Montag, 22. April 2013

Schau auch mal hinten ...

... nicht nur nach vorne!

Ich saß schon seit einigen Stunden auf der Grünfläche neben einem Apfelbaum und schaute immer zu nach vorne. Suchte die Felder und die Bäume nach Greifvögel ab. Der Mäusebussard war inzwischen auch schon wieder auf seinem Baum, aber da sich die Entfernung nicht geändert hatte und ich auch so schon dutzende Fotos von ihm gemacht hatte beließ ich es dabei ihn einfach nur zu beobachten. So wie ich ihn beobachtete, so beobachtete er seine Umgebung ... Da nichts "spannendes" passierte war es auch nicht so schlimm, dass ich einen Anruf bekam und so eine kleine "Pause" hatte. Ich konnte zwar in dem Moment nicht mehr wirklich fotografieren - aber weiter die Augen aufhalten, aber es passierte ja nichts!

Und dann  - ich weiß echt nicht warum - drehte ich mich um und auf dem Masten neben mir, saß auf einmal ein größerer Greifvogel - in dem Moment konnte ich ihn noch nicht identifizieren. Ich war einfach nur begeistert den Vogel so nah zu sehen - und auch ein kleines bisschen erschrocken war ich auch ... Hab doch nicht mit ihm gerechnet! So nah ... unbeschreiblich!

(^ Handyaufnahme) 
 
 Im zweiten Moment begann ich schon an zu fluchen und Griff dabei auch wieder zu Kamera ... Jaaaa ich hab schön geflucht :-D Naja, ich hatte dennoch schnell reagiert - auch wenn die Fotos nichts geworden sind :-)
 


 
Der Vogel - erneut ein Turmfalke (Falco tinnunculus) - hatte mich wahrscheinlich auch nicht wirklich bemerkt, weil er nach seiner kurzen Landung auf dem Masten gleich weiter flog und den Eindruck machte, als wusste er nicht so recht wohin er fliegen sollte. Auf der anderen Seite liefen ja auch Menschen vorbei ...  Und auch hier bestätigte sich meine Vermutung, dass die Turmfalken hier einen deutlich größeren Privatsphärenbereich benötigen als so manch andere Greifvögel.


 
Nach dem Flopp und nachdem ich mich auch vergewissert hatte, dass alle ausgeflogen waren entschloss ich mich nun wirklich nach Hause zu gehen! Ich wollte ja noch an einer anderen Stelle vorbei und schauen ob ich dort wenigsten Kröten sehen konnte. Kröten und Waldmäuse wollte ich ja ursprünglich vor die Linse bekommen ;-)
 
Aber natürlich kam es wieder anders! Ich entdeckte einen Weg, den ich noch nicht kannte und auch noch nicht wusste wohin er führte und was hinter dem Berg zu sehen gab. Also lief ich ein paar Meter in diese Richtung. Der Berg zog und zog sich und ich konnte schon ein wenig erahnen wo ich herauskommen würde, wenn ich dort weiter lang lief. Also ging es wieder zurück ... Ich war felsensicher nun nach Hause zu gehen!
 
Tja ... und dann?! Was war das da hinten bei dem Hochsitz?!!! Schnell machte ich wieder mit dem Samyang (Freihand) ein Foto, zoomte rein und sah was es war. Die Freude war wieder groß und schon hatte ich auch wieder vergessen, dass ich nach Hause wollte.


 
Ich lief wieder zurück und entschied mich an der Stelle endlich wieder das Stativ auszupacken, aber mit der Absicht ein Video von den Rehen zu drehen. Sie waren weit weg - ich hatte ein paar Fotos schon gemacht - näher würden sie wahrscheinlich nicht mehr kommen und falls doch, hätte ich davon ein Video gehabt und das wäre viiiiiel schöner gewesen. Zudem konnte ich so den Moment für mich auch viel besser genießen :-)
 
Wer das Video bei den letzten Beitrag verpasst hat - hier ist es nochmal ;-)
 
 


Die Rehe waren an dieser Stelle ca. 20 Minuten zu sehen.

Sonntag, 21. April 2013

Der Mäusebussard und die Krähe

Die hier gezeigten Fotos wurden mit der Pentax K5 und dem Samyang f/6.3 (manueller Fokus!) Freihand fotografiert. Ich zeige euch an dieser Stelle total unscharfe und verwackelte Fotos, zum einen damit man sieht wie schwierig es ist, die Vögel im Flug zu erwischen aber auch aus dokumentarischen Gründen.


Nachdem der Turmfalke weg war kündigte sich mit einem lauten Ruf der Mäusebussard (Buteo buteo) an. Schnell suchte ich den Himmel ab und versuchte ihn zu finden.

 
Manchmal war es nicht so einfach gewesen ihn in der Entfernung zu sehen, da er bei dem farblich sehr ähnlichen Hintergrund oftmals kaum zu sehen war.

 
Einmal kurz gezwinkert und die Action begann! Der Mäusebussard schien mit der Krähe im Flug kämpfen zu wollen. WAHNSINN! Ich versuchte so schnell ich konnte die Vögel nicht nur durch die Kamera zu beobachten sondern versuchte auch immer wieder den Fokus anzupassen.

 
Wie man sehen kann - gelang mir dies aber leider nicht. Wäre super gewesen, wenn ich die Situation richtig hätte festhalten können, aber ich kann euch leider nur diese Fotos zeigen und grob berichten, dass dieser kurze "Kampf" nicht nur spektakulär aussah sondern auch die Geräuschkulisse faszinierend war. Es scheint so, als mögen viele Vögel keine Krähen. Der Graureiher im Winter - war ja auch nicht gut auf die Krähe gestimmt ... Ich konnte leider nichts beobachten, dass die Situation und den Angriff erklären hätte können, muss wohl irgendwas sein - was wohl nur Vögel verstehen :-)
 
Für eine Weile machte der Mäusebussard auf einen Ast halt - Zeit für mich zu fokussieren.
Wobei ich hier leider nicht so viel Zeit hatte wie man im ersten Moment vielleicht denken mag. Die Serienbildfunktion und die Schnelligkeit der Kamera ist in solchen Situationen einfach ein Segen. Wenn das erste Bild nicht scharf wird, klappt es vielleicht beim dritten, vierten, oder sechsten ;-) - So ist jedenfalls meine Vorgehensweise.
 






 
 
Die Pause dauerte nicht lang - dann ging es schon gleich in die nächste Runde.


 
Mit den Fotos hier (die zwei oben und die drei unten) bin ich persönlich suuuuper zufrieden. Hätte nicht gedacht, dass ich den Fokus so gut setzten konnte - und das sind nun auch Fotos wo ich für mich persönlich sagen kann JA für mich hat sich das Samyang absolut gelohnt. Solche Fotos hätte ich mit dem Sigma 70-300mm niemals machen können!


 

 
^ Hier könnt ihr sehen wie das Foto im RAW-Aussieht. Falls jemand wissen möchte wie groß/klein die Bildschnitte i.d.R. so sind ;-)
 










 
Dieses mal sagten sie sich aber nur aus der Ferne "Hallo" ;-)



 
Hier saß der Mäusebussard sehr, sehr, sehr lange, was mir beim Fokussieren auch half.


 
Nachdem unter ihm Menschen lang liefen entschloss er sich wieder einmal davon zu fliegen ...





Samstag, 20. April 2013

Wie ich zur Wildtierfotografie stehe und Vogelfotos mit dem Samyang

 
Bevor ich euch meine Fotos von Gestern zeige, möchte ich doch noch ein paar Worte über meine persönliche Einstellung zu der Natur, Landschaft und (Wild)Tier Fotografie erzählen.
 
Wenn ich bei uns in den Feldern und Wäldern unterwegs bin ist für mich persönlich das Fotografieren quasi ein Nebenprodukt.
 
Schon als Kind war ich sehr gerne draußen unterwegs. Drinnen spielen oder drinnen hocken lag mir viele Jahre nicht. Gerade bei schönen sonnigen Wetter liebte ich es raus zu gehen - und wenn ich stundenlang die selbe Strecke im Dorf mit dem Fahrrad fuhr! Hauptsache ich war draußen!
 
Wie vielleicht einige meiner Leser wissen, bin ich nicht in Deutschland geboren - mein Heimatort liegt mitten in der Wüste in Mexiko. Die Landschaft und Tierwelt die hier in Deutschland existiert war für mich eines der Gründe warum ich als Kind selten Heimweh hatte. Wenn man nur die warme, aber trockene Wüste kennt, verliebt man sich sehr schnell in allen vier Jahreszeiten - als Kind sogar in den eisigkalten Winter! Letzteres hat sich in den letzten 15 Jahren stark verändert ;-)

Erst durch die Nutzung des Computers und einigen Allergien änderte sich meine Einstellungen. Wobei das auch ein wenig mit der Umgebung und anderen privaten Umständen zusammen hing und ich so eine lange Zeit kaum draußen vorzufinden war.  Dies hat sich mit dem Älter werden doch geändert. Mein "Bedürfnis" raus zu gehen und irgendwas zu machen kam dann irgendwann doch wieder. Fast zeitgleich kam auch wieder mein Interesse für die Fotografie. Auch dies fand ich schon im Kindsalter spannend. Ich war zu Schulzeiten fast immer mit meiner Kamera unterwegs gewesen und habe von unseren Ausflügen, Klassenfahrten oder Treffen mit Freunden immer sehr viele Fotos gemacht.
 
Was ich damit sagen will, ich fotografiere die Landschaft, die Blumen (jedenfalls manche) und die Tiere nicht weil sie ein schönes Fotomotiv sind und weil andere dies fotografieren - sondern weil ich diese Motive mag! Ich strebe selbst keine fotografische Perfektion an - aber natürlich versuche ich mich auch fotografisch zu verbessern. Natürlich versuche ich, dass meine Fotos scharf werden, achte (ein wenig) auf den Bildaufbau und worauf man sonst noch so achten "sollte". Aber in erster Linie ist die Fotografie MEIN - Hobby. Ich betreibe das Hobby für MICH um für MICH bestimmte Situationen und Motive festzuhalten, mich daran zu erfreuen und später daran erinnern zu können.
Aber ich zeige auch sehr gerne meine Fotos andere - sonst würde ich wohl nicht diesen Blog führen ;-)
 
Ich schaue mir auch gerne Fotos von anderen an. Zu einem weil ich die Motive schön finde, es mich interessiert wie andere die Landschaften in anderen Regionen aussehen und welche Tiere dort vorkommen zum anderen aber auch um zu "lernen" und mir Anregungen zu holen.
 
Und bei der Wildtierfotografie?! Nun wie oft hat jeder von euch, der das liest ein Reh oder ein Fuchs gesehen - live in der Natur - nicht in einem Zoo und auch nicht platt gefahren?! Ich habe früher diese Tiere nur platt gefahren gesehen. Seit dem ich fotografiere und auch deutlich mehr in der Natur unterwegs bin, habe ich sie oft gesehen und ich finde es herrlich!
 
Ich finde es auch herrlich diese Tiere zu sehen, selbst wenn ich kein Foto machen konnte oder die Fotos so schlecht geworden sind! Aus dem einfachen Grund weil ich diese Tiere mag! Ich finde es schön die Tiere in der Freiheit zu sehen! Es geht mir um DIESE Momente - NICHT um den perfekten Moment des Fotos! 
 
Wenn ich nach einer Wanderung, bei der ich etliche Fotos von den Tieren mache konnte, nach Hause komme sind diese quasi das I-Tüpfelchen von den Momenten die ICH erlebt habe! Die Fotos ermöglichen mir anderen - meiner Familie und meinen Freunden - viel besser von meinen persönlichen Erlebnissen berichten zu können und um diese - sowohl meine Freude - mit ihnen teilen zu können! :-)
 
Ich finde es toll, die Tiere - ganz egal welches Tier - zu beobachten. Zu sehen wie sie leben, wie sie sich verhalten. Weswegen ich mich über die Tiere, die ich anstrebe zu sehen, entweder vorweg oder aber nachdem ich ein Foto von ihnen gemacht habe informiere. Dadurch lerne ich unheimlich viel über die Tiere und kann so manches mal auch die Qualität meiner Fotos steigern oder ich hab dadurch verstehen können warum ich nicht an dieses oder jenes Tier näher ran "durfte" oder warum es sich "so" und nicht "so" verhalten hatte. Ich teile auch diverse Beobachtungen mit dem NABU - da mir auch der Natur- und Tierschutz wichtig ist und ich so nicht nur für mich etwas habe sondern auch etwas für einen guten Zweck machen konnte.
 
Ich mag nicht nur die Landschaft hier, sondern auch die Tiere - kleine sowohl große. Manche mehr - manche weniger. - Das ist nun mal so. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich jedes Tier "liebe" oder "mag", aber ich denke mir, dass es Gründe gibt warum es die Tiere gibt. Irgendeinen Sinn werden auch nicht so "liebe" Tiere (wie z.B. Zecken ;-) ) haben. Der Sinn mag zwar nicht immer ganz ersichtlich sein, aber Mutter Natur wird sich schon etwas dabei gedacht haben.

Ich habe als Kind (zwischen 7 und 9 Jahren) sogar mal Käfer gesammelt! Mit Freunden habe ich damals in den Wiesen nach Käfern gesucht, sie auf Blättern um her getragen und sie beobachtet - stundenlang, ganz fasziniert ohne ekel oder sonstiges zu verspüren ... Wir sind zu einem kleinen Sumpfbereich geradelt und haben die Kröten und die Kaulquappen begeistert beobachtet. Muss ich mehr erzählen?!
 
Deswegen will ich nicht auf Teufel komm raus die Qualität meiner Fotos steigern in dem ich die Tiere zu oft aufsuche oder mich ihnen zu stark nähre. Ich versuche bestmöglich die Tiere nicht zu sehr zu verschrecken um auch dadurch nicht zu riskieren, dass sie ihre gewohnten Plätze nicht mehr aufsuchen. Wäre unverzeihlich für mich, wenn ICH sie durch mein vertreiben würde! Weswegen ich nach wie vor nicht wirklich den Tieren auflauere.
 
 Ich laufe einfach durch die Gegend - aufmerksam, langsam und leise - und wenn ich ein Tier sehe, beobachte ich es, setzte mich hin und wenn ich schnell genug bin, dann mach ich auch mal ein Foto oder Video. Manchmal sitze ich nur kurz manchmal (so auch Gestern) stundenlang an ein und der selben stelle! Ganz ohne Tarnzelt, oder großartig aufwendige Tarnung (Bsp. Ghillie-Siut). Wobei ich dennoch versuche gedeckte Farben zu tragen, einen großartigen Unterschied ob nun knallig Bunt oder Erdtöne - konnte ich selbst aber noch nicht feststellen! Die Vögel haben so gute Augen, die sehen mich egal was ich anhabe so oder so schon aus dutzenden Meter Entfernung, die Rehe und auch Füchse riechen mich ebenfalls aus weiter Entfernung je nach Windlage. Und nur weil der Mensch meint, dass kein Wind zu spüren ist - heißt es für mich nicht, dass sie mich dennoch nicht riechen konnten. Manch andere Tiere (Vögel) geben auch Warnrufe von sich, die einem schon an einer anderen Stelle verraten haben ... Also ich das wirklich nicht so eng, wie manch andere. Vielleicht täusche ich mich, vielleicht nicht. Das sind jedenfalls meine Erfahrungen.
 
Ich gebe auch zu, dass ich auch schon überlegt habe mir ein Tarnzelt zu kaufen. Da ich aber noch nicht 100% davon überzeugt bin auf diese Art und Weise zu fotografieren, steht ein solches Hilfsmittel auf meiner Wunschliste gaaaaaanz weit unten! Käme für mich sicherlich nur dann in Frage, wenn ich wirklich davon überzeugt bin, dass das für MICH der richtige Weg ist. Und darüber bin ich mir noch nicht im Klaren. Würde für mich nicht nur Mehrgewicht bedeuten sondern auch an einer Stelle (ohne das dort vorher was zu sehen ist!) warten und ausharren bis dort vielleicht ein Tier vorbei kommt. Respekt an jene die so fotografieren können - Respekt an die erstklassigen Fotos die jene so erzeugen können! Ich sehe mich selbst nicht in dieser Situation ...
 
Die Tiere zu sehen und beobachten zu können reicht mir völlig aus! Ob es nur für einen kurzen Moment war, in einer super ungünstigen Lage, aus einer viel zu weiten Entfernung (so dass dann die Fotos schlecht werden), oder sie überraschenderweise an mir vorbei huschen und ich mir gar erschrecke - oder ob ich sie stundenlang beobachten konnte. Das ist mir ehrlich gesagt, egal.
Ein Foto zu machen - haaach ja, gut, das passiert dann halt so nebenbei und dadurch hält der schöne Moment länger an und auch ihr habt dann was zu sehen ;-)
Das was ich tatsächlich in den Momenten erlebt habe, kann so kaum einer vorstellen oder mit empfinden ... Vielleicht wenn ich detaillierter darüber schreibe ... es sind halt meine Momente.
Erinnert ihr euch noch an >den< Beitrag?!
 
 
 
Hm, nun habt ihr zwangsweise doch mal etwas mehr privates über mich erfahren, aber ich denke mal, dass so der Eine oder Andere besser verstehen kann warum und wieso ich manches anders handhabe, als  andere "Hobbyfotografen" oder "(Hobby)Wildtierfotografen" - und warum ich auch manches mal auch sehr gerne total "schlechte" Natur/Wildtieraufnahmen zeige.
 
Wer Perfektion anstrebt, kann dies gerne machen - mein Ziel ist es nicht zwangsweise.
Wer Perfektion sehen will sollte hier vielleicht nicht mehr vorbei schauen, sondern Seiten wie National Geographic aufsuchen oder andere Seiten von Profifotografen besuchen.
 
Was ihr bei mir zu sehen und lesen bekommt - könnt ihr selbst für euch beurteilen.
Ich - teile - nur meine persönlichen Erlebnisse und Sichtungen mit euch.
 
Ganz gleich wie viele "ihr" seit,
ob ihr kommentiert,
mir Honig um den Mund schmiert mit positiven Anmerkungen,
Fotos kritisch begutachtet und in der Luft zerreißt ...
 
Wenn sich nur einer genauso wie ich an meine Momente im nachhinein freuen konnte - hat es sich schon gelohnt. Und die Zeit nehme ich mir und den "Aufwand" betreibe ich gerne, weil es MIR Spaß macht.
 
 
SO nun aber zu den Fotso!!!! :-)
 
Für eine größere Ansicht, bitte auf die Fotos klicken!
 
 
 
 

^ Kann das jemand bestimmen?!
 

 
Mit dem Samyang aufgenommen, Kamera befand ich auf dem Stativ.
Der Vogel machte seinen Namen eine Ehre und lief tatsächlich permanent um den Baum herum. Ich versuchte im Vorfeld zu erkennen wo er als nächstes sein wird und versuchte den Fokus schon auf diese Stelle zu setzten. Mit dem Stativ gar nicht so einfach gewesen, aber ich denke oben ist es mir soweit ganz gut gelungen. Unten leider nicht - Tiere sind nun mal auch unberechenbar :-))

 
 
Da ich mich eigentlich schon auf dem Rückweg befand und ich mit dem Stativ eher schlechte Erfahrungen gemacht hatte, war das Stativ eingepackt und die folgenden Aufnahmen entstanden Freihand! Ebenfalls mit dem Samyang 500mm f/6.3 aufgenommen. Entfernungen betrugen zwischen 200 und 400m - wobei ich keine Angaben zur Höhe machen kann!
 
 
 
Es folgt ein Turmfalke (Falco tinnunculus) in Aktion.
 

 
Ich hätte den Bereich beinahe verlassen, hätte der Turmfalke nicht noch "gerufen".
Ich verfolgte ihn die ganze Zeit durch den Sucher und versuchte in jeder Situation den Fokus anzupassen.
Am besten klappte dies wenn er auf einem Ast halt machte.


 
Da ich nicht wusste wie lange er noch dort bleiben würde, nahm ich den Moment so wie er war wahr und kramte nicht das Stativ raus. Nur in solchen Situationen kann ich das manuelle Fokussieren richtig üben, dachte ich mir. Natürlich war dabei die Serienbildfunktion der Kamera aktiviert.

 
Der Turmfalke ist übrigens ein sehr auffälliger Greifvogel - gerade bei der Jagd, da er eine ganz besondere Flugtechnik anwendet, den sog. Rüttelflug. >Hier< könnt ihr ein wirklich tolles Video von einem Turmfalken im Rüttelflug sehen.
 
 

 
Ich weiß, dass diese Fotos nicht so toll sind - aber ich find es klasse ihn bei seiner erfolgreichen Wurmsuche beobachtet und fotografiert haben zu können.



 
 
Nachdem er den Wurm erbeuten konnte flog er davon und war für mich nicht mehr sichtbar gewesen. Als ich mich umdrehte, wieder einmal bei dem Versuch nach Hause zu laufen, hörte ich hinter mir ganz nah einen anderen Piepmatz singen. Drei Meter von mir entfernt, teilweise zu nah für das Samyang und auch wenn die Äste die perfekte Sicht auf ihn versperrten probierte ich zu fokussieren.
 

 
Ich meine, dass es ein Haussperling (Passer domesticus) ist, falls ich mir irre, bitte melden!

 


Da ich euch Gestern schon das Reh-Video gezeigt habe, muss ich wohl nicht mehr erwähnen, dass noch weitere Fotos folgen ;-)

Freitag, 19. April 2013

Mein erstes Reh Video

Heute war ich wieder in Feld und Flur unterwegs. Die Fotomotive, die ich eigentlich vor die Linse bekommen wollte zeigten sich leider aber nicht. Keine Waldmäuse im Mäuse Paradies :-( Auch keine Kröten - nur platt gefahrene ...

Dafür konnte ich über einen längeren Zeitraum einen Turmfalken oder Mäusebussard beobachten. Ich weiß noch nicht genau, ob es ein Turmfalke war, muss ich mir noch genauer anschauen.

Kurz bevor ich gehen wollte nahm ich in der Ferne auch noch drei Rehe war. Diese habe ich nicht nur fotografieren können sondern erstmalig konnte ich auch ein Video machen.

Ich weiß, man sollte eigentlich nicht Video mit einer DSLR machen, jedenfalls wird es nicht immer empfohlen, aber ich konnte nicht anders :-)

Die Entfernung betrug ca. 480m (Luftlinie). Aufgenommen mit der Pentax K5 und dem Samyang 500mm f/6.3.

Die Fotos von dem Ausflug folgen in den nächsten Tagen - hier erst Mal nur das Video :-)

Und falls das Video hier nicht eingebettet angezeigt wird >hier< noch der Link.

Donnerstag, 18. April 2013

Schnappschüsse aus Korbach


Da ich heute einige Dinge in Korbach zu erledigen hatte bot es sich auf dem Rückweg an wieder einmal beim Nabu-Beobachtungshäuschen (Richtung Lelbach) vorbei zu schauen. Voller Erwartung einige Vögel vor die Linse zu bekommen saß ich dort im Häuschen, aber die wenigen Vögel die dort vorbei flogen waren einfach viel zu schnell aus dem Sichtbereich wieder raus. (Die Sicht ist im Häuschen etwas eingeschränkt).

Allgemein denke ich aber, dass dort zu einem anderen Zeitpunkt tierisch viel los ist. Neben den vielen verschiedenen Vogelarten, die laut Nabu dort vorkommen, lassen sich sicherlich auch einige Kröten finden, der Bereich ist gerade zu ideal für diese. Ich bekam aber vor Ort leider nicht lebendes vor die Linse.

Hier einige Umgebungsaufnahmen. - Für eine größere Ansicht wie immer bitte auf die Fotos klicken.


 

 
^ (Dieses Foto entstand mit dem Samyang - es handelt sich dabei um ein Teilausschnitt, die Schärfe sitzt nicht richtig, ich weiß, aber ich möchte nur einen Eindruck der Umgebung vermitteln ;-) )

 
 
 

 
(^ Ebenfalls mit dem Samyang aufgenommen - wieder einmal eine Fokussierungsübung. Wie schön wäre es gewesen, wenn auf dem Zaun ein Vögelchen gesessen hätte ...
 
 
 
^ Unter einer Brücke, ebenfalls in der Nähe des Nabu-Häuschens.
 

 
Direkt neben dem Nabu Häuschen entdeckt. Vermutlich handelt es sich dabei um ein Schädel eines Fuchses. Die Zähne sahen jedenfalls zu spitz aus um dass es von einem Reh hätte sein können. Sollte jemand anhand der Fotos erkennen können welches Tier das wirklich ist, bitte kommentieren :-)
Der Schädel lag nach dem Verlassen des Häuschens noch immer dort, falls sich einer meiner regionalen Lesern das anschauen gehen möchte ... ;-)
 


 
Die Rotmilane sind unterwegs. Diesen habe ich in der nähe vom Finanzamt in Korbach gesichtet.
Ich hatte kurz vorher erst die Kamera rausgeholt... Aber immerhin konnte ich noch ein Foto von ihm machen.

 
 

 
^ Der Feuerwehrtum 
 

 

 

 
^ Auch wenn das Foto nicht soooo toll geworden ist, freut es mich dennoch diesen Vogel (Mäusebussard?!) erwischt zu haben, da ich ihn während der Autofahrt (Beifahrerin) fotografiert habe :-D - Die zwei Rehe die ich in der nähe des Straßenrandes sichten konnte, nahm ich leider dagegen zu spät wahr, so dass ich kein Foto machen konnte.