen!

Aber wie macht man so einen Kopfschmuck? Ich wusste es auch nicht, also hatte ich mir einige Videos angeschaut die mehr oder weniger zeigten, wie alles geklebt wurde auch meine gekaufte Maske wurde einfach nur geklebt ... Wie bei der Ölmalerei muss man ganz einfach hinten anfangen und sich Schicht für Schicht nach vorne arbeiten ...




Der Kern meiner Krone besteht aus Verpackungspapier das bei mir herumlag und sich aufgrund den geringen Gewichts und Flexibilität einfach anbot. Ich habe es mit einen silberfarbenen Satinstoff, der je nach Lichteinfall etwas lila schimmert, umwickelt und damit meine Basis für meinen Kopfschmuck geschaffen. Die nächste Schicht waren schon die Federn. Ich suchte hier für besonders kleine und helle Federn aus, aber ich wählte bewusst nicht rein weiße Federn um dem ganzen mehr Kontrast und Struktur zu geben. Um die Krone kam ein Streifen Spitze. 
Anders als bei den meisten Kopfschmuck den man auf Fotos bzw. Tutorial-Videos sieht, wollte ich einen Kopfschmuck basteln, der nicht nur auf einem Foto gut aussieht sondern von allen Seiten schön aussieht, weswegen ich wirklich die ganze Krone mit Spitze umwickelt habe!



Als nächstes folgten die kleinen Sterne, die ich extra gekauft hatte und ausschlaggebend für das Thema meines Kopfschmucks waren, da ich sie zu erst hatte, ehe ich die Basis-Krone gebastelt hatte. Auch hier entschied ich mich für die zwei Farben, da eine Farbe alleine sehr wenig Kontrast gibt, was aber auch am Material liegt. Hinzu kamen an einigen Stellen kleine "Weihnachtskugeln" in drei Farben. 

Ach, übrigens, der Styroporkopf trägt deshalb eine Perücke, weil der Kopf einen zu geringen Umfang hat und die Krone sonst herunter rutschen würde. Wenn ich klebe lege ich auf die Perücke Backpapier damit der Kleber nicht auf die Haare fällt ;-)




Der nächste Vorgang dauerte drei Tage und war der schwierigste. Da ich keine silberfarbene Kunstblüten gefunden hatte musste ich den künstlichen Weihnachtsstern besprühen. Auch die Silbersprühfarbe hatte ich schon seit einer Ewigkeit und kam dadurch nun mal wieder zum Einsatz!
Das Problem dabei war die mangelnde Sprüherfahrung und die Ungeduld ... ich hätte die vorher zureckt geschnittene Kunstblüten mehrmals besprühen müssen und immer wieder trocknen lassen, aber ich machte beide Seiten an einen Tag nur mit einem Sprühvorgang. Also schimmerte nach dem Trocknen die Original Farbe durch ... Die Ungeduld sorgte dafür, dass ich am nächsten Tag, als alles trocknen war ich gleich die Blüten klebte, ich wollte unbedingt weiter machen ... nach dem ich aber fertig war, stellte ich fest, dass die Farbe zu stark durchschimmerte, also musste ich die Blätter mit einem Pinsel und der Sprühfarbe anmalen ... 

(Vor dem Pinselanstrich!)

Im Prinzip war meine Krone dann auch schon fertig, aber ihr fehlte noch etwas "bling bling" ... also zog ich wieder los auf der Suche nach Kristallen. So dass ich auf den kleinen Sternen jeweils kleine "Kristalle" klebte. Um den hinteren Teil klebte ich eine silberfarbene Paillettenkette, damit es auch hinten etwas "bling bling" macht ;-) 




Nun ist meine Krone fertig, aber so wirklich kam sie noch nicht zum Einsatz ... Als es einige Tage später wieder richtig kalt wurde, realisierte ich, wie schwer es werden würde ein passenden Model für meinen Shooting zu finden ... Welches Mädel, welche Frau würde sich tatsächlich in einem Kleidchen (dass sie selbst besitzen müsste und zu der Krone passenden müsste) im Winter bei Schnee im Wald vor meiner Kamera stehen und sich den Popo abfrieren? 
...
Japp, genau, das wird schwer ... vor allem so ganz ohne Schnee!
Also ist dieses Projekt aktuell etwas auf Eis gelegt ...
Aber ich habe dennoch schon mal die Krone getestet ... die Ergebnisse zeige ich euch aber zur gegebener Zeit ;-) 



Nach meiner Bastelei folgten ein paar Tage pause, bis mir die Idee zu diesem "Composing" Bild einfiel. Es besteht auf vier Fotos und einigen digitalen Pinselstrichen ;-)
Von den Farben und der Idee vielleicht etwas kitschig ... aber irgendwie doch ein schöner Gedanke vollkommen frei und allein im Universum zu schwimmen, hm? 




Einige Tage später eine weitere Bildbearbeitung eines Stockfotos.






Ende November kam mir dann in den Sinn schon mal einen Kalender für das nächste Jahr zu bestellen, natürlich mit eigenen Fotos. Da ich auch in diesem Jahr nur einen Kalender für mich machen wollte, entschied ich bei der Wahl der Motive Fotos für bestimme Ereignisse im Jahr 2016 zu wählen auf die ich mich schon freue. Zum Beispiel das jährliche Windhundrennen, der Arolser Viehmarkt, die Photokina, die Urlaubszeit, Streckenbahnfest usw. 
Einzig für das Titelbild hatte ich keine Idee ... und so entschied ich mich das zuletzte bearbeitete Foto zu wählen um die Druckqualität zu beurteilen.

