Dienstag, 8. März 2016

Unsortiertes XVI

Und auch im neuen Jahr bleibe ich bei meiner "Notfall-Überschrif" wenn mir nichts besseres einfällt ;-) Heute zeige ich euch einige Aufnahmen vom 27. und 28.02.2016 :-)







Mir ist es endlich wieder geglückt einen Vogel den ich vorher noch nicht vor die Linse hatte zu fotografieren - eine Schwanzmeise (Aegithalos caudatus).
Zugegeben, mir wäre das Meisen Pärchen in den Büschen nicht aufgefallen, aber zum Glück war ich an dem Tag nicht alleine unterwegs :-)


Die beiden folgen immer wieder zwischen den Büschen umher und waren für mich nicht einfach scharf zu stellen ... Aber immerhin ein paar Fotos konnte ich machen :-)





Ob in diesem Nest bald Eier liegen werden?
Ich glaube eher nicht, viel zu ungeschützt ... aber abwarten, wenn die Büsche und Bäume wieder Blätter tragen, könnte man es hier piepsen hören aber ob ich dann noch immer weiß wo das Nest war?






Zum Abschluss noch zwei Selbstportraits von mir, die ich auch selbst aufgenommen habe.
Ich hatte wieder einmal Lust auf ein neues Profilbild - für alle Communitys wo ich angemeldet bin - und wollte wieder versuchen etwas meiner Persönlichkeit zu transportieren ...
Dafür habe ich mir als Location einen meiner Lieblingsplätz ausgesucht - den Wald - aber nicht nur irgendeinen Wald, sondern das Waldstückchen, wo ich am liebsten sparzieren gehe und wo die meisten Wildlife-Fotos entstanden sind, die ihr auf meiner Webseite und Blog sehen könnt... und ich oute mich dazu erstmalig als Hemdenliebhaberin :-D Ich hatte schon in meiner Jugend in den 90er einen Hemdentick, den ich mit dem Älter werden ein wenig aus den Augen verlor - aber "Papas-altes-Holzfällerhemd" - hat es immer überlebt und ist bis heute eines meiner liebsten Kleidungsstücke :-)







Donnerstag, 25. Februar 2016

Astrofotografie - Erfahrungen

Hallo ihr lieben,
nach langer, langer Zeit melde ich mich wieder zurück mit "neuen" Fotos - die ich euch gerne zeigen möchte. Allerdings sind diese Fotos auch nicht mehr neu ... die Fotos entstanden über einen längeren Zeitraum und zeigen meine Fortschritte im Bereich der Astrofotografie.

Da ich mich mit dem Programm DeepSkyStacker auseinander gesetzt habe, habe ich an klaren Nächten nicht nur meine "Lights" sondern auch "Darks" und "Offsets" aufgenommen ... allerdings konnte ich die Fotos nie "staken" ... Zunächst hatte ich nicht genügend RAM ... dann hatte ich durch das Update meines Systems Probleme mit den 32-Bit Programmen auf meinem 64-Bit Rechner ... und dann gab es Probleme mit der Festplatte ... all das über einen langen Zeitraum ...
Seit kurzem läuft vorerst mein System wieder rund, wobei mein persönlicher Techniker schon angedeutet hat, dass ich eine neue Festplatte brauche, da die, die ich nun verwende sich auch nicht so gut anhört und mir über kurz oder lang wahrscheinlich ebenfalls Probleme bereiten wird.
Aber ich habe den Moment wo mein System wieder lief genutzt und all meine Astrofotos bearbeitet und gestakt.

Die Sternenfotografie ist ein Thema, dass mir selbst immer sehr kompliziert vorkam und ja ich gestehe, so ganz einfach ist das nicht. Es ist nicht nur "knips" fertig.
Man kann im Internet so viel darüber lesen wie man es am besten macht und was man dafür alles braucht. All das was man zu lesen und hören bekommt hörte sich für mich immer so technisch an und viel zu kompliziert, weswegen es mich vorher immer abgeschreckt hatte. Aber es geht auch einfacher! Ich möchte euch an dieser Stelle keine Tipps geben sondern einfach erzählen wie ich es gemacht habe. Das mag nicht die perfekte Lösung sein und einiges vielleicht auch falsch ... aber es ist für mich die bequemste, zusätzlich befinde ich mich noch immer in der Lernphase!
Die Angaben sind alle ohne Gewähr! Ich hoffe, dass ich nichts Verwechsle, aber es kann passieren - daher ist es wichtig, solltet ihr euch selbst mit dem Thema beschäftigen, selbst in das Programm einlesen oder generell eure eigenen Erfahrungen in dem Gebiet sammeln!


