Samstag, 10. Oktober 2015

Pilzsuche




Am 03.10.2015 war ich mal wieder im Wald unterwegs. Nein, nicht in "meinem Revier" sondern in einem Waldstück, dass ich bisher nur ein Mal vor zwei Jahren im Winter aufgesucht hatte. Ich hatte dieses Waldstück für die Pilzsuche ausgewählt, weil ich dachte, dass wir dort fündig werden würden. Zusätzlich wollte ich schon so lange dieses Waldstück meinem Begleiter zeigen.

Auf dem Weg dort hin begegneten wir diesem hübschen Hund, den ich natürlich fotografieren musste! Er bewachte die Scheune während seine Besitzer das Dach reparierten... seine Aufmerksamkeit zu erwecken war ganz einfach, aber hielt nicht lange an, da das was auf dem Feld umherwuselte doch aufregender war ...





Ehe wir das Waldstück meiner Wahl erreicht hatten, entdecken wir schon einige Pilze am Rand bzw. oberhalb des Weges. Aber ich wollte unbedingt zu dem Waldstück gehen, dass ich damals entdeckt hatte ... Irgendwie hatte ich es so in Erinnerung, dass man auf der einen Seite des Weges Laub- und auf der anderen Seite Nadelbäume hatte. Leider war diese Erinnerung falsch. Aber auch nach über zwei Jahren habe ich den Weg zu "dieser einen" Stelle wieder gefunden.

Da es sich aber um einen Nadelwald handelte und ich erst kürzlich gelesen hatte, dass man viel einfacher Pilze im Laubwald findet, entschieden wir uns mehr oder weniger den ganzen Weg zurück zu laufen. So waren wir schon etliche Stunden unterwegs ohne einen Pilz bestimmt zu haben ...



Kupferfarbene Buntgrabläufer oder Kupferige Schulterläufer (Poecilus cupreus) lief uns zufällig über den Weg. Er war für seine Größe doch sehr schnell unterwegs, trotz seiner Beute, so dass ich ihn nicht so einfach scharf fotografieren konnte. Aber da mir so ein Käfer noch nicht über den Weg laufen ist und er doch eine schöne Färbung hat, wollte ich ich ihn dennoch fotografieren und euch zeigen :-)



Dieses Waldstück fand ich sehr schön ... Aber auch recht umheimlich. Man konnte deutlich die Spuren des letzten großen Sturms sehen. Die Bäume standen so dicht zusammen, dass man nicht weit in den Wald schauen konnte ... aber dieser schön bewachsene Weg lud zum weiter laufen ein.
Aber es sollte nicht an diesem Tag sein.

Aufgrund einigen allergischen Reaktionen meinerseits hatte ich meine Kleidungsstücke nicht mit dem Anti-Zeckenspray besprüht und wollte daher auch nicht weiter dort lang laufen. Aber ich hoffe, dass ich dieses Weg irgendwann erkunde. 

Apropos Zecke... tatsächlich hatte sich eine auf meiner Schulter niedergelassen... Ich war durch eine höher bewachsene Gräser gelaufen. Da es nun Routine geworden ist, sich schon bei den Wanderungen abzusuchen konnte die Zecke, die nur an der Kleidung lief, erfolgreich beseitigt werden. 




Wir wollten nicht nur Pilze zum fotografieren finden, sondern hauptsächlich um welche zum Verzerr mitzunehmen. Dafür waren wir mit einem Pilzbestimmungsbuch unterwegs. Wir haben wirklich viele gefunden, mehr als die, die ich euch hier zeige. Dennoch gingen wir leer aus. Warum?
Die oberste Regel bei Pilzen ist, wenn du dir unsicher bist, dann lass den Pilz stehen.
Und das waren wir ... die Pilze die wir gefunden hatten ließen sich nicht 100% bestimmen.
Sie ähnelten oft giftigen Pilzen oder ungenießbaren Pilzen. Manchmal war kein Foto vom verwechselbaren Pilz im Buch vorhanden und einige konnten wir gar nicht im Buch finden! Sie trafen auf keinen der abgebildeten Pilze zu.

Daher folgen nun einfach so ein paar Pilzfotos ;-)







Ach ... diese Erdkröte lief uns auch über den Weg. Sie war etwas größer als die Laubfrösche, die ich damals im Harz fotografieren konnte, dennoch sehr klein ... Die Kröte wirkte so ängstlich, dass wir sie einfach weiter hüpfen ließen und nicht hoch hoben ...





Nachdem wir wieder im Laubwald Bereich angekommen waren, wollten wir diesen Weg weiter gehen ... 



^ (Handyaufnahme)


Was wir wenige Meter weiter finden würden, hätte ich mir niemals vorstellen können ...
Wie ihr wisst, habe ich schon etliches von Jäger auffinden können. Das allerdings übertraf alles!




- Wildtierkamera am Baum 
- Wasserloch zum rumsuhlen
- Lockstoffe am Baum
- Futter/Lockstoffe an den speziellen Baumstämmen
- DIY Kirrungskegel
- Maiskanister für Vögel???
- Lebenfalle
- Hochsitz


Hier will es einer wirklich wissen!
Da der Weg nicht weiter ging, bzw die Gräser hochwachsen gelassen wurden gingen wir nicht weiter. Zudem wussten wir nicht, ob noch wo anders eine Kamera aufgebaut wurde.



Meine Begleitung hat bei der Kamera für ein Schwarzbild gesorgt, in der Zeit habe ich weiter Detailfotos gemacht. Eine Empfehlung vom Wildtierschutz mit den ich ja schon vor Monaten in Kontakt getreten war, wegen ähnlichen Fundstücken.

Wir hatten diesen Fundort tatsächlich polizeilich gemeldet da nach unserem Wissenstand tatsächlich ein Gesetz dabei gebrochen wurde. Das Datenschutzgesetzt. Eigentlich wollten wir eine Anzeige erstatten, aber irgendwie rückwirkend betrachtet, wurde das ganze nur als eine Meldung behandelt, der man eh keine weitere Beachtung schenken wird. Dieses "äußerte schwere Delikt" (als solches wurde es betitelt) wurde ungenügend aufgenommen. GPS Daten interessierten nicht, stattdessen eine ungenaue Beschreibung im Wald ... Fotos wurden nicht gesichtet. Ein Protokoll - Unterschrift ... meines Wissens gehört das zu einer Anzeige dazu, wurden nicht geschrieben ...
Die Vermutung liegt nahe, dass der Beamte persönlich "befangen" war. Die Vermutung geht daher, da hinter seinem Schreibtisch ein Geweih die Wand schmückte und ein "Weidmanns Heil Poster" aufgehangen wurde. Weitere Details erspare ich mir zu äußern.


Statt dessen möchte ich auf einen Artikel von http://www.hund-jagd.de/ verweisen.
Die Recherche nach Gerichtsurteilen, Klagen, weiteren Gesetzen über lasse ich ebenfalls euch selbst.
Denn nur wer selbst recherchiert weiß am Ende was richtig oder falsch ist ;-)



Landesbetrieb Hessen-Forst: 

"Auf Grund verschiedener Anlässe hat sich der Hessische Datenschutz mit dem Thema „Wildbeobachtungskameras“ auseinander gesetzt und ist zu folgender rechtlicher Würdigung gekommen: Nach § 6b Abs. 1 Ziffer 3 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ist die Videobeobachtung öffentlich zugänglicher Räume mit optisch-elektronischen Einrichtungen zulässig zur Wahrnehmung berechtigter Interessen für konkret festgelegte Zwecke, soweit sie erforderlich ist und keine Anhaltspunkte bestehen, dass schutzwürdige Interessen der Betroffenen überwiegen.

 Bei einer Wildbeobachtungskamera im Wald handelt es sich eindeutig um Videobeobachtung im öffentlich zugänglichen Raum. Hinsichtlich des Zwecks der Videoüberwachung ist zu prüfen, inwieweit im Einzelfall ein berechtigtes Interesse für konkret festgelegte Zwecke vorliegt. Dem entsprechend hat der Überwachende (Jagdausübungsberechtigte) nachzuweisen, welche berechtigten Interessen eine Überwachung erfordern. Dem sind dann die "schutzwürdigen Interessen" der Betroffenen (z.B. Waldbesucher) gegenüber zu stellen.

In dem im Tätigkeitsbericht des hessischen Datenschutzbeauftragten geschilderten Fall konnte die Erforderlichkeit der Videoüberwachung, zum Zwecke der Dokumentation wie viele und welche Tiere eine Kirrung aufsuchen, nicht ausreichend begründet werden, da es hierfür "mildere" Mittel als die der Videoüberwachung gäbe. Selbst wenn dem Jagdpächter ein berechtigtes Interesse und die Erforderlichkeit zugestanden worden wäre, hätte dies gegen das schutzwürdige Interesse der Betroffenen abgewogen werden müssen.

Das verfassungsmäßige Recht auf informationelle Selbstbestimmung verbürgt das Recht des Einzelnen, sich insbesondere in der Öffentlichkeit frei und ungezwungen bewegen zu dürfen ohne befürchten zu müssen, ungewollt zum Gegenstand einer Bildüberwachung gemacht zu werden.
Gerade der Wald, eines der letzten Rückzugsgebiete für Erholungssuchende, sollte für Besucher nicht das Risiko bergen, in das Blickfeld einer Überwachungskamera zu gelangen.

Die Interessenabwägung kann daher in solchen Fällen immer nur zu Gunsten der Betroffenen (Waldbesucher) ausfallen.

Lediglich durch § 14 Hessisches Gesetz über Sicherheit und Ordnung wird den Polizeibehörden bzw. Gefahrenabwehrbehörden erlaubt, in einem genau definierten Rahmen die Videoüberwachung des öffentlichen Raums vorzunehmen. 




Der Betrieb von Wildbeobachtungskameras ist in Jägerkreisen mittlerweile sehr verbreitet. Sofern diese auf den Verwaltungsjagdflächen des Landes Hessen eingesetzt werden, geschieht dies i.d.R auf private Initiative von Jagdausübungsberechtigten bzw. Jagderlaubnisscheininhabern. Offiziell werden im Landesbetrieb Hessen-Forst Wildbeobachtungskameras ausschließlich zu wissenschaftlichen Zwecken im Rahmen des „Luchsmonitorings“ sowie ggf. zur Überwachung von Wildbrücken an Autobahnen eingesetzt. Im Nationalpark „Kellerwald-Edersee“ sind Wildbeobachtungskameras ein fester Bestandteil des „allgemeinen Wildtiermonitorings“. Des Weiteren dienen sie dort dem Schutz wissenschaftlicher Einrichtungen vor Vandalismus und Diebstahl.





Alles andere, ob die Kirrungsmenge eingehalten wurde...  ob die Falle so zulässig sei ... alles andere wären Dinge gewesen, die man weiter überprüfen müsste von jenen, die das Jagdgesetzt tatsächlich kennen. Da es im Jagdgesetzt auch kleine "Hintertüren" gibt waren wir unsicher gewesen was davon alles tatsächlich unzulässig war.

Ich gehe nicht desto trotz davon aus, dass die Futtermenge mehr als 1 Liter ist ... das die Äpfel eigentlich auch verdeckt sein hätten müssen ... Aber gut, das sind dann tatsächlich Kleinigkeiten, auf die ich mich nicht versteifen wollte.
Es gab ein Gesetz, das tatsächlich eindeutiger missachtet wurde.
Naja ... lassen wir das Thema. Diese Erfahrung, dieser Tag zeigte das, was ich bereits wusste. Es ist sinnlos gegen Lobbys vorzugehen.








Nach diesem Fund war eigentlich unsere Wanderung am absoluten Tiefpunkt angelangt. Jedenfalls bei mir. Wir hatten keine Pilze mitnehmen können ... und dann diese Stelle so zu finden ...

Aber wir wollten dennoch nicht aufgeben ... Ein Waldstück kam uns wieder in Erinnerung, das wirklich vielversprechend sein musste!

Tatsächlich haben wir in der Stunde wo wir in dem Waldstück waren mehr Pilze gefunden als vorher, aber besser bestimmen konnten wir diese auch nicht.




 Mistkäfer (Geotrupidae)


Fotografiert wurden die Pilze übrigens bei einer sehr hohen ISO. Zum Abend hin sogar bei ISO 6400.
Da ich keinen integrierten Blitz in der Kamera habe muss ich auf die hohe ISO zurückweichen.
Mich stört es nicht auch wenn es hier und da doch sehr rauschig ist.
Man muss halt früh in den Wald um gutes Licht zu haben - ist man später unterwegs muss man halt Rauschen in Kauf nehmen, das habe ich. 









Ach ... dieses kleine Kerlchen (Maulwurf) haben wir leider am Straßenrand aufgefunden ...
Echt schade so das erste Mal einen Maulwurf zu sehen :-(









Morgen - sofern das Wetter schön wird wollen wir wieder auf Pilzsuche gehen. In dem Waldstück wo wir letzte Woche schon so viele Pilze gefunden hatten. Da diese "besondere Stelle" im Wald weiter weg ist, werden wir nicht überprüfen, ob die Kamera und Co. noch hängt ... wäre sicherlich eine Sache, die wahnsinnig interessant wäre herauszufinden, hm? Aber ehrlich gesagt, ich will es gar nicht wissen.

Vielleicht hat der offizielle Weg keinen Sinn, aber ich kann euch - meinen Lesern - wovon ich glaube doch ein paar zu haben - immerhin darüber berichten. Und immer wieder daran appellieren euch selbst zu informieren, ganz gleich welches Thema es ist.


So nun wünsch euch weiterhin ein schönes Wochenende, bis zum nächsten Mal!





Montag, 5. Oktober 2015

Externsteine Teil II

Heute zeige ich euch die letzten Fotos von meinen Ausflug zu den Externsteinen, am 26.08.2015.

Siehe auch >>>Externsteine Teil I<<<

Es folgen wieder wissenswerte Informationen aus >Wikipedia< :-)






Eine moderne Auswertung der archäologischen Funde, insbesondere der Keramik und der Metallgüter, erbrachte eine Datierung der Fundobjekte vom späten 10. bis ins 19. Jahrhundert. Die daraus abgeleitete mindestens zeitweilige Anwesenheit von Menschen an der Felsengruppe passt zu einer Abdinghofer Urkunde, nach der die Externsteine 1093 von dem Paderborner Kloster gekauft worden sein sollen.

Die Mönche umliegender Klöster, vielleicht auch aus Paderborn, waren höchstwahrscheinlich die Urheber architektonischer und gestalterischer Arbeiten an den Externsteinen und in ihrem Umfeld. Die nicht kunsthistorisch datierbaren Gebilde, wie z. B. des Felsengrabes (Arkosol) und der oberen Kapelle (Felsen 2), die in der kunsthistorischen Forschung oft, in Anlehnung an die Abdinghofer Besitzansprüche, als Nachbauten der Grabheiligtümer von Jerusalem interpretiert werden, sind vielleicht ebenfalls mittelalterlich und von Mönchen beauftragt. Die Höhlen in den Sandsteinfelsen wurden als Eremitage genutzt.






In der Hauptgrotte, manchmal auch untere Kapelle genannt, findet sich eine Weihinschrift mit der Jahreszahl 1115. Auch ihre Echtheit ist nicht unbestritten geblieben. Das bekannte in den Grottenstein gemeißelte Kreuzabnahmerelief wird jedoch von der kunsthistorischen Forschung, nach der fälligen Neubewertung in den 1950er Jahren, an der sich Otto Schmitt, Fritz Saxl und Otto Gaul beteiligten, in die Zeit zwischen 1130 und 1160 datiert. Wobei auch abweichende Datierungen existieren, so zum Beispiel in die karolingische Zeit, in der laut Walther Matthes in den Jahren 815 bis 822 die Externsteine der unbekannte Ort des Klosters Hethis, der Vorläufergründung von Corvey, gewesen sein soll.

Dass das Relief erst im 16. Jahrhundert von Lucas Cranach d. Ä. geschaffen worden sei, ist angesichts der Arbeitsweise und des Stils unwahrscheinlich. Es gilt als die älteste aus massivem Fels gehauene Steinmetzplastik nördlich der Alpen. Für die oft behauptete hochmittelalterliche Nutzung der Felsen als Wallfahrtsort fehlen sowohl mittelalterliche Quellenbelege als auch eindeutige Indizien in den Fundmaterialien.



Im 17. Jahrhundert wurde unterhalb der Externsteine vom Lippischen Landesherrn Graf Hermann Adolf zu Lippe-Detmold, der nach der Reformation Besitzer des Platzes wurde, ein festungsartiges Jagdschloss angelegt, das wohl auch der Kontrolle des Fernstraßenverkehrs diente, sonst jedoch nach kurzer Zeit fast ungenutzt blieb und verfiel. Es wurde auf Anweisung der lippischen Fürstin Pauline um 1810 wieder abgerissen, und das Gelände um die Externsteine wurde wieder in den Ursprungszustand versetzt.

1836 wurde aus romantisch-landschaftsästhetischen Gründen der unterhalb der Felsengruppe fließende Bach Wiembecke zum Wiembecketeich aufgestaut. Dieser künstliche Teich wurde später zur Zeit des Nationalsozialismus für Grabungszwecke und im Rahmen der Gestaltung des Areals abgelassen, nach 1945 aber wieder neu angelegt.


Im Jahr 1813 wurde der durch die Felsen verlaufende alte Fernweg - der heutige Wanderweg - zur Straße befestigt und ausgebaut. Im Rahmen der Verkehrssicherung wurde auch der Wackelstein, der alten Geschichten zufolge auf Feinde des Ortes herunterstürzen sollte, mit Eisenhaken befestigt.

Von 1912 bis 1935 verkehrte auf der Fernstraße eine Überlandstraßenbahn der PESAG von Paderborn über Horn nach Detmold, die bei den Felsen eine Haltestelle hatte. Bei Einführung der Fernstraßennummerierung 1932 wurde die Straße Teil der Fernverkehrsstraße Nr. 1 (Aachen-Königsberg); sie wurde 1934 in Reichsstraße 1 umbenannt und 1936 nach Südosten verlegt (seit 1949 Bundesstraße 1).



^ Hier könnt ihr den "Wackelstein" gut sehen


Das große Interesse der Nationalsozialisten an nachweisbaren germanischen Kultstätten erklärt sich aus der Entwicklung der sogenannten Völkischen Bewegung. Kernthese dieser sonst uneinheitlichen Bewegung war die Annahme einer germanischen bzw. nordischen Hochkultur vor den antiken Hochkulturen des Mittelmeerraums, der sog. Germanenmythos. Belege dafür glaubten völkische Laienforscher in Steinsetzungen der Megalithkultur sowie in der Kunst der Völkerwanderungszeit und der Wikinger gefunden zu haben. So auch Wilhelm Teudt, der Mitte der 1920er-Jahre in den Externsteinen den Standort des vermeintlichen sächsischen Hauptheiligtums Irminsul entdeckt zu haben glaubte. Die Irminsul galt in völkischen und gilt in neuheidnischen Kreisen als Symbol des letzten Widerstandes der alten germanischen Religion, bevor sie von Karl dem Großen im Zuge der Christianisierung zerstört worden sei.




Teudt, Mitglied zahlreicher völkischer Organisationen und dann ab 1. Mai 1933 Mitglied der NSDAP, schlug den Nationalsozialisten nach ihrer Machtergreifung vor, die Externsteine in einen „Heiligen Hain“ zur Erinnerung an die Ahnen umzugestalten. Himmler mit seiner Vorliebe für alles vermeintlich Germanische griff die Idee auf und gründete 1933 die Externstein-Stiftung; er selbst war ihr Vorsitzender.

1934 und 1935 wurden unter Leitung des Münsteraner Geologen und aktiven NSDAP-Mitglieds Julius Andree mit Hilfe des Reichsarbeitsdienstes umfangreiche archäologische Ausgrabungen durchgeführt, deren Dokumentation seit 1945 aber nur noch unvollständig ist. Erklärtes Ziel der Grabungen war das Auffinden von Belegen für eine vorchristliche germanische Kultstätte an den Steinen. Diese Grabungen werden von der heutigen wissenschaftlichen Archäologie in der Regel als „initiierte archäologische Zweckforschung“ angesehen. Ein Teil der Keramik- und Metallfunde der beiden Grabungen wird heute im Lippischen Landesmuseum Detmold aufbewahrt.

Mit dem Straßenneubau von 1936 wurde die Reichsstraße 1 (die spätere Bundesstraße 1) in Richtung Südosten verlegt.

1940 wurde die ehemalige Reichsstraße für den öffentlichen Kraftfahrzeug-Verkehr gesperrt und das Gebiet zum Erholungsgebiet erklärt.

Bis 1941 verkehrten an sommerlichen Sonn- und Feiertagen noch Straßenbahnen im Pendelverkehr auf einer Stichstrecke nach Horn-Externsteine




1953 wurde der Externstein-Abschnitt der Straßenbahn-Strecke, die zuvor nur noch unregelmäßig und zu touristischen Zwecken befahren wurde, aufgegeben.[35] Bis heute sind an den Felsen Einbuchtungen und Metallreste der Anlagen zu sehen.

Seit Ende der 1990er Jahre gibt es im Rahmen des Stadtmarketings diverse Überlegungen (von einer sanften Vermarktung über esoterische Großveranstaltungen bis zum Musical-Bau) im Rat der Stadt Horn-Bad Meinberg,den Platz an den Externsteinen zum Event-Ort auszubauen.

Diese Pläne wurden bislang aber nicht umgesetzt und wurden vor allem von Natur- und Denkmalschützern stark kritisiert.

Insbesondere zum 1. Mai und zur Mittsommernacht suchen Privatpersonen die Kultstätte zu Feierlichkeiten auf. Im Jahre 2010 wurde das Zelten und offenes Feuer an den Externsteinen verboten.





Einige der Externsteine können bestiegen werden. Zwischen dem 1. April und dem 3. November ist eine Begehung der Höhenkammer möglich. Abseits der Wege ist das Klettern und das Betreten der Felsköpfe jedoch zum Schutz der seltenen Vegetation grundsätzlich und teilweise deutlich beschildert untersagt.

Die Spitzen der direkt am Teich gelegenen Felsen sind über aufwendig in den Fels geschlagene Treppenaufgänge sowie eine Brücke hoch oben im Fels erreichbar. Von dort bietet sich in nordöstlicher Richtung eine gute Aussicht, die bei geeignetem Wetter bis zum entfernten Köterberg reicht. In andere Himmelsrichtungen ist der Ausblick wegen ausgedehnter und höhergelegener Waldgebiete weitgehend versperrt. Tagsüber muss für den Aufgang zu beiden Felsen ein Eintrittsgeld bezahlt werden; außerhalb der Öffnungszeiten ist einer dieser Felsen jedoch kostenfrei und vollständig zugänglich.

Wanderer erreichen die Externsteine von Norden her kommend über den Hermannsweg und von Süden her kommend über den Eggeweg, der Teil des Europäischen Fernwanderwegs E1 ist.








Von verschiedenen, im weitesten Sinne esoterischen Gruppen werden die Externsteine als „Kraftort“ mit außergewöhnlichen geomantischen und spirituellen Eigenschaften angesehen. In diese Theorien wird häufig auch der Bereich um die Externsteine mit einbezogen, beispielsweise der Bärenstein mit dem dortigen Steinbruch und der sogenannten Feenwiese.

Speziell in der neuheidnischen Szene werden die Daten der ersten kultischen Nutzung als zu spät angezweifelt, und lediglich die Übernahme einer älteren Kultstätte durch die Christen wird in Erwägung gezogen.

Festivalartig finden in jedem Jahr zur Walpurgisnacht und Sommersonnenwende die deutschlandweit größten, informell organisierten Treffen vieler Gruppen und Einzelpersonen aus dem esoterischen Spektrum statt. In kleinerem Rahmen finden Treffen auch an anderen Terminen statt. Seit 2010 sind zur Walpurgisnacht und zur Sommersonnenwende Zelte, Alkohol und Lagerfeuer verboten. Das Alkoholverbot wurde zur Walpurgisnacht allerdings nicht durchgesetzt.





So schön die Externsteine von unten zu sehen sind, die Aussicht von den jeweiligen Plattformen lohnt sich ebenfalls!

Der Aufstieg war insbesondere für mich nicht so einfach. Auch wenn die Stufen größtenteils gut zu besteigen sind und man sich fast überall festhalten kann, hatte ich auch bei den Externsteinen meine Probleme mit der Höhe. Zusätzlich war ich durch unsere Wanderung zu den Velmertot nicht mehr so fit. So war der Aufstieg echt mega anstrengend. Aber ich bin froh, dass ich mich getraut habe die Stufen hoch zu gehen und diese "Horrorbrücke" zu überqueren.

Ihr konntet selbst sehen das die Brücke im freien schwebt ... jetzt erzähle ich euch noch, dass man die Brücke knacksen hört und eine reine Holzbrücke ist - also der Boden! AAAAH! Ja, da kann man ruhig Schiss haben!



Deswegen entstand mein "Selfie" nicht direkt auf der Brücke sondern auf dem Bereich wo ich wirklich noch sicher war! Die Brücke habe ich so schnell ich nur konnte überquert ohne irgendwohin zu schauen außer auf den Schrauben und wackligen Brettern! Horror!




Wir standen ziemlich lange dort oben. Hauptsächlich weil ich die Hoffnung hatte die Plattform auf der anderen Seite mal leer fotografieren zu können... Das war aber nicht möglich, und doch finde ich das untere Foto mit dem Liebespärchen als Beiwerk doch ganz schön :-)







^ Als dieses Foto entstand befand sich ebenfalls jemand auf der Plattform, aber ich hab die Person so gut ich konnte verschwinden lassen ;-)






^ Hier könnt ihr das Gitterfenster erkennen von der ich aus das Pärchen fotografiert hatte.



Die zweite Plattform zu erklimmen war auch noch mal sehr anstrengend da es hierbei auch mehr Stufen zu erklimmen galt. Oben angekommen war mir mulmiger gewesen als auf der anderen Plattform. Hier konnte man den Wind von allen Seiten spüren und alles Überblicken ....

Nach einigen Minuten ignorierte ich meine Höhenangst und versuchte einfach Fotos zu machen ... Die Musik die von unten zu hören war sorgte auch für eine angenehme Atmosphäre. Für einen kurzen Moment waren wir alleine oben und konnten die Aussicht komplett genießen.

Wir schauten in die Wälder hörten keine Menschen mehr, hier und da einen Vogel ... und dann die Klänge!




Ich habe leider kein Video von oben gemacht und kann euch nur diese fast mystische Stimmung nur ein wenig versuchen zu beschreiben ... Aber unten habe ich nicht nur von den Musiker - Jörg Frieden - ein paar Fotos gemacht, sondern für euch auch ganz kurz seine Musik festgehalten. So könnt ihr euch nun auch viel besser vorstellen wie es war ... die Aussicht von oben und diese Klänge, die deutlich lauter zu hören waren als hier in meiner Videoaufnahme! Man konnte es überall hören! Einfach schön!



Der Musiker Jörg Frieden, rundete mit seiner Musik unseren Tag gut ab. Wir verließen die Externsteine mit positiven Eindrücken und fühlten uns beim verlassen des Geländes nicht nur geschafft sondern auch etwas wehmütig diesen Platz zu verlassen. Zu gerne wären wir dort bis zum Abend geblieben ... wir hätten uns den Sonnenuntergang angesehen und der Musik gelauscht ...




Aber es ging für uns weiter ...
zum Hermannsdenkmal! Aber darüber berichte ich euch dann im nächsten Blog-Eintrag!



Donnerstag, 1. Oktober 2015

Windhundrennen 26.09.2015 - Volkmarsen



 Hier im Blog nur eine kleine Auswahl der Fotos die ich beim Windhundrennen am 26.09.2015 in Volkmarsen aufgenommen habe. Die restlichen Fotos von diesem Tag findet ihr >hier< .
Es werden keine weiteren Fotos folgen!

Fotos der vorherigen Jahre findet ihr auf meiner Webseite www.salvas-art.de oder über >diesen< direkt Link.


Informationen über das Coursing findet ihr auf der Seite des Vereins Hassia


Fragen zu Verwendung der Fotos u.ä. werden >hier< beantwortet.
Sollten weitere Fragen sein, einfach anschreiben.




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ACHTUNG - JUBILÄUM - SONDERAKTION!
Da ich nun zum fünften Mal in Folge das jährliche Windhund-Coursing in Volkmarsen fotografisch miterlebt habe und mich in jedem Jahr immer wieder Emails erreichen ob ich auch Fotoabzüge anbieten würde, habe ich mir in diesem Jahr nun etwas einfallen lassen :-)

Über >diesen Shop< ist es nun für eine begrenzte Zeit möglich verschiedene Fotoabzüge zu erwerben. Ebenso sind ausgewählte Aufnahmen auf Leinwand, Alu-Dibond, Forex oder gar als Puzzel erhältlich. Einfach mal reinschauen :-)

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