Mich hat sie so sehr umgehauen, so dass ich beschlossen habe für nächstes Jahr vielleicht eine Art "Fantasy"-Kalender zu entwerfen ... Nicht ganz so kitschig, aber Fantasy ... mal schauen was daraus wird! 


(Achtung alles Handyfotoaufnahmen!)








Nun Anfang Dezember kam wieder die Idee mit der Leinwand ...
Nein, ich habe noch immer keine XXL Leinwand, weil es für mich wirklich schwierig ist. Ich werde nicht so richtig mit einen Motiv warm und denke, dass ich es bereuen würde, wenn ich mich jetzt schon auf ein Motiv festlegen würde ... All das was ich bisher fotografiert habe begeistert mich noch nicht so. Ich möchte ein Foto wählen, dass mich selbst jeden Tag aufs neue umhaut und ich selbst immer denke WOW! Aber ich muss auch einen Bezug dazu haben ... es muss mir wichtig sein, eine Bedeutung haben ... und so landete ich nun bei meinen Analogaufnahmen.

Ich landete bei den Fotos, die ich im Jahr 2000 mit meiner kleinen Kodak Kamera gemacht hatte. Fotos von der Aztekenstadt Teotihuacán in México. Für mich ist diese "Ruine" hauptsächlich Kultur. Aber dieser Urlaub und diese Stadt bedeuten für mich noch viel mehr. 

Man sagt, dass das Berührend der Mitte der Pyramiden einen "besondere Kraft" geben würde ... und ich habe damals meinen Finger auf beiden Spitzen der Pyramiden gemacht ... und ja, ich denke mit den Jahren schon, dass es was bewirkt hat, dass mich dieser Tag tatsächlich verändert hat - in Bezug auf meine eigene Herkuft. Denn nach der Reise begann ich selbst meine mexikanischen Wurzeln anzuerkennen und wieder stolz darauf sein, was ich vorher nicht war... klar, das hört sich ein wenig wie Aberglaube an, aber hey, der Besuch der Pyramiden war damals so ziemlich das erste was wir bei unserem Urlaub gemacht hatten ...also wer weiß ... 

Nachdem ich die Pyramiden bestiegen hatte habe ich selbst viel mehr über sie erfahren, als ich damals wusste, weswegen die Aufnahmen - als Erinnerung - für mich mehr an Bedeutung gewonnen haben ... Es ist für mich so unwirklich, dass ich das tatsächlich gesehen habe, dass ich tatsächlich all diese Stufen bestiegen habe und dort oben stand ...
Da in den nächsten X Jahren es unwahrscheinlich ist oder generell unwahrscheinlich sein wird, dass ich diesen Platz jemals wieder besuchen kann war es klar, dass das Foto DAS Foto ist.

Problem dabei ich habe nur ein kleines Foto, einen analogen Film und eine digitale Kopie (damals vom Labor auf CD) ... Jegliche Recherche einen analog Abzug auf Leinwand zu ziehen scheiterten. Ich musste mit digitalen Kopie arbeiten.

So vergrößerte ich das Foto auf 500dpi und einer Auflösung von 7449*4189 damit es für den Großdruck optimal ist. Ausgangsformat war 1536*864 und 216dpi.
Vor der Bestellung wurde das Foto optisch nochmal aufpoliert. Unten seht ihr zwei Varianten, ich entschied mich aber dann doch für eine dritte Variante ;-) 




Da es sich dabei um eine analoge Aufnahme handelt und rein von der Berechnung (welchen Mindestabstand man zu den Bild auf der Wand braucht um es schön betrachten zu können) echt kritisch ist, habe ich das Foto allerdings weder auf Leinwand noch Alu-Dibond bestellt, sondern erstmal ganz klassisch auf Poster. Je nach Druckqualität kommt vielleicht später Alu-Dibond in Frage oder ich versuche mich dabei einen Poster "aufzuziehen" .... Mal schauen ...


(Live: gerade wurde das Poster geliefert, mal schauen ... Spannung ...)
Hier ist es nun ... in der Größe 140*70 cm und es sieht spitze aus! 
Sicher ist es nicht vergleichbar mit einem Foto, dass ich mit der K3-II ; K5 oder gar *ist DL gemacht habe, aber für das analoge Ausgangsbild ist es hammer! Erst bei näherem herantreten wird es pixelig ... Aber das wird es auch bei anderen Fotos in Großformaten. Diesen Test hatte ich ja mal im IKEA bei den großen Leinwandbilder gemacht, wodurch übrigens der Wunsch aufkam ein richtig großes Bild in den eigenen vier Wänden aufzuhängen ... aber derartig große Druckformate werden kaum von Laboren angeboten. Ich selbst hätte dieses Foto gerne auf 180*90cm drucken gelassen, aber die Gegebenheit geben "nur" 140*70cm her ...

(Handyaufnahme)






Nun gut, zum Abschluss noch eine Aufnahme, die ich die Tage "aufpoliert" habe. Sie stammt aus der Jahr 2008 und wurde noch mit der Pentax *ist DL aufgenommen. Es zeigt die Orangerie in Kassel.

Farblich sicherlich ungewohnt ... auch nicht ganz so meins. Wieder mal ein kleiner Test worauf meine "Fans" so abfahren ;-) 







Tja, da ich nun von meinen Poster so begeistert bin, kann ich mich nicht mehr aufs Schreiben konzentrieren. Ich muss nun erstmal recherchieren, was ich damit nun anstellen kann. Aufziehen/kleben ... oder neu bestellen. 

Daher verabschiede ich mich jetzt wieder bei euch ...
Denke, dass ich vor den "Feiertagen" euch noch einen Gruß zukommen lassen werde - daher wünsche ich euch jetzt nur einen schönen Tag und weiterhin eine gute Woche!


Eure Stephanie