Zunächst habe ich mich nach großen Wiederstand für die Verwendung von dem kostenlosen DeepSkyStaker Programm entschieden. Ich war gegenüber dieses Programms sehr skeptisch, weil ich den Sinn dahinter nicht sah und mir nicht vorstellen konnte, dass es irgendwie besser ist als das normale Photoshop. Worin liegen nun die Vorteile an DSS?

Nun, im Grunde genommen hätte man die Funktionen des DSS-Programm in Photoshop als Aktion oder Plug-In einbauen können. Auch sind die Vorgänge nicht desto trotz in Photoshop (oder einem anderen Bildbearbeitungsprogramm) möglich, nur dauert es länger.
Man erstell bei DSS sogenannte "Light-Frames" - das sind Fotos auf dem die Sterne - das Motiv zu sehen ist. Die oberste Regel beim erstellen der Light-Frames ist: je mehr Aufnahmen man macht umso besser! Ebenso erstellt man so genannte "Dark-Frames" - diese Aufnahmen werden bei gleichen Einstellungen (auch draußen!) wie die Lights erstellt nur, dass dabei der Objektivdeckel die Linse abdeckt. Damit soll das Kamera-Interne Rauschen reduziert werden, damit das Programm besser zwischen Sterne und Rauschen unterscheiden kann. Wichtig dabei ist, dass man die Aufnahmen auch draußen macht, das muss nicht immer direkt nach jeder Light-Aufnahme sein, das geht auch hinterher. Es ist insofern wichtig, da die Außentemperatur sich ebenfalls auf die Kamera bzw. das Rauschen auswirken kann. Dann kann man auch noch Offsets erstellen und Flatframes ... all diese "Set-Aufnahmen" sind im Grunde weitere Dunkelbilder die Kamera internes Rauschen noch mehr reduzieren sollen. Diese Aufnahmen kann man auch zu Hause machen und quasi schon vorbereiten.
All diese Aufnahmen werden dann mit dem Programm DeepSkyStaker zusammengefügt. Rauschen und Co. wird herausgerechnet. Übrig bleibt meist eine überstrahlte Aufnahme, die zunächst mit DSS bearbeitet wird und so schon fertig ist oder im Anschluss in Photoshop weiter bearbeitet wird.
Denkbar ist es auch vor dem "Staken" die Light-Aufnahmen in Kamera RAW zu bearbeiten. Diese Vorgänge kann man machen wie man möchte und führen zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Ihr merkt schon, es ist sehr Zeitintensiv....





Die Aufnahmen selbst zu erstellen sind leider auch nicht einfacher ... Es darf kein Vollmond sein, nicht bewölkt ... und wenn man selbst nicht erfrieren mag, muss man auch auf die Temperaturen achten. So kommen also im Jahr nur wenige Tage in Frage und dann muss es Privat auch noch klappen!
Technisch muss man sich auch noch überlegen wie man die Aufnahmen erstellt ... Lichtstarke Objektive sind vom Vorteil und dann gibt es noch jede Menge andere Hilfsmittel, Stative, Programme, spezielle Linsen ... alles viel zu viel.
Pentax Nutzer können es sich aber einfacher machen - mit dem Astrotracer. Auf dieses Modul hatte ich es schon lange abgesehen, da dieses Modul die klassischen Sternspuren/schlieren korrigiert, die entstehen würden, wenn man zu lange belichtet. Dieses Modul arbeitet zusammen mit dem Kamerainternen Bildstabilisator und GPS... wie genau das alles funktioniert lest ihr aber am besten selbst nach. Fakt ist - man kann länger belichten um so mehr Sterne auf einem Foto zu bannen ohne das man das ganze TamTam braucht, was oft in Foren und Co. geschrieben wird.

Dieses Gerät hatte ich mir zeitweise für meine Pentax K5 zugelegt und damit einige Erfahrungen gemacht. Allerdings entschied ich mich nach wenigen Tagen dazu auf die Pentax K3 II zu wechseln, die den Astrotracer schon in der Kamera verbaut hat (dafür aber kein Blitz).

Den Astrotracer zu haben vereinfacht einiges, d.h. aber (leider) nicht, dass gleich alles super wird.
Ich weiß welche Ergebnisse ich erzielen kann - theoretisch - darüber habe ich mich auf vielen Pentax-Seiten die mit ungefähr gleichen Linsen und dem Astrotracer gearbeitet haben, und bin auf diesem Level noch lange nicht angelangt! Meine Ergebnisse sind wirklich erste Gehversuche!
Der Umgang mit dem Astrotracer und DeepSkyStaker benötigen also Erfahrung.... tja und das liegt dann wie schon erwähnt noch mehr als sonst am Wetter. Aus dem Grund liegen meine letzte Übungsfotos auch schon wieder sehr lange zurück.... Wie ich mich auf dem Gebiet weiter entwickle werde ich euch bei gegebener Zeit noch zeigen. Nun aber endlich zu den Fotos!

Einige Fotos habe ich euch schon mal gezeigt, ich verlinke euch dann die Blog-Beiträge.
Astrotracer kam erst ab Juli 2015 zum Einsatz!




Diese Fotos sind aus folgendem Blog-Eintrag: http://salvas-art.blogspot.de/2014/02/unsortiert-iii.html
Aufgenommen vom 17.01 zum 18.01.2014 ohne Astrotracer und ohne DeepSkyStaker





 ^ Pentax K5 ; f/1.7 ; 6.4 Sek ; ISO 2500 ; 50mm






Fotos vom 17.01. zum 18.01.2015
Alter Blog-Eintrag dazu: http://salvas-art.blogspot.de/2015/01/sternbild-orion-ohne-gewahr.html
Ohne Astrotracer und ohne DeepSkyStaker












Sternenbild Orion bei Vollmond - Aufnahme vom 25.02.2015

^ Pentax K5 ; f/8 ; ISO 3200 ; 18mm ; 6.9 Sek - ohne DSS


^ Gleiche Aufnahmereihe mit DSS und zusätzlich eigener Bearbeitung







Meine Ergebnisse der Sonnenfinsternis am 20.03.2015








^ 27.06.2015 Pentax K5 ; f/6.3 ; 500mm ; ISO 80 ; ^/125 Sek




28.06.2015 Erstes Foto mit Astrotracer ohne DeepSkyStaker


^ Pentax K5 ; f/5.6 ; 300mm ; ISO 1600 ; 30 Sek






Aufnahme vom 17.07.2015



^ Pentax K5 ; f/2 ; 50mm ; ISO 80 ; 120 Sek. Mit Astrotracer und DSS allerdings nur aus drei Light-Aufnahmen zusammengesetzt und nachträglich PS Bearbeitung



^ Pentax K5 ; f/2 ; 50mm ; ISO 80 ; 60 Sek. Mit Astrotracer und DSS allerdings nur aus drei Light-Aufnahmen zusammengesetzt






06.08.2015

^ Bestehend aus 4 Lights und 4 Darks
Pentax K3 II ; f/2 ; ISO 800 ; 30 Sek. ; 50mm


^ Bestehend aus 4 Lights und 4 Darks
Pentax K3 II ; f/2 ; ISO 800 ; 30 Sek. ; 50mm




Bei der Sternschnuppennacht am 13.08.2015 standen für mich nicht die Perseiden im Vordergrund, ich nutzt die klare Nacht allgemein zur Sternenfotografie, auch mit der Hoffnung die Milchstraße abzulichten.

^ Pentax K3 II ; f/2 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600
4 Lights + 4 Darks


^ Pentax K3 II ; f/1.8 ; 50mm ; 10 Sek. ; ISO 6400 - 4 Lights + 4 Darks


Flugzeug!
^ Pentax K3 II ; f/2 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 4 Lights + 4 Darks





Erster Versuch mit Landschaft ; die gelbliche Farbe ist die Lichtverschmutzung des Dorfes, das hinter dem Hügel liegt ...

^ Pentax K3 II ; f/2 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 1 Lights + 3 Darks + Offsets



^ Pentax K3 II ; f/2 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 4 Lights + 4 Darks




^ Pentax K3 II ; f/2 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 4 Lights + 4 Darks



Kleiner Teil der Milchstraße

^ Pentax K3 II ; f/2 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 4 Lights + 4 Darks






09.09.2015 - In dieser Nacht wollte ich hauptsächlich versuchen die Milchstraße zu fotografieren. Sie war mit etwas Anstrengung auch mit bloßen Augen etwas zu sehen so klar war die Nacht gewesen! Eine fantastische Nacht!




^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200 - 5 Lights + 5 Darks + Offsets


^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200 - 5 Lights + 5 Darks + Offsets




^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200 - 5 Lights + 5 Darks + Offsets



Wie ihr wisst, wandern die Sterne ... wenn man also sich vergewissert hat, dass die Einstellungen die man in der Nacht getroffen hat die richtigen sind und eine Set-Reihe aufgenommen hat (immer Lights und Darks nacheinander) sind die Sterne in der Zeit schon weiter gewandert und man muss erneut ausrichten und fokussieren, daher ist die Kante des Scheunendaches mit auf dem Foto, da aber die Milchstraße schon mal besser zu erkennen ist als bei den vorherigen, habe ich sie hier eingefügt um eben diesen Entwicklungsverlauf besser zeigen zu können ;-)
Die "Qualität" verändert sich bei gleich bleibenden Einstellung durch die Wolkenbewegungen, ebenso wie genau man die Kamera scharfgestellt bekommt ebenso durch die Lichtverschmutzung die in diese Blickrichtung herrscht.



^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200
Eine einzelne Aufnahme in PS entwickelt. Die Farben des Himmel (das gelbliche) ist Lichtverschmutzung farblich wurde diese Aufnahme kaum verändert


^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200 - 5 Lights + 5 Darks + Offsets
Diese Aufnahme wurde wieder mit DSS erstellt, es unterscheidet sich vom Foto oben insofern, dass vereinzelte Sterne in der Originalauflösung deutlich schärfer zu sehen sind. Farblich wurde das Foto auch natürlicher bearbeitet.


^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200 - 3 Lights + 3 Darks + Offsets





Das Sternenbild "Der große Wagen" und "Großer Bär"

^ Pentax K3 II ; f/4 ; 21mm ; 30 Sek. ; ISO 3200 - 3 Lights + 3 Darks + Offsets

^ Für die, die den "großen Wagen" nicht erkennen ... den "großen Bär" konnte ich nicht einzeichnen, da die Pfoten hinter den Bäumen liegen und das Sternenbild sonst sehr komisch aussehen würde.... >Hier< könnt ihr aber sehen wie das Sternenbild aussehen würde.





^ Pentax K3 II ; f/1.7 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 3 Lights + 3 Darks + Offsets




^ Pentax K3 II ; f/1.7 ; 50mm ; 30 Sek. ; ISO 1600 - 5 Lights + 5 Darks + Offsets




Und die letzten Fotos, die ich euch aber schon mal zeigte







Wie ihr seht, lege ich aktuell meinen Fokus nur auf die reine Sternenfotografie OHNE Landschaft. Ich möchte erst bei der Sternenfotografie sicher werden ehe ich Landschaft dazu nehme ... Meine bisherigen Fotos habe ich immer in "Fußnähe" fotografiert, da bietet sich mir also so oder so keine anschauliche Landschaft an. Wird sich aber zeigen wohin ich mich entwickeln werde. Vorerst bin ich damit zufrieden.

Abschließend verlinke ich euch noch einige Videos die mir sehr geholfen haben, ihr müsst selbst schauen, was ihr daraus für euch mitnehmen könnt ;-) Ihr seht ... ich bin noch weit entfernt von solchen Aufnahmen ... aber wenn man sich die Anfänge anschaut, denke ich schon, dass ich große Fortschritte gemacht habe - was meint ihr?

Tipps, Anmerkungen, Fragen könnt ihr wie immer gerne unten im Kommentarfeld mir mitteilen. Aber auch per Mail, Facebook, Google+ oder wo auch immer wieder miteinander vernetzt sind :-)

Bis bald,
eure Stephanie














Samstag, 16. Januar 2016

Würde Bob Ross ArtAcademy empfehlen?

Im heutigen Blog-Eintrag greife ich eine Frage auf, die ich vor kurzem im Nintendo eigenen Netzwerk (Miiverse) gelesen habe. Es fragte jemand, ob der Künstler Bob Ross das Nintendo "Spiel" ArtAcademy empfehlen würde.

Zunächst für alle, die nicht wissen wer Bob Ross ist ...
Bob Ross, der leider bereits verstorben ist, war ein Maler der eine eigene Fernsehsendung in den 80er sowohl 90er Jahren moderierte und diese in vielen Ländern, auch in Deutschland, ausgestrahlt wurde. Er entwickelte eigene Mal-Techniken und versuchte seine eigene Freude an der Malerei seinen Zuschauern auf seine spezielle Art zu vermitteln und malte in jeder Show ein Öl-Gemälde, dass man gleich selbst mitmalen konnte.

Ich selbst stieß, wie wahrscheinlich sehr einige, durch Zufall zur späten Stunde vor etlichen Jahren auf seine Sendung und blieb trotz der Uhrzeit immer hängen und schaute ihm zu, wie er seine "happy trees" und "happy clouds" malte und später richtig schöne Landschaftsgemälde zauberte ... Aber oft schlief ich auch einfach bei seinen Sendungen ein, zu einem wegen der Uhrzeit und zum anderen, weil er beim Malen eine so sanfte und beruhigende Stimme hatte, das man zufrieden einschlafen konnte ;-)

Vor einigen Wochen ist es mir gelungen einige seiner Sendungen aufzuzeichnen und so habe ich nun endlich, nach vielen Jahren, es geschafft mir am Tag seine Sendung anzusehen und sogar mit ihm zusammen zu malen! Da ich noch etwas skeptisch war, was meine Praxiserfahrungen mit der Ölmalerei angeht, entschied ich mich aber nicht die Leinwand und Co. aufzustellen, sondern einfach das Gamepad der WiiU in die Hand zu nehmen und ArtAcademy zu starten!




Schon ganz zu Anfang, als es darum ging die Sonne zu malen und diese zu verblenden stieß ich auf die ersten Probleme ... das Verblenden egal worum es ging ist auf die Art und weiße, wie Bob Ross malt, meiner Erfahrung nach nicht möglich. Seine Nass-in-Nass Technik lässt sich kaum bewerkstelligen ... dafür muss man sehr viel Wasser der digitalen Farbe dazumischen und rasch verblenden, aber dennoch gelingt es nicht zufriedenstellend ... auch ist es nicht möglich nachträglich ausreichend Wasser der Farbe auf der Leinwand zu geben oder mit einem trockenen Pinsel vernünftig zu verblenden ... So jedenfalls meine Erfahrungen,  aber man kann anders vorgehen ...
Man muss umdenken und auch viel ausprobieren, aber mit der Zeit, wenn man ein paar dieser Bilder gemalt hat, sollte man den Dreh herauszubekommen und dann wäre es denkbar, ähnliche Gemälde wie sie einst Bob Ross malte selbst zu malen, auch mit ArtAcademy!





Aber würde Bob Ross nun ArtAcademy empfehlen?
Natürlich werde ich es mir nicht anmaßen direkt für ihn zu antworten!

Dennoch glaube ich, dass er es bestimmt empfohlen hätte. Warum?
Nunja, Bob Ross wollte, so mein empfinden, seine Freude die er beim Malen hatte weitergeben und das passiert auch bei ArtAcademy.

Malen - gerade wenn es um Landschaftsaufnahmen geht - kann einen so viel geben (ähnliche wie bei der Landschaftsfotografie) das einen mit Freude füllt. Man lernt mit der Zeit auf die Details der Natur zu achten und nimmt sie wesentlich intensiver wahr, da man das später ja auch noch auf Leinwand oder Papier bringen möchte ... Anders als bei der Fotografie hält man das Gesehene nicht nur einfach in einer Momentaufnahme fest und optimiert (oder verfälscht) die Natur, sondern man schafft sich die Natur ... aus der Erinnerung heraus oder anhand einer Fotovorlage. Die Wahrnehmung ist wesentlich intensiver als beim Fotografieren/Bearbeiten der Fotos .... und es macht so viel Spaß!

Und das ist der Grund, warum ich mir vorstellen kann, dass Bob Ross es empfohlen hätte.
Ganz gleich ob man seine eigenen Techniken hätte umsetzen können oder nicht, denn das - die Freude am Malen - ist doch das einzig wichtige oder?! ;-)

Wer aber selbst sich nun wieder an Bob Ross erinnert und schon immer den Wunsch hatte mit ihm zusammen zu malen, möchte ich sagen - es ist nicht zu spät! Seine Sendungen laufen immer noch hier und da und es gibt noch immer zig DvDs und Produkte von und mit ihm zu erwerben!
>Hier offizielle Webseite< und >Hier zu den Produkten auf Amazon<





Ich selbst habe mir, nun da ich gesehen habe, dass man seine Gemälde wirklich selbst nachmalen kann, vorgenommen eine Landschaftsszenerie auf Leinwand zu malen... auf einer gaaaaanz großen! Aber vorher werde ich noch etwas mehr üben ;-) In diesem Sinne.... bis bald wieder!



Zum Abschluss noch ein paar weitere digitale Bilder ....



Stillleben Lektion mit Pastell





Stillleben Lektion mit Graphit und Kohle
Übrigens erfährt man bei der Lektion auch, dass VanGogh eine ganze Stiefelserie gemalt hatte und man sieht einige seiner Werke ... das "Spiel" gibt einem nicht nur Mal-Lektionen vor sondern man erfährt auch etwas über die allgemeine Kunstgeschichte...

Ich selbst bin mit meinem Stiefel sehr zufrieden, weil ich niemals gedacht hätte, dass es am Ende so aussehen könnte, wenn man bedenkt wie man angefangen hat! 
Allgemein weichen aber meine Bilder immer von dem Original-Vorlagen ab, ich will auch gar nicht das 1:1 nachmalen sondern versuche dabei trotz einer Vorgabe Lektion mein eigenes Bild daraus zu machen ...





Das letzte Bild war keine Lektion-Vorgabe sondern eine freie Zeichnung.
Es hatte sich jemand gewünscht, dass ich ein "Glumanda" - ein Pokemon - male ...










Freitag, 8. Januar 2016

Manchmal sollte man auf sein Bauchgefühl hören



Die Fotos, die ich heute in meinen neusten Blog-Eintrag zeigen möchte, sind nicht sonderlich kreativ und auch so nicht zwangsläufig das, was ich mir erhofft habe selbst zu fotografieren ... Es sind kleine Impressionen von meiner Wanderung am Morgen des 04.01.2016.

In der Nacht hatte es bereits geschneit und am Morgen schneite es weiter ... endlich!
Der lang erwartete Schnee war nun endlich da, wie lange hatte ich schon darauf gewartet um so wieder (einfacher) auf Spurensuche gehen zu können! Aber so richtig Lust hatte ich irgendwie nicht raus zu gehen ... es war doch vergleichsweise wieder sehr kalt und auch schon später am Morgen und irgendwie waren alle Aktivitäten im Inneren (wie zum Beispiel zu zocken) attraktiver als in die Kälte raus zu gehen ... Auf der anderen Seite hatte ich aber die Sorge, dass ich es am Abend bereuen würde nicht raus gegangen zu sein ... Also packte ich meinen Rucksack ein (ein Akku war fast leer, das andere voll) ... Kleidete mich übermäßig dick ein und stiefelte los .... 

Als Ziel hatte ich mir den "Schweinewald" festgelegt. Diesen Waldbereich habe ich so benannt, weil ich dort im Oktober 2014 erstmalig auf Wildschweinspuren gestoßen war und dieses Gebiet von einer anderen Art von Schwein aufgesucht wird ;-) Ich hatte es seit 2014 nicht mehr geschafft dieses Gebiet aufzusuchen ... Es ist ein langer Weg dort hin und noch dazu wurde ja, wie ihr vielleicht gelesen habt, dort auch seit Frühjahr 2015 gejagt ... Also keine gute Idee allein in dem Gebiet herumzulaufen ... Auch wenn ich bei meiner Wanderung nun doch alleine unterwegs war, dachte ich mir, dass an einem Montag keine Gefahr bestünde auf die auswärtigen Jäger zu stoßen ...

Da ich schon sehr lange nicht mehr "meine" Reviere aufgesucht hatte, machte ich natürlich eine kleine Runde in meinem Lieblingswäldchen ... Während ich sonst bei Schnee dutzende Spuren entdecken konnte sah ich an dem Tag nichts! Nicht mal frische Spuren bei den sonst jährlich bewohnten Waschbären/Dachs und Fuchsbauten! Keine Wildwechselspuren ... kein Kot ... nichts. Und das obwohl, den unberührten eingeschneiten Weg zufolge, noch keiner dort mit seinen Hund gelaufen war ... Und dann hörte ich was ... im Dickicht konnte ich ziemlich verschwommen ein Reh flüchten sehen ... Das stimmte mich mit Freude, aber auch mit Trauer, da es so erschreckt weg rannte, was sie wirklich früher nicht gemacht haben .... Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es ist halt einfach sehr traurig ....


Auf meinem Weg in den Schweinewald sah ich in der Ferne einen Fuchs, auf allen anderen Felder die vorher auf meinem Weg lagen war nichts zu sehen, was auch ungewöhnlich ist und für mich auch darauf hindeutet, dass die Tiere wirklich abwandern oder gar "reduziert" wurden ....



Der Fuchs war wirklich sehr weit entfernt und hatte mich anfangs nicht bemerkt ... Es waren im Grunde die gleiche Situationen wie im Frühjahr wobei nun der Fuchs noch weiter weg war, also hatte ich die Hoffnung, dass ich mich etwas anschleichen könnte ... Sichtschutz gaben mir die dichten Sträucher .... Aber dann bemerkte mich der Fuchs doch! 

Wenn mich sonst die Tiere entdeckten schauten sie aufgrund der meist weiten Entfernung zu mir, warteten was passierte und blieben bei einer weiten Entfernung unbeeindruckt ... wenn ich mich zu sehr nährte liefen sie normal davon - in einem normalen Tempo - kein Rennen ...

Dieser Fuchs rannte nun um sein Leben .... Das erste mal, dass ich nun auch einen Fuchs derartig flüchten sehen musste. Er floh in das Gebiet, was ich erst letztes Jahr im Sommer entdeckt hatte und auch leider ein Jagdgebiet ist.... 

Mit einem deutlichen Zeitabstand suchte ich auch dieses Gebiet auf, auch um zu schauen ob neue Hochsitze oder andere jagdliche Mittel dort platziert worden sind.

Später, wieder aus der Ferne, konnte ich den Fuchs an einer anderen Stelle sehen ... uns trennten nicht nur etliche Meter sondern auch größerer Hang und Bäume, weswegen er nicht weg rannte ... 
Weitere Rehe hatte ich in dem Gebiet nicht gesehen oder gehört ... Und auch keine  Wildwechselspuren entdeckt. 




Irgendwann erreichte ich den "Anfang" des Schweinewaldes ... Den Weg war ich bisher auch nur einmal gelaufen ... Von diesem Waldweg aus hat man die Möglichkeit einige Hochsitze von der anderen Seite zu sehen ... So begutachtete ich ein Hochsitz (aus der Ferne mit der Kamera) intensiver ... wenn die Bäume Blätter tragen ist dieser Hochsitz kaum zu sehen, wenn nicht jemand gerade dort hin läuft ... Die Größe des Hochsitzes war unglaublich! Eigentlich kann man dabei nicht mehr von einem Hochsitz reden sondern ähnelt einer kleinen Hütte wo Schätzungsweise bis zu 4 Personen gut Platz haben ... 

Als ich eine Abbiegung erreichte um über einen anderen Weg wieder nach Hause zu gehen erschreckte mich ein Feldhase, der aus den Büschen hinter einem Baum hervorkam vor dem ich stehen geblieben war ... Es hoppelte ein wenig davon und schaute noch mal zu mir ... Als ich zur Kamera ansetzen wollte hoppelte es wieder davon und blieb wenig später auf dem Feld stehen ... ich konnte es gerade so noch erkennen ... Als er dann wieder davon hüpfte konnte ich ihn unter den Dutzenden Erdhügeln nicht mehr erkennen!



Dieser Feldhase ist "Schuld" dass ich mich nicht auf dem Rückweg machte ... und das obwohl ich im Waldstück eine merkwürdige "Ballerina Drehung" gemacht hatte um das Gleichgewicht zu halten um nicht zu fallen und mir dabei eine Zerrung zugezogen hatte ... Ich hatte weder mein Endziel erreicht und der Hase versprach mir es nicht zu bereuen ....

Tja ... letztendlich war es blöd... Alles.
Den Morgen raus gegangen zu sein und weiter gelaufen zu sein ....


Auf den Weg dorthin rutsche ich mehrmals aus - aber ohne zu fallen - wodurch die Schmerzen stärker wurden und mit jeden Schritt schlimmer wurden ... Auf den Weg entdeckte ich eine neue Futter/Lockstellen , wie immer zum Hochsitz ausgerichtet (dieses mal ohne Kamera) das meine Laune noch weiter trübte und ich einfach keine Lust mehr hatte ... Hauptsächlich wegen den Schmerzen ... Musste ich wirklich so kurz vor meinem Ziel umkehren? 

Das sind nur noch ein paar Meter, dachte ich mir ... Aber ich musste auch an den Rückweg denken ... ich würde in dem Zustand Stunden brauchen, wenn ich überhaupt ankommen würde!
Ich lief langsam schon zurück ... und dann kam mir die Idee nachzufragen ob ich irgendwo eingesammelt werden könnte ... Natürlich kann ich mich nicht mitten im Wald abholen lassen, den Weg würde kaum einer finden ... Aber nicht "weit" von der Stelle wo ich war gab es einen Platz wo ein sicheres abholen möglich wäre ... Wobei die Entfernung relativ ist ... nicht weit wäre es gewesen, wenn ich nur 500m hätte laufen müssen ... denke aber schon das es ein oder gar zwei Kilometer waren ... aber besser als die ganze Strecke zurücklaufen! 

 Nachdem ich alles absprach raffte ich mich noch zusammen, eine Stunde müsste ich so oder so noch warten, und nahm die letzten Meter zu meinem Hauptziel in Angriff ... 




Puuuuuuuuh ... das war doch noch ein Stückchen zu laufen!
Ich hatte die Strecke unterschätz... es war noch so viel zu laufen und da es das erste mal war, dass ich das Gebiet im Winter aufsuchte hatte ich auch teilweise das Gefühl einen falschen Weg zu laufen ...
Überall die eingeschneiten Bäumen und Sträucher ... schon etwas "Märchenhaft" ... und weit und breit keine Menschenseele!

Irgendwann erreichte ich dann eine eindeutig wiedererkennbare Stelle und ich wusste, dass es nun wirklich nicht mehr weit war ....

Übrigens auch ein Grund warum ich "meine Wälder" zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten aufsuche ... Sie prägen sich so besser ins Gedächtnis ein. Die Wälder in ihren Jahreszeiten abhängigen einheitlichen Farben zwingen einen dazu auf Details zu achten und sich bewusst umzusehen. Das ist wichtig um die Wege wiederzufinden oder auch wieder aus den Wäldern herauszufinden ... Zwar werden viele der Wege von Jägern genutzt, aber sie sind bis zu einer Stelle meist nicht als Wege erkennbar. 

So wie beim unteren Foto...
Zwar kann man auf dem Foto einen Weg gut erkennen, aber dieser Bereich liegt im Wald ... wenn man sich nicht vorher durch die Bäume gemacht hätte, hätte man diesen Weg als normaler Spaziergänger niemals zu Gesicht bekommen! Es ist irgendwie im nirgendwo ... Kein nummerierter Wald/Spazierweg - einfach mitten im Wald. 



Und das ist für mich selbst auch das spannende im Wald. 
Aber das ist auch ein Stückweit auch das Gefährliche ... sicherlich, die Wälder hier sind nicht so groß, dass man niemals wieder raus findet ... Aber wenn ich doch stärker gestürzt wäre, hätte ich da erstmal gelegen ... Umso wichtiger ist dann meine private Fotosammlung, so dass ich wenigstens im Notfall gefunden werden kann ;-) 

Ich bin, trotz der Schmerzen die ich einige Tage danach noch hatte und der Tatsache, dass ich schon wieder mein Objektivdeckel (dieses mal aber die No-Name-Kopie) sowohl meinen Ohrring (er war zu locker und ich konnte ihn nicht mit meinen kalten Händen schließen), die ich eigentlich zur Sicherheit in die Innentasche meiner Jacke steckte, verloren hatte, ganz froh darüber, dass ich mein Ziel erreicht hatte.

Zwar war es wirklich eine blöde Entscheidung gewesen an dem Tag das Haus zu verlassen ... aber es wäre schlimmer gewesen, wenn das alles passiert wäre ohne dass ich mein Ziel erreicht hätte ....

Und ja ich erreichte mein Ziel - sah die Wiese und ging wieder.
Auf dem Rückