Freitag, 15. Mai 2015

Rehböcke und Weidenzäune

Vorweg, dieser Blog-Eintrag wird voraussichtlich wieder länger werden.
Bitte lest euch aber den Text dazu durch.
 
 
 
Die Reh-Fotos zu diesem Beitrag entstanden am gleichen Tag wie die Fotos vom Fuchs im Löwenzahnfeld, also am 06.05.2015. Ich hatte euch die Fotos vorenthalten bzw. wollte nicht so viel darüber erzählen, weil ich abwarten wollte bis ich genügend Informationen parat hatte.
 
Wie ihr selbst erkennen könnt, befindet sich am Geweih von einem Bock ein längeres Stück von einem Weidenzaun. Dieses "Problem", habe ich einer Organisation gemeldet. Bzw. eine Anfrage gestellt ob man dem Bock in irgendeiner Form helfen könne, da die Verletzungsgefahr (Strangulieren, Fleischwunden durch die Reibung) sehr hoch sein könnten und ihm bei einer Flucht auf der Straße auch evtl. behindern könnte (Stolpergefahr), auch wenn es ihm so bei seinem normalen Treiben (Fressen und normales Laufen), wie meine Fotos auch belegen können, nicht stört.
 
Ich habe bewusst erst eine Organisation kontaktiert, statt mich an den zuständigen Revierförster zu melden. Warum und wieso habe ich der Organisation ebenfalls erklärt, aber ich möchte es auch euch erklären.
 
Zwar wäre in so einem Fall zunächst die Revierförsterei zuständig, jedenfalls wenn es ein Stadtwald ist und in diesem Fall ist es ein Stadtwald. Meines Wissens würde das Problem des Rehs auch in den Aufgaben eines Revierförsters fallen, allerdings können diese Aufgaben weitergegeben werden. So zum Beispiel wenn das Gebiet an einem Jäger verpachtet ist. Dann ist es erstmal die Aufgabe des Jägers.

Auch wenn der Revierförster theoretisch weiß (damals wegen den toten Fuchswelpen), wo ich mich rumtreibe und das dort Wild umherläuft, wollte ich ihn nicht zuerst kontaktieren. Meiner Erinnerung nach war ein Nachbarrevier (wo ich nicht genau weiß wo es anfängt und wo es endet) an einem Jäger verpachtet. Wie es um das Gebiet steht, wo ich bevorzugt die Wildtiere beobachte und fotografiere weiß ich nicht. Fakt ist, dass dort die letzte Jägerliche Aktivität länger her ist. Es wurde vor ca. zwei Jahren ein Hochsitz erneuert, meine euch darüber berichtet zu haben, und im gleichen Jahr soweit ich mich erinnere, fand ich eine Wildtierkamera im Wald. Mit meiner Meldung könnte aber die Aufmerksamkeit auf speziell dieses Revier gezogen werden ...

Natürlich würde eine Meldung beim Förster und später ggf. bei dem Jagdpächter nicht gleich das Aus für den Bock bedeuten. Das ist wohl nur eine Vermutung von mir und ich rechne bevorzugt immer zuerst mit dem Schlimmsten, was aber auch nicht verkehrt ist...
Ich erinnere mich an den Worten des älteren Landwirst, vor einigen Jahren, mit dem ich mich über die vielen Rehe die ich in den Tagen sehen konnte unterhalten hatte und er dabei strahlte und bedauerlich anführte:  "Einen Bock habe ich hier noch nie gesehen, die werden nicht alt hier ... der neue Jagdpächter knallt alles ab, was er vor die Flinte bekommt".
Daher ist diese "übermäßige" Sorge von mir, meiner Meinung nach auch berechtigt. Und bestätigt mich immer wieder darin, dass es eine gute Entscheidung von mir ist, keine Angaben zu den Plätzen zu geben und alles verdächtige zu retuschieren oder eben nicht zu veröffentlichen. Gut, einiges können regelmäßige Wanderer theoretisch auch wieder erkennen, aber die Spaziergänger, die die Bäume/Sträucher wiedererkennen, wissen dass dort Wild ist. Das ist eigentlich kein Geheimnis ... es geht ja nicht um die, sondern den Anderen. Andere die es nicht wissen, andere die selbst jagen, oder jemanden kennen der jagt und ihm erzählt usw. nicht unbedingt absichtlich ... ihr wisst sicherlich, wie ich es meine, hm? Ich weiß noch wie stark die Nachfrage nachdem Standort, der Fuchswelpen vor einigen Jahren, von Jägern war (man erkennt nicht immer einen Jäger am aussehen, gerade bei jüngeren bzw. gleichaltrigen!) und über welche Wege versucht wurde das zu erfahren ... Da ist einfach Vorsicht geboten, jedenfalls wenn einem die Tiere die man fotografiert auch wichtig sind. So jedenfalls meine Prinzipien.
 
Ich habe nun eine Woche gewartet, aber leider noch keine Rückmeldung erhalten wie man dem Bock helfen könnte und ob man ihm helfen könnte ohne ihn zusätzlich in Gefahr zu bringen. Oder ob bekannt ist, dass sich das Problem von selbst lösen könnte ...
Wie gesagt, eigentlich wollte ich abwarten bis ich eine Antwort erhalten habe....
Einige von euch haben sicherlich auch ein Herz für Tiere und machen sich nun ebenfalls Gedanken um den Bock ... zu gerne hätte ich euch die Grübelei erspart.
 
Die Aktuellen Umstände machen es mir allerdings nicht mehr möglich das Thema weiter aufzuschieben. Zu viel ist bereits passiert und um alle meine Reaktionen und Empfindungen, die ich privat oder im Netz (z.B. Facebook) von mich gebe besser nachzuvollziehen zu können, ist es wichtig, wenn man alle Umstände kennt. Es hängt auch vieles zusammen ...
 
Daher nun erstmal noch den regulären "Bericht" zu den Fotos ;-)






 
 
Es waren ca. zwei Stunden vergangen, als ich den Fuchs fotografiert hatte und mir dann die Rehe vor die Linse kamen. Ich lief eine meiner Lieblingsrouten und schaute immer wieder durch die Büsche und Bäume auf das Feld unterhalb zu meiner linken Seite als ich die Rehe dann entdeckte.
Die schwankende Zahl - drei oder vier - macht mir aktuell keine Sorgen, weil ich weiß, dass es zwei Böcke und zwei Ricken sein müssten und eine Ricke vielleicht ein Kitz zum versorgen haben könnte und ggf. Abseits ist oder eben an ihren bevorzugen Schlafplatz sich befindet. Denn nicht nur bei den Füchsen ist zu dieser Zeit mich Nachwuchs zu rechnen, sondern auch bei den Rehen. Mein letzter Kontakt zu den Rehen war Anfang April also könnte es gut möglich sein ...
Eigentlich so meine persönliche Erfahrung in den letzten Jahren Fuchskinder im April ; Rehkitze im Mai ... Da aber der Winter lange war, denke ich, dass es sich verschoben hat ...
 
 
Jedenfalls ... als ich die Rehe sah, bückte ich mich hinter den Büschen und wechselte leise mein Objektiv auf das Samyang 500mm. Ich versuchte durch die Büsche zu fokussieren und blieb einfach dort wo ich war, denn die Stelle war ideal. Im nachhinein sehe ich selbst, dass man schon auf den ersten Fotos den Zaun am Geweih hätte sehen können, aber ich hatte es nicht bemerkt, da ich nur die Belichtung nach dem ersten Foto überprüft hatte und mir sonst die Fotos nicht weiter angeschaut hatte.
 
 


Einen Augenblick schienen die Rehe ganz normal weiter fressen zu wollen. Bis sie aber der Situation misstrauten. Ihre Ohren und Köpfe richteten sich zum Wäldchen das von mir aus gesehen vor mir lag, und von ihnen ausgesehen hinter ihnen lag.
 
Aus dem Wäldchen wo ich mich befand sorgte ein Vogel für große Aufruhe ... wo auch immer er war, ihm schien es nicht so gefallen dass dort vorher einer langlief (also ich) und beschwerte sich lauthals darüber... jedenfalls mache ich diesen Vogel dafür verantwortlich, dass er die Rehe zu warnen schien und die Aufmerksamkeit zu dem Wald richtete wo ich mich selbst drin befand ... 
 
 

Da die Rehe nichts sehen und wahrscheinlich nichts hören konnten aber die Situation heikel war (sie waren ja mitten auf dem Feld)  und sie aus dem anderem Wäldchen auch etwas wahrnahmen, entschieden sie sich in Deckung zu gehen.
 
 

Sie sprangen ein paar Meter und überprüften je näher sie ihrem Ziel (dem Wald) kamen die Situation ... so richtig in den Wald schienen sie wohl auch nicht gehen zu wollen ...



Irgendwas war also auch da ... dachte ich mir. 
 

Dann waren sie aus meine Sichtbereich und als ich einige Meter weiter lief und wieder freie Sicht hatte (überall Büsche ;-) ) waren sie nirgends auf der Wiese zu sehen ....
 
 

Sie waren also komplett geflüchtet ... und ich hatte schon eine Vermutung warum ...
Ihr Verhalten kam mir so komisch vor ... und ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie mich bemerkt/gesehen hatten und wegen mir geflüchtet waren ... ich war doch sooooo ruhig und doch soooo weit weg ....
 
Also entschied ich mich dem Grund auf die Spur zu gehen ... Ihr dürft jetzt nicht denken, dass ich den Rehen hinterher gehetzt bin. Ich renne nicht, und gehe nicht querfeldein sondern bleibe auf dem Feldweg. Über Wiesen und Felder laufe ich nicht, wenn dann am Rand zwischen den Grenzsteinen, aber auch das nur wenn es gar nicht anders geht. Und allgemein laufe ich, wenn ich leise laufen möchte recht langsam, einen Berg hoch nach einer langen Tour erst recht ...  Theoretisch hätten die Rehe weg sein können ehe ich auch nur annährend in ihrem Hör/Sichtbereich gekommen wäre ...
 
Und auch der Feldhase den ich gerade so durch die Büsche entdecken konnte, sorgte dafür dass ich noch später an meinem Ziel ankam ...
 

Ich lief langsam dem Weg entlang und versuchte allen kleinen Stöckern aus dem Weg zu gehen. Zwar war mein Blick dieses mal nicht nur zu einer Seite gerichtet, aber eigentlich hatte ich keine Hoffnung mehr die Rehe zu sehen ... die waren weg, wieder auf ihren Lieblingsplatz dachte ich mir ....
 
Und dann sah ich sie doch noch ... immer noch auf der gleichen Wiese ....
 ist halt eine große Wiese ;-)
 
 

Da sie nicht im "Fluchtmodus" waren und die Sicht dort halbwegs passabel war (durch die Büsche) machte ich es mir auf dem Boden bequem ... hier könnte es nun etwas länger dauern, dachte ich mir.


Ihr wisst sicherlich, was die Rehe gemacht haben ...
Gefressen ... und gefressen - was auch sonst :-)
 

Zu diesem Zeitpunkt nahm ich aufgrund der Entfernung ca. 30-80 Meter am Geweih des Bocks etwas wahr. Da ich mit dem 500mm Objektiv von der Situation noch nicht so viele Fotos hatte und ich das erste Foto auch wieder nur auf die Belichtung überprüft hatte konzentrierte ich mich vor allem auf das Fokussieren und machte einfach viele Fotos um dann hier und da ein scharfes Foto in meiner Ausbeute zu haben ... Also wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht was das am Geweih war, ich vermutete nur, dass der Bock Stöcke oder etwas Gras mit seinem Geweih aufgenommen hatte ...
 

Auch wenn Rehe von Ricken (Weibliches Reh) geführt und geleitet werden, sind die Böcke wesentlich aufmerksamer und wachsamer ... das habt ihr vielleicht aus anderen Blog-Einträgen auch schon mitbekommen. Deswegen konzentriere ich mich beim Fotografieren bevorzugt auf die Böcke. Zumal kann man Anhand des Geweihs die Rehe besser einer Gruppe zuordnen ...
Meine Lieblingsbegleitung kann dagegen aber auch die Leitricke sehr gut wieder erkennen ...
 

Es ist also tatsächlich blanker Zufall, das ausgerechnet der Bock mit dem Weidenzaun so meine Aufmerksamkeit erhielt ... Aber ihr seht es selbst, er bot sich auch zum fotografieren an, weil er öfters den Kopf hoch hob und mir ein schönes Foto schenkte :-)
 
 


Beim ganzen "rumgeklicke" (Kamera) und der Nähe zu den Rehen war es eigentlich eine Frage der Zeit bis sie mich bemerken würden. Der zweite (jüngere?) Bock schien mich gesehen zu haben. Ich bin mir zwar nie so sicher ob sie mich direkt sehen ... aber es wäre ein zu merkwürdiger Zufall, wenn sie genau zu mir starren und mich nicht sehen, oder?! Ich fühlte mich ertappt ...
 
Und wenn ich ertappt wurde und gesehen werde gibt es nur eine Reaktion die wohl für mich typisch sein sollte ... Kamera runter, Lächeln und ein paar andere "Rituale" ;-) Jetzt muss er mich definitiv gesehen haben!
 

Auch wenn er weiter fraß, sowie die anderen beiden, konnte ich beim Bock eine leichte "Unsicherheit" spüren. Ich hatte das Gefühl, dass sein erster Instinkt die Flucht gewesen wäre, aber da offensichtlich von mir keine Gefahr kam blieb er bei den Anderen ...
 

Dennoch entschied er sich langsam in Deckung zu gehen ... sicher ist sicher.
Langsam ging er unter den Zaun drunter und in den Büschen fühlte er sich dann sicherer. Dort blieb er einen Augenblick (schaute auch nochmal in meine Richtung) und ging dann unterhalb der Büsche und verschwand komplett aus meinem Sichtbereich.
 

Da die einzelnen Mitglieder Gruppe zwar oftmals etwas weiter weg voneinander stehen, mögen sie es nicht, wenn sie sich nicht mehr gegenseitig sehen können. Also folgte die Ricke dem Bock hinter dem Zaun. Dort konnte sie ja auch weiter fressen und sich kratzen :-)
 

Und nun sah auch sie mich! Eindeutig! Oder?
Ich finde es eindeutig :-D Sie blieb dort und beobachtete mich ganz genau.
 

Der letzte Bock blieb noch weiter auf der Wiese und beobachtet die Wiese und den Weg der hinter der Wiese liegt (den, ich Ursprünglich bei der ersten Sichtung gelaufen war) ...




Nachdem die Ricke ebenfalls den Hang unterhalb der Büsche runtergestiegen war verschwand auch der Bock im selben Gebüsch und war nicht mehr zu sehen.
 
 



Für mich persönlich war es wieder ein schöner Augenblick.
Sie hatten sich entschieden gehabt von der Mitte der Wiese weg zu gehen und an einer anderen Stelle weiter zu fressen ... nachdem sie mich sahen entschieden sie sich zwar nicht sofort aufgeregt und panisch zu wegzurennen, aber dennoch wollten sie beim Fressen nicht (schon wieder) weiter begafft werden :-D Unser respektvolles "Abkommen" scheint weiterhin zu gelten :-)
 
An einer Bank schaute ich mir dann erstmalig meine Fotos an und erkannte dann sofort den Weidenzaun am Geweih. Naaaaa suuuuuuper!
 
 
Wie ihr sehen könnt, war der Zaun nicht so arg störend für den Bock.
Aber ich denke ihr könnt auch die möglichen Gefahren erkennen ...
 
 Der Bock kann bei einer ernsthaften Flucht (Autos, andere Menschen / Hunde) benachteiligt sein.
Auf meinen Fotos ist es nicht erkennbar und ich habe aus Unwissenheit nicht darauf geachtet wie seine Sprünge aussahen als sie beim ersten mal weggelaufen waren. Aber dieses Weglaufen, was ich beobachten konnte war keine direkte Flucht, wenn sie richtig flüchten sind Rehe viel schneller!
Wenn er schneller flüchten muss könnte er stolpern und bei der Flucht über Zäune hängen bleiben oder an den Büschen hängen bleiben und sich dabei womöglich Strangulieren. Und je nachdem wie es sich (z.B. durch Wind) um seinen Hals legt am Hals reiben und dies führt zu weiteren Verletzungen ...
 
Diese Qualen" die evtl. auf ihn zukommen können, waren der Grund warum ich mich wie bereits erwähnt, zunächst an eine Organisation gewendet hatte, die eigentlich wirklich Tieren helfen möchte, so dachte/denke ich jedenfalls. Vielleicht gilt der Schutz nur bestimmten Tieren, ich weiß es nicht.
Diese Qualen die evtl. auf ihn zukommen könnten, können aber auch für einen Jäger Gründe sein dem Bock von seiner evtl. Qual vorzeitig "befreien" zu wollen ... Unabhängig davon das er sonst gesund ist. Ihr müsst bedenken betäuben kostet auch Geld. Da muss wahrscheinlich sogar noch ein Tierarzt dazu geholt werden ... Alles doch Mehraufwand, für ein Tier das doch so häufig vorkommt, nicht vom aussterben bedroht ist und sonst keinen weiteren nennenswerten Schutz genießen kann. Abgesehen von den aktuellen Schonzeiten für Ricken und Kitze.
 
Natürlich gibt es Ausnahmen unter den Jägern, das sind aber eben Ausnahmen, nicht die Regel!
Das es so ist, möchte ich euch auch mit diesem Video zeigen.
Wo (vermutlich) ein Jäger einem Bock der am Weidezaun gefangen ist auch zu Hilfe kommt!
 
Das Verfangen der Böcke in den Zäunen ist übrigens ein Grund warum derartige Weidenzäune von Tierschützern kritisiert werden. Landwirte werden gebeten ihre Zäune zu kontrollieren und wenn für lange Zeit kein "Vieh" auf den Wiesen ist diese Zäune zu beseitigen oder besser zu sichern.
Böcke gelten als besonders neugierig, geraden wenn etwas "neu" für sie ist. Und diese Zäune scheinen sie magisch anzuziehen ... Wo sie dann auch leider hängen bleiben und so manches mal wohl, wenn keiner zu Hilfe kommt, Böcke an solchen Zäunen verenden.
 
 
Bitte schaut euch das Video an, keine Sorge es passiert nichts schlimmes!
Und es zeigt wirklich auch mal (ausnahmsweise) eine gute Seite an einem Jäger!
 
 
 

 
 
 
Der von mir fotografierter Bock ist auf jeden fall schon ein wahrer Überlebens Künstler!
Wie auch immer es dazu kam (ein junger Bock dürfte er eigentlich nicht mehr sein) dass er sich am Weidenzaun verhing er hat sich lösen und befreien können! Und das ist schon Wahnsinn und könnte einen zu Tränen rühren, wenn man weiß, wie anstrengend dieser Kampf gewesen sein könnte...
 
 
 
 
Am Sonntag - also  10.05.2015 - hatte ich mir, in Begleitung, vorgenommen noch mal Ausschau nach dem Bock zu halten. Da ich natürlich nicht weiß, wie lange er schon den Zaun an seinem Geweih hatte, wollte ich nach den vergangen Tagen überprüfen wie gut er mit der Situation zurecht kommt. Wie hat sich der Zaun weiter gewickelt ... konnte er oder die Anderen evtl. sogar den Zaun abbeißen?! Irgendwas musste ich aktiv machen. Gemeldet hatte ich den Vorfall ja schon.
 
An diesem Tag hatten wir allerdings nicht das Glück diesen Bock zu sehen. Wir hatten zwar ein Reh gesehen und ein anderes gehört. Aber eben nicht sicher gesichtet ...
 
In der Nähe wo wir die Rehe sichten wollten sahen wir durch die Büsche einen Fuchs auf der Seite liegen. Er lies sich die letzten Sonnenstrahlen für den Abend auf dem Pelz scheinen ... Zwar hatte er uns durch die Büsche nicht sehen können (selbst wir sahen ihn nur schwer!) aber bestimmt gehört ... da ich es nicht schaffte zu Fokussieren und wir bestimmt Steinchen bewegt hatten, richtet er sich auf und lief den Hang runter ... weg aus unserem Sichtbereich.  
 
 
 
 
 
Auf dem Rückweg auf einer Bank bemerkte ich ein Auto, und ihre Fahrgäste, das an uns vorbeifuhr...es schien das gleiche zu sein, was ich am Freitagabend (Stunde der Gartenvögel) bemerkt hatte .... Wie bereits mal erwähnt, es fahren dort nur sehr selten Autos entlang und es macht keinen Sinn dort entlang zu fahren weswegen prinzipiell jedes Auto verdächtig ist  und da es kein "normales" Fahrzeug war, hatte ich schon ein komisches Gefühl. Auch die Kleidung vom Freitag kam mir merkwürdig vor und jetzt fuhren sie hier nochmal lang ... alles sehr komisch. Aber gut, meine Begleitung findet immer die passenden Worte meine Sorgen beiseite zu schieben ... So auch an dem Abend.


Das meine Sorge nicht unberechtigt war, wissen einige durch Facebook nun schon ...

Wie auch immer, darüber werde ich euch später auch noch berichten.
Wahrscheinlich bleibt es heute aufgrund der zusammenhängen Themen nicht bei einem einzigen Blog-Eintrag ... vielleicht gehört ihr zu den glücklichen und habt bereits Wochenende und könnt auch bereits was zu lesen vertragen ;-) Wie auch immer ...

Fortsetzung folgt.


 
 


Kommentare: