Montag, 25. September 2017

Beleuchtete Wasserspiele im Bergpark Wilhelmshöhe



Wie meine treuen Leser bereits wissen, bin ich ein großer Fan vom Kassler Bergpark Wilhelmshöhe. Auch wenn es eigentlich eine künstlich angelegte Parkanlage ist, ist der Park ein sehr schönes Fleckchen Natur in Kassel wo es auch als Natur und Tierliebhaber viel zu entdecken gibt ...

Ich bin dort sehr gerne zum fotografieren ... sei es die Anlagen oder die zahlreichen Vögel und andere kleinere Wildtiere, die sich dort immer wieder mal finden lassen ... Doch bei meinem letzten Besuch, des Bergparks ging ich nicht ganz so glücklich und erfreut Heim...

Letztes Jahr hatte ich mir im Sommer die Wasserspiele tagsüber am Steinhöfer Wasserfall angesehen und war über die Menschenmengen schon erstaunt gewesen und auch wenn die Stelle zum fotografieren nicht ganz so optimal an dem Tag war, behielt ich dieses Ereignis positiv in Erinnerung.


Für die, die nicht aus der Region sind, muss ich sagen, dass die beleuchteten Wasserspiele meiner Meinung nach sehr stark "angeworben" werden und als eine große Attraktion dargestellt werden. Was aber auch daran liegt, dass die beleuchteten Wasserspiele auch nur an wenigen Tagen in den Sommermonaten stattfinden. Soweit ich mich erinnere vier oder fünf Mal im Jahr ...

Über Facebook hatte ich ein Veranstaltungstipp bekommen, dass am 05.08.2017 die "Cour de Cassel" auch im Bergpark sein werden. Cour de Cassel ist eine Interessengemeinschaft für historische Darstellungen (17. und 18. Jahrhundert, Barock und Rokoko). Schwerpunkt der Darstellung ist die Regierungszeit Friedrich II. von Hessen-Kassel. 


Ich hatte mir ihre Seite auf Facebook angesehen und war von den stilechten Kostümen sehr angetan und beschloss mir die Wasserspiele auch an den Abend anzuschauen... zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, dachte ich ...

Leider kamen wir zum späten Nachmittag erst in Kassel an, weswegen wir nicht viel von den Aufführungen und Spielerein der "Cour de Cassel" Gemeinschaft sehen konnten.

Da ich nicht ganz wusste, wie es die Gemeinschaft handhabt, wenn sie in ihren Zelten sitzen, traute ich mich auch nicht viele anzusprechen um Fotos zu machen. 
"Larp" Spieler (Live Action Role Playing (LARP) oder Live-Rollenspiel ) sind manchmal sehr empfindlich und mögen es zum Beispiel nicht, wenn man sie dann bei ihrem Spiel rausholt um sie dann zu fotografieren ... also fotografierte ich aus der Ferne und nutze die eine oder andere wenige Gelegenheiten wo andere Besucher um ein Foto baten ...



Aber ein paar Fotos konnte ich doch machen, die ich entsprechend auch bearbeiten wollte.
Dafür musste ich auch erstmal selbst recherchieren, denn ich wusste nicht seit wann es die Lochkamera gibt ... was ein Glück, dass die Lochkamera schon so alt ist, dass es auch zu diesen Stil passt ...

Dadurch gehen zwar viele schöne Details der Kostüme verloren, aber ich finde es einfach schöner, da das ganze so viel authentischer wirkt. Auch habe ich bei den Fotos auf mein normales Wasserzeichen verzichtet ;-) 
















Da die Cour de Cassel in ihrem Cricket Spiel so vertieft waren und ich mich dann doch nicht traute mehr Leute anzusprechen, beschlossen wir schon mal zur Teufelsbrücke zu gehen.

Es war eh ein kleines Stückchen zu laufen und ich wollte mir schon einen Platz sichern ... Hatte ja von letztes Jahr gelernt ... Auf dem Weg dahin gab es auch weitere Motive die ich immer wieder gerne fotografiere ...






Auch wenn diese Stelle (siehe Foto oben) auch zum fotografieren ganz schön ist, da das Wasser von oben runter kommt, blieb es bei der Teufelsbrücke. 


Auch wenn man es auf dem Foto oben nicht sieht, waren zu diesem Zeitpunkt tatsächlich schon die ersten Zuschauer da ... sie standen und saßen alle auf der anderen Seite, aber ich habe sie für das Foto einfach mal verschwinden lassen ;-)

So früh vor Ort hatte ich genug Zeit um die richtige Position für später zu finden ... auch hatte ich kurzzeitig überlegt, auf die anderen Seite zu gehen, aber - ganz ehrlich - die Faulheit meiner Seits hatte sich für den bereits ausgewählten Platz ausgesprochen ...

Tja und dann hieß es warten ... denn für die beleuchteten Wasserspiele musste es erstmal dunkel werden ... Um 19:50 Uhr hatte ich das Bild gemacht ... aber um etwas 21:45 sollten die Wasserspiele erst an der Teufelsbrücke beginnen ...
Ohje was war ich blööööööd. Auch wenn wir mit dem Wetter Glück hatten und unsere im Auto gelassenen Regenschirme nicht brauchten, wäre es furchtbar praktisch gewesen, wenn wir wenigsten unsere Jacken/Pullover mitgenommen hätten ... So durchgefroren war ich das letzte Mal bei Minustemperaturen gewesen ... Brrrrr - denn wenn man sich nicht bewegt ... wisst ihr selbst, ne? 
...

Tja, entsprechend war die Stimmung. 
Und sie wurde nicht besser ...
Die ersten Lichter gingen an... die Vorfreude stieg ... die Menschen wurden mehr ...  
Es wurde dunkler und dunkler und die ersten Taschenlampen leuchten von drüben zu uns auf die Seite ... ins Gesicht .. die ersten Blitzlichter auf der anderen Seite, neben mir ... 
...
Und das schlimmste ... 
Leute, die auf der Brücke stehen blieben ... die aber nach wenigen Minuten aber auch gingen ...
Doch die Menschen am Fuße der Teufelsbrücke blieben ....
...
Und dann kam auf einmal das Wasser runter ...
...
Wie jetzt ... das wars?!
War mein Gedanke ... ich weiß nicht so recht, was ich mir vorgestellt hatte, aber irgendwie hatte ich es mir genauso nicht vorgestellt. Die Beleuchtung blieb genauso wie in der Dämmerung ... 
Alles zusammen wirkte es nicht ganz so spektakulär wie ich es erwartet hätte. 
Denn die Beleuchtung kam einen einfachen Baustrahler nah ...
...
Und dafür hatten wir so lange gewartet?








Ich persönlich war echt extrem enttäuscht gewesen. Und muss ehrlich sagen, dass nicht sonderlich lohnenswert ist sich die beleuchteten Wasserspiele an dieser Stelle anzuschauen.

Nach dem die Massen weg waren und man endlich wieder etwas sehen konnte packten wir auch alles ein und versuchten nach unten zu kommen. Doch das war leider nicht so einfach.
Denn der Park ist Nachts nicht beleuchtet und auch wenn extrem gefährliche Stellen mit kleinen Lichterketten versehen wurden geht man den Weg komplett im dunklen runter ... man kann sich natürlich mit dem eigenen Handylicht weiter helfen ... aber das bringt nichts, wenn man ohnehin nichts sieht, weil andere ihre Taschenlampen und Handylichter nicht auf den Boden leuchten sondern stets auf Augenhöhe halten... 
Und dann noch das Gedrängel ... optimal wenn man über Kabel und Stöcker und Co. (Achtung Natur hahahah) gehen muss ...
Ohne zu übertreiben - es war wirklich schlimm ... hauptsächlich wegen dem rücksichtslosen Verhalten anderer Menschen. So viel Egoismus auf einen Fleck habe ich echt noch nie gesehen ... Ich hab bis wir unten angekommen waren nichts gesehen und hatte da schon Kopfschmerzen bekommen ...

Mir war kalt, ich wurde rumgeschupst (bin ja nur 168cm groß und wohl für viele sehr leicht zu übersehen), mir wurde auf die Füße getreten ...und dem letzten Vollidioten der mir entgegen kam und mir mit seinem Handylicht direkt in die Augen leuchtete hätte ich sein Handy am liebsten aus den Händen geschlagen ... Ohne Witz! Ich war sauer ... und genervt. 

Die "schöne" Fontaine - die letztendliche Hauptattraktion sah ich aus den hinteren Reihen ... undenkbar freie Sicht darauf zu bekommen. Und undenkbar das Handy rauszuholen oder die Kamera hochzuheben um ein Foto zu machen, denn weiter oben ging es was das Gedränge und das Verhalten anging noch recht harmlos zugange ... Weiter unten auf der Höhe der Fontaine hätte einer auf dem Boden Fallen können und die Leute wären über die Person getrampelt ... Wirklich!

Leider war es nur ganz, ganz, ganz schwer aus der Masse rauszukommen ...
... Aber nach einen weiteren Egoisten-Anrempler schaltete ich ebenfalls auf Egoist um und bahnte mir bzw. uns einen Weg raus ... 

Über die Wiese - der schnellste Weg - ging es ... einfach weit weg von der Masse ...
Bis ... huch ... Kabel! Ich stolperte über einen Kabel und fiel auch fast hin, weil auch von hinten gedrängt wurde.... 

Fast schon "Lebensgefährlich" auf der Wiese einfach stehen zu bleiben während die Masse hinter einen dort gehen will, aber ich musste einfach dann doch stehen bleiben und die Massen versuchen zu fotografieren ... Aufgrund der Dunkelheit ist es wirklich kaum zu erkennen wie viele Menschen das tatsächlich waren ... aber einen kleinen Einblick kann man davon bekommen...





Und nachdem ich nun schon einige Großveranstaltungen aufgesucht habe - war diese Erfahrung die bisher schlechteste was Großveranstaltungen angeht. Ich könnte mich über so vieles noch aufregen und erwähnen, aber das ist so finde ich schon genug ... 
Bisher leider auch mein flopp des Jahres ...

Nicht desto trotz - ist der Bergpark schön - seeeeeehr schön. Und die Wasserspiele am Tag kann man sich auch anschauen! Und wenn nicht gerade Documenta ist, kann man sich vielleicht auf die beleuchtete Wasserspiele ansehen - jedoch ist es meiner Meinung nach bei weitem nicht so schön, wie es oft dargestellt wird ...

Die beleuchteten Wasserspiele wären an diesem Torbogen (siehe weiter oben) viel schöner gewesen ... allerdings laufen in dem Fall die Leute wohl unten drunter, jedenfalls habe ich welche auf dem Weg nach unten dort rumlaufen sehen ... und muss sagen - dass ich allein sowas aus organisatorischer Sicht schlecht finde. Natürlich ist das kostenlos - aber wenn es ohnehin so selten stattfindet, könnte man doch überlegen ein zwei "Security" Leute dort hinzustellen, die die ganzen Vollidioten daran hindern sich auf der Brücke, am Fuße der Brücke oder in den Torbogen zu stellen ... 



Leider ging das Pech-Desaster weiter ...
Mein Objektiv warf irgendwelche störende Reflektionen wodurch ich keine Nachtfotos machen konnte ... 

Und bis wir aus Kassel rausfahren konnten bzw. vom Parkplatz weg kamen dauerte es auch sehr lange, weil gefühlte Tausende Menschen ebenfalls wegfahren wollten und man erstmal im Stau stand ...

Yay.

 ...

All das nur für diese Fotos ?






...

Nein, nicht ganz.

Dieses Foto kam dabei rum ...
Wie man es sich denken kann natürlich ein Foto, dass aus mehreren Aufnahmen besteht.

Ob es sich gelohnt hat, weiß ich nicht ... 




Was meinst du? Schreib mir gerne deine Meinung dazu ... und definitiv - nein ... ich empfehle die Wasserspiele nicht weiter - ernsthaft! - Besucht den schönen Bergpark zu einen anderen Anlass, aber nicht dafür ... der Stress lohnt sich echt nicht!

Schönen Abend euch allen!




Donnerstag, 14. September 2017

Unsortiertes XXI und unsortierte Gedanken




Im heutigen Blog-Eintrag zeige ich euch ein paar Schnappschüsse, die ich euch bisher noch nicht zeigen konnte, da ich keine ganze Serie darstellten und bisher in keinem vorherigen Blog-Eintrag reinpassten ... Es sind wirklich einfache Schnappschüsse die nicht mal alle sonderlich gut gelungen sind, aber hinter den Fotos stecken verschiedene Situationen mit einigen Erinnerungen ... Ich habe fast alle Fotos bereits als Lückenfüller auf Facebook gezeigt ...





Und damit wären wir eigentlich schon bei dem Thema worüber ich heute in meinem Blog etwas schreiben mag ... Facebook. Ein Thema das mir selbst auch schon aus den Ohren raushängt.
Nicht als Privatperson ... als Privatperson habe ich noch immer (mal mehr, mal weniger) meinen Spaß auf Facebook ... Als Seitenbetreiber, insbesondere als Hobby-Fotografin ist eine Facebook Seite eher schlauchend ... 

Einige die meine Facebook Seite auch im Auge haben, haben sicherlich auch verschiedene "Aktionen" auf meiner Seite mal gesehen ... Wöchentliche Spruch-Bilder, Tages-Tipp, Fotografen Empfehlungen und Umfragen ... ich hab recht viele Tipps von "Profis" umgesetzt um Content für meine Facebook-Seite zu bekommen um die sagenumwogende Reichweite auf meiner Seite aufrecht zu erhalten ...



Für die, die nicht wissen was diese Reichweite ist, hier eine kurze Erklärung.
Die Reichweite einer Seite auf Facebook wird durch Aktivität auf der eigenen Seite generiert. D.h. entweder du postet regelmäßig (täglich) und bekommst wenig Feedback deiner Fans in Form von Likes/Kommentare/geteilte Beiträge oder du postet ab und an mal dafür bekommst du REICHLILCH Feedback - ob du viel oder wenige Feedback bekommst hängt nicht immer von der Qualität des Beitrages ab. Mit eines der Methoden hast du aber immer eine Gewisse Reichweite erreicht. 
Seitenbetreiber mit vielen Fans erreichen natürlich mehr Menschen egal ob sie täglich oder nur ab und an mal was teilen ...

Man könnte meinen, dass wenn jemand Fan einer Seite ist, die Beiträge der Seite bei der entsprechende Person angezeigt werden, dies ist aber nicht der Fall. Leider wissen das viele nicht, die wirklich nur "konsumieren" (also Fans sind). Sie schauen sich gerne die Sachen an, die man postet, aber sie bekommen vieles einfach schon lange nicht mehr angezeigt ... 

Diese Reichweite sorgt bei vielen Seitenbetreiber für einen enormen Unmut, der nachvollziehbar ist, aber letztendlich eigentlich auch lächerlich ist. Facebook ist kein Wohltäter Verein, und wer Speicher auf deren Kosten belegt, sollte auch was dafür zahlen. Und so ist es absolut nachvollziehbar, dass Facebook die Reichweite nur dann zufrieden stellender generieren lässt, wenn man für diesen Dienst zahlt. Für große Firmen ist dies kein Thema ... kleinere Unternehmen oder eben selbstständige (wie Fotografen) oder jeder der eine Seite aus Spaß betreibt, haben jedoch das Nachsehen, da sich solche bezahlten Reichweiten oft dann doch nicht lohnen oder auf Dauer das Problem nicht löst ...


Aus dem Grund kann man eigentlich ziemlich sicher sagen, dass Facebook als Werbeplattform ENDLICH ausgelutscht ist. Ja, ich sage bewusst ENDLICH! Ich habe eh nie nachvollziehen können, wieso Unternehmen (groß oder klein) so sehr sich auf Facebook als Werbeplattform fixiert haben und ihre eigene Webseiten oft vollkommen vernachlässigt hatten, wenn sie denn überhaupt mal eine eigene Webseite hatten!

Natürlich "erreicht" man über die eigene Webseite weniger Leute ... aber was bringt einem im Vergleich denn so eine Facebook Seite überhaupt? Was erreicht man dadurch denn wirklich?!

Das ist natürlich davon abhängig unter welchen Gesichtspunkten man die Facebook Seite betreibt ...



Für mich als Hobbyfotografin war Facebook eine Plattform, wo ich die Möglichkeit hatte Menschen die ich gut kannte oder flüchtig kannte (oder auch nicht kannte) das was ich kreatives schaffe zu zeigen. Ja, es haben sich mehr Leute als ich persönlich kannte meine Fotos/Bilder und Co. angesehen... Menschen die ich kenne, die ich nicht kenne - aus Deutschland, Bulgarien, Mexiko, Russland und woher auch immer die Leute noch so kommen ... 
Eigentlich nicht viel anders als auf meinem Blog.

Aber über Facebook war man sich irgendwie "näher" ... ich konnte einige meiner "Fans" besser kennenlernen oder erstmal überhaupt kennenlernen, was zwar auch über meinem Blog möglich wäre, aber eher unüblich ist ... Und weiter?! Ja, es entstanden einige Kontakte, einige Shootings ... aber alles im allem ist das was ich von einer Facebook Seite hatte recht wenig ...

Ernstgemeinte(!!!) Shooting Anfragen, bei denen man wirklich gewillt war etwas zu zahlen und nicht nur einen Deppen suchte, der die Fotos kostenlos macht, habe ich bisher IMMER über meine eigene Webseite bekommen oder durch persönlichen Kontakt. 


Natürlich freue ich mich, wenn sich die Menschen meine Fotos anschauen ... aber muss ich mich wirklich dafür so sehr in Zeug legen?! Beiträge planen? Sich interessanten Texte oder gar Umfragen ausdenken, damit eine Aktivität auf der Seite herrscht, damit dann irgendwer den eigentlichen Beitrag (das Foto einen Tag später) zu sehen bekommt? Und letztendlich dann doch nur sehr wenige Menschen zu sehen bekommen, weil sie alle 100 Seiten folgen und mein Beitrag dennoch untergeht?!

Für mich persönlich geht die Rechnung nicht auf. Sie ging noch nie auf.

Ich hab viel Zeit mit Facebook als Seitenbetreiber verbracht ohne das es mir etwas gebracht hat... und habe noch ein paar andere Seiten die von selbst laufen, aber das liegt an dem Thema selbst ... Und auch wenn ich schon nach einem Jahr wusste, dass das mit meiner Facebook Salvas-Art Seite nicht so laufen wird, wie ich es mir vorgestellt hatte, habe ich dieses "Projekt" nie aufgegeben ...

Nachdem ich aber zwei Wochen fast gar nichts mehr auf meiner Seite gemacht hatte und sich im wesentlichen nichts verändert hatte als ich dann wieder etwas gepostet hatte... Habe ich beschlossen aus diesem Facebook-Kreislauf auszusteigen.

Mir war die Reichweite und Likes immer egal dennoch wollte immer eine kleine "Fanbase" erreichen ... fürs Ego, sagen wir wie es ist ... Aber ganz ehrlich, das bringt mir nichts.
Von einer Fanbase, egal wie groß sie ist habe ich nichts ...

Ich habe kein Studio, biete noch keine Shootings an ... und verkaufe an sich auch nicht wirklich etwas ... Kein "Fan" (der nicht zeitgleich ein Freund/guter Bekannter war) hat bisher irgendein Foto als Print bei mir gekauft ... das lief bisher immer über externe Seiten ... kein "Fan" wollte ein bezahltes Shooting bei mir ... was also hab ich von meiner Fanbase - egal wie groß sie nun ist? Außer, dass ich mich in einigen Punkten bestärkt fühle?!  - "Ui tolles Foto, hier haste ein Like"

Und brauche ich das wirklich?!





Es wird Zeit umzudenken.


Der erste Schritt ist erstmal dass ich aus dem Facebook Teufelskreis aussteige.
Wer was von mir sehen will findet seinen Weg, wer nicht Pech gehabt. Ich hab ja keinen echten Mehrwert davon ob jemand meine Beiträge auf Facebook sieht oder nicht.

Ich muss anfangen mich auf das zu konzentrieren von dem ich auch etwas habe.
Wie und in welchem Umfang muss ich selbst noch herausfinden ...

Denn letztendlich habe ich auch nichts davon, wenn sich Leute meine Fotos anschauen - ob auf Facebook, meiner Webseite, Blog und Co. - das bringt nur meinem Ego etwas und das brauche ich nicht. Ich habe zwar auch nichts davon, wenn ich zwar schöne Fotos mache und sie keiner sieht ... aber das stimmt ja so auch nicht, dass sie dann keiner sehen würde ... wenn ich auf Facebook verzichte oder mich diesem Reichweiten-Wahn abwende sehen einfach weniger Menschen meine Beiträge ... aber all dieser ganze Aufwand hat nicht desto trotz einen zu geringen nutzen.

Natürlich mache ich die Fotos bisher nur für mich ... die Frage ist reicht mir das wirklich noch?
Oder bin ich nun an einen Punkt wo ich auch einen weiteren Nutzen von haben möchte?
Und wie viel möchte ich dafür machen?




Aktuell sind jede Bemühung um Fans/Aktivität auf meinen Seiten nutzlos, außer für mein Ego. Da ich nicht wirklich etwas anbiete. Wozu sollte ich eine gute Reichweite haben (die ich aber nicht habe) wenn ich mit der Reichweite nichts bewerbe oder anbiete? 

Wozu - außer für mein Ego - habe ich mir auf so vielen Plattformen, Google+, Facebook, Instragram und Co. eine kleine "Fanbase" aufgebaut? 

Irgendeinen nutzen sollte sie ja haben ...
Natürlich schlichen sich zwischendurch auch bei mir die Gedanken, dass ich mir erst eine "große" Fanbase aufbauen sollte und müsste ehe ich überhaupt mit den Gedanken spielen sollte beispielsweise ein Gewerbe anzumelden.


Und das ist irgendwie auch logisch .. wozu ein Gewerbe anmelden, wenn keine Nachfrage besteht.
Die Frage ist aber auch, besteht wenig Nachfrage weil meine Fanbase so klein ist, oder ist meine Fanbase so klein weil ich nichts anbiete?
Hmmmm ja das erinnert nun etwas zu sehr an die Frage was zu erst da war, das Huhn oder das Ei. Aber ich finde, dass es dennoch ein interessanter Denkansatz ist. Und wenn ich die Seiten die eher bescheidenere Fotos abliefern mit meiner vergleiche, aber Shootings anbieten dann glaube ich wirklich, dass etwas dran sein könnte ...

Mir haben schon vor Jahren sooooo viele Leute gesagt, ich sollte unbedingt ein Gewerbe anmelden. 

Aber dieses Thema ist echt extrem Komplex, weswegen ich da auch keine voreilige Entscheidungen treffen möchte. Dennoch arbeite ich seit Anfang des Jahres ins Geheim darauf hin ...
So habe ich an meiner Webseite gearbeitet, habe mir vor Monaten auch endlich eine Preisliste erarbeitet ... und auch viele andere wichtige Fragen konnte ich klären ... Und natürlich habe ich an mir selbst gearbeitet. Meinen Umgang mit Menschen vor und hinter der Kamera ... Eigentlich bin ich fast dazu bereit diesen Schritt zu wagen. Denn letztendlich habe ich ja nichts zu verlieren ...
Im schlimmsten Fall muss ich das Gewerbe wieder abmelden ... Aber ...
Genau, es sind die vielen dutzenden "abers" die mir durch den Kopf gehen.

Aber so vieles, was mich bestärkt diesen Schritt zu machen ... Und nein, das sind gewiss keine Facebook Likes ;-) Sondern echter wahrer Feedback ... Neidvoller und neidloses Feedback von Fotofreunden, von Models, von normalen unbekannten Konsumenten die mir dann aus dem nichts mal eine Mail schreiben, Anfragen die mich doch mal erreichen - die nicht nur einen Deppen suchen die kostenlos Fotos machen ;-) ...



Die Frage ist aber, will ich das wirklich? Will ich überhaupt diesen Schritt gehen?
Will ich "buchbar" sein und "abliefern" müssen? Oder welche andere Möglichkeiten gibt es noch einen Mehrnutzen von meinem Hobby zu haben? 
Ist das Hobby Fotografie überhaupt noch etwas für mich? Oder sollte ich mich auf etwas anderes konzentrieren? Vielleicht mehr auf meine Stärken - wie z.B. die Bildbearbeitung?
Fragen über Fragen ... Alle hängen sie irgendwie zusammen ... und irgendwie auch nicht. 
So viele worauf ich noch keine Antwort habe und alles zusammen dafür gesorgt haben, dass ich wirklich nicht mehr großartig auf Facebook etwas posten möchte. 
Nicht viel anders ist es aber auch Instagram.

Es wird Zeit umzudenken.
In welche Richtung weiß ich noch nicht.

Bin gespannt, wer den Beitrag lesen wird und würde mich über Rückmeldungen von euch sehr freuen ;-) Gerne auch Privat ... vielleicht erlebt ihr auch gerade etwas ähnliches durch oder habt es schon hinter euch ... sehr gerne würde ich eure Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema wissen!
Schreibt mir!


Bis zum nächsten Mal, eure Stephanie!








Dienstag, 5. September 2017

Hungrig in Mainhattan



Hungrig in Mainhattan?!
Was für eine dämliche Überschrift werden sich einige nun denken ... aber hinter dieser Überschrift versteckt sich eine kleine Geschichte bzw. der eigentliche Grund, warum es mich am 30.06.2017 wieder nach Frankfurt am Main verschlagen hat ...

Wie ihr aus meinen Städte-Trips-Erfahrungsbeiträgen sicherlich schon herausgelesen habt, finde ich zwar Frankfurt als solches zwar schön - aber Städte bezogen, bin ich eigentlich in Hamburg verliebt ... was also treibt mich also nach "so kurzer" Zeit wieder in diese Stadt?
Die Antwort ist wirklich der Hunger ...

Hääää?
Ja, der Hunger ... nicht etwa der Hunger nach irgendetwas, sondern nach etwas was ich in einem Umkreis von ca. 200 Kilometer nirgend wo anders bekomme. Wirklich nicht.

Richtig mexikanisches Essen :-D

Ja, ich sehe schon wie einige ihre Augen verdrehen und Ansetzen wollen zu sagen, aber in blahblah gibt es doch ... PSSSSCHT - gibt es nicht. Ihr würdet doch auch keine Currywurst bei McD essen wollen und das als die beste Currywurst eures Lebens bezeichnen wollen, oder? ... Ja, ich weiß der Vergleich hinkt etwas, aber so in etwa ist es. Ich habe in meiner Region alles durchprobiert, Karten studiert oder mir zeigen lassen ... Ich habe selbst in Frankfurt in denen es 10 oder 12 verschiedene mexikanische Restaurants geben sollen, nur EIN einzigen gefunden, dass der mexikanischen Küche würdig genug ist ... denn dieses kleine, aber feine Restaurant mit seinem besonderen Ambiente bietet DAS traditionelle Gericht an nach dem es mich seit Jahren sehne...  

Tamales.

Tamales, ist wie Tacos, Burritos und Enchiladas ein sehr beliebtes mexikanisches Gericht. Doch ist es im vergleich zu allen anderen Gerichten ein sehr aufwendiges Gericht. Wie bei allen anderen Gerichten wird auch dieses aus der Hauptzutat MAIS hergestellt, doch hier beginnt schon das Problem ... das RICHTIGE Maismehl, das einen unverkennbaren (wichtigen) Eigengeschmack mitgibt wird in ganz Deutschland nur von zwei Händlern angeboten - diese haben ihre Sitze in Berlin sowohl München. Dieses Maismehl gibt nur einen besonderen Geschmack ab sondern entscheidet auch über die Konsistenz der Gerichte. Das gilt bei Tacos, Burriros und eben Tamales.

Was sind denn nun Tamales?
Tamales ist eine Maismehl-Maultasche die mit Hühnchenfleisch und Salsa gefüllt wird und mit Maisblättern gedämpft wird. Ich habe nach einem Video gesucht, dass euch das optisch veranschaulicht, aber Vorsicht ... ihr werdet Hunger bekommen ;-) 

https://www.youtube.com/watch?v=DlmGMajl6gw

Wie man es sich schon denken kann, ist die Herstellung von Tamales sehr, sehr, sehr zeitaufwendig. Eigentlich ist zwar jedes traditionelle mexikanische Gericht sehr zeitaufwendig, aber die wenigsten machen die Speisen korrekt ... aber kaum ein mexikanisches Restaurant das ich bisher gesehen habe hatte Tamales auf ihrer Karte, bis auf eins in Frankfurt. 

Ich persönlich liebe Tamales - mehr als alles andere ... schon als Kind mochte ich sie sehr und als ich vor Jahren selbst einige gemacht habe und sie mir tatsächlich geglückt sind, habe ich mich lustvoll der Völlerei hingegeben und über 10 Stück verputzt ... und meinem Man nur wenige übrig gelassen ...  Daher weiß ich wirklich wie man sie macht und wie zeitaufwendig das ist... Da mir einige Zutaten fehlen und ich die nicht so schnell nachgekauft bekomme, kann ich auch nur noch ein einziges Mal noch mit dem was ich habe Tamales machen ... 

Zum Jahrestag bzw. einige Tage nach unserem Jahrestag, wollten mein Mann und ich daher lecker essen gehen ... und was könnte es besseres geben außer Tamales?
Da ich die Karte und die Facebook Seite des Restaurants schon gestalkt hatte, wusste ich, dass meine Erwartungen nicht hätten enttäuscht werden können und ich freute mich riiiiiesig darauf.

Tjaaaaa, aber das Schicksal verhielt sich mir gegenüber wieder einmal so, wie es sich immer verhält ... Tamales waren aus.
Japp ... könnt ihr meinen Blick sehen, als die überaus freundliche Kellnerin mir das mitteilte ... hört das klirren des Glases ... meine Welt zerbrach ... Nein, nein, ich bin nicht in tränen ausgebrochen, auch wenn ich innerlich bitter geweint hatte ... hahahaha
Ich hab mir einfach etwas anderes aus der Karte ausgesucht. Auch wenn es nicht das war, weswegen wir nach Frankfurt gefahren waren ... es hat einfach klasse geschmeckt. Alles war super lecker ...
und diese Churros als Nachtisch hmmmmmm hmmmm
...
Viele die mich kennen, wissen ja, das ich leidenschaftlich gerne koche - und das sogar recht gut - ich mache nahezu alles selbst vermeide Fertigprodukte und kenne mehr als 10 Gewürze ;-) Mein Motto ist beim Essen wirklich: ich bestelle nichts, was ich zu Hause selber (besser) kochen könnte ... Und auch wenn für meinen Gaumen das Essen mehr würze vertragen hätte können (für einen normalen deutschen Gaumen war es perfekt) war das Essen dort wirklich, wirklich - sehr lecker ...
Und wenn ich jetzt beim schreiben daran denke bedauere ich es, dass Frankfurt soooo weit weg ist und es nicht mal in Kassel ein anständiges mexikanisches Restaurant gibt ... aber ich hab eine tolles Sushi Restaurant gefunden das mein Hunger nach Tamales bis zum nächsten Frankfurt Besuch stillen wird ...

Wer also mal wirklich mexikanisches Essen probieren möchte und gerade in Frankfurt ist, wird im 
El Pacifico sicherlich was leckeres für sich finden ;-)

http://www.el-pacifico-ffm.de/

Wer unbedingt Tamals essen mag, sollte aber vorher telefonisch nachfragen ob es die gibt ;-)
Und gebt mir bescheid ;-) hahahahah

Jedenfalls, war ich wirklich nicht zum fotografieren in Frankfurt....
Auch das Shoppen danach war nicht so geplant - und der Kaufkater danach dauerte eine Weile ... 
Aber da wir nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen waren bot es sich an meine Kamera und Stativ mit zu nehmen ... Leider verbrachten wir die Sonnenuntergangszeit mit der Parkplatzsuche, die wirklich ein absoluter Albtraum war! ... Und mich dazu verleitet die Theorie aufzustellen, dass die Leute in Frankfurt wenn sie einmal einen Platz gefunden haben niemals wieder rausfahren ...

Und so blieb mir zum fotografieren nur noch die blaue Stunde.


Anders als beim letzten Frankfurt Besuch, hatte ich dieses Mal ein Fisheye Objektiv dabei, dass auch bei allen Aufnahmen wieder zum Einsatz kam. Auch wählte ich dieses Mal eine andere Brücke zum fotografieren ... 


Es war ein wirklich schöner Abend ... von den Temperaturen her spitze ... und die Aussicht am Main ist in der Nacht einfach magisch ... wirklich ein kleines "Mainhattan" ...


Wo man fast etwas neidisch werden kann, nicht wie die Leute im Motorboot (Lichtspur im unteren Foto) durch die Gegend fahren zu können ;-)



 Tja ... das wars schon an Fotos ... die anderen privaten Fotos zeige ich euch nicht ... und da ich die anderen Fotos von der Zeil Gallerie und Co. nur mit dem Handy (Instagram Stories) gemacht habe ist die Qualität auch nicht so toll um sie euch hier zu zeigen, aber irgendwann verschlägt es mich eh wieder nach Frankfurt ... und dann ... TAMAAAALEEES!!!! :-D ;-)

Wünsche euch einen tollen Abend!

Bis zum nächsten Mal ;-)