Mittwoch, 25. Januar 2017

Kanadagänse in der Großstadt



Da die Städte immer Größer werden und somit der Lebensraum von den Tieren immer kleiner werden, findet man in Städten immer mehr "Wildtiere". 
Vögel zählen für viele nicht unter die Kategorie "Wildtiere" - sie können ja über all hinfliegen... Und doch sind es Wildvögel, die durchaus auch Tümpel, Teiche und Seen fernab der Stadt wählen könnten. Doch auch für viele Wildvögel werden kleine "Wasseranlagen" für immer interessanter denn in diesen Teichen und Seen werden immer wieder Fische ausgesetzt, damit sich der Städter noch wohler fühlt und bei einem Spaziergang mit der Familie die Fische füttern können ...
Das das Leben in der Stadt sehr einfach sein kann, wissen die meisten Enten wie die Stockenten und Mandarinenten.

Bei Schwänen kann man es nur äußert schwer einschätzen, ob diese "freiwillig" irgendwo sind. Denn ihnen werden sehr häufig die Flügel gestutzt und können oft nicht weg fliegen. Das wird so gehandhabt um ebenfalls mehr Besucher in eine Region zu locken. Auch wenn die Parkanlagen dann kostenlos sind, es geht bei solchen Dingen um das allgemeine Ansehen einer Stadt.
Wie schon mal berichtet, lag ein solcher Fall bei uns im Ort auch vor.

Zurück zum Thema... auch in unserer Kleinstadt habe ich schon vereinzelte Nilgänse Paare in den örtlichen Teichanlagen gesehen. Graugänse, die mehr in Gruppen leben immerhin schon in Kassel - da dort die Parkanlagen viel größer sind und sie auch alle genug Platz haben.

Das jedoch auch Kanadagänse die Vorzüge einer Stadt kennengelernt haben ist mir dagegen neu. Umso erfreuter war ich diese dann in Frankfurt in einer vergleichsweise, sehr kleinen, Teichanlage so zahlreich anzutreffen. Denn bisher habe ich Kanadagänse nur in unseren Naturschutzgebieten gesehen.


In Frankfurt schienen sich die Kanadagänse sehr wohl zu fühlen und auch sehr heimisch zu sein, da sie sofort an den Ufer geschwommen kamen und schauten ob ich ihnen Futter mitgebracht hatte.
Wie auch ihr Name schon verrät, war ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet Nordamerika gewesen. Ähnlich wie viele andere Tiere sind Kanadagänse aber auch schon seit den 70er Jahren hier "heimisch". Wie so oft im Leben wird diese "eingeschleppte" Tierart von den meisten Menschen und "Organisationen" eher akzeptiert ... anders als der Waschbär (der böse Eierfresser) dem nicht mal im Notfall tierärztliche Hilfe zusteht, sollte er diese brauchen ... Paradoxe Gesetze die einen einmal mehr die Doppelmoral unserer Gesellschaft zeigt sowohl das kein Leben dem anderen gleicht und gleich Wert ist ...




Die Kanadagans wird etwas größer als die Graugans und ist damit die größte Gänseart, die in Europa in freier Wildbahn zu beobachten ist. Die Körperlänge der Gans beträgt 90 bis 100 Zentimeter, die Flügelspannweite 160 bis 175 Zentimeter. Das Gewicht variiert erheblich. Männchen wiegen in der Regel zwischen 3,5 und 6,5 Kilogramm, während die Gewichtsspanne der Weibchen zwischen 3,0 und 5,5 Kilogramm liegt. Von der Unterart Branta canadensis maxima wird ein maximales Gewicht von 7,5 Kilogramm berichtet.



Innerhalb ihres großen natürlichen Verbreitungsgebietes in Nordamerika wird eine Reihe von Unterarten unterschieden. Die Unterarten durchmischen sich in ihrem Verbreitungsgebiet weiträumig, so dass die Unterscheidung zwischen den einzelnen Unterarten nicht einfach ist und je nach Autor erheblich schwanken kann. Seitdem die Zwergkanadagans (Branta hutchinsii) als eigenständige Art eingeordnet wird, ist die Einteilung in sieben Unterarten die allgemein übliche. Grundsätzlich gilt, dass die Unterarten eine dunklere Körperfärbung aufweisen, je weiter westlich in Nordamerika ihr Verbreitungsgebiet liegt. Die Körpergröße der jeweiligen Unterarten steigt dagegen in südlicher Verbreitungsrichtung an




Der bisherige Rekordhalter unter den Kanadagänsen erreichte ein Lebensalter von 33 Jahren. Es handelte sich dabei um eine in Gefangenschaft gehaltene Gans. In freier Wildbahn sterben Kanadagänse in der Regel deutlich früher. Über ihr maximales Lebensalter liegen nur wenige Daten vor. Kanadagänse, die in freier Wildbahn älter als zwölf Jahre werden, dürften jedoch die Ausnahme darstellen.


Ausgewachsene, gesunde Kanadagänse werden nur sehr selten durch Fressfeinde geschlagen. Kanadagänse sind wachsame und wehrhafte Vögel, die sich normalerweise jeder Annäherung von potentiellen Fressfeinden durch Flucht entziehen. Es sind daher eher geschwächte, kranke Gänse, die vorwiegend in der Nacht von Raubsäugern wie Rotfuchs, Wolf oder Kojote geschlagen werden. Tagsüber fallen solche Gänse auch großen Greifvögeln wie etwa dem Weißkopfseeadler zum Opfer. Einfluss auf die Populationsgröße haben eher Klimabedingungen, die das Nahrungsangebot negativ beeinflussen.

Quelle und weitere Informationen: Wikipedia




Neben der Kanadagänse waren auch vereinzelte Nilgänse, ein Teichhuhn und einige Tauben sowohl Stockenten im Park.




Und auch in Frankfurt konnte ich wieder eine schöne Hybrid Stockente fotografieren :-)


Wünsch euch weiterhin eine gute Woche, bis demnächst wieder!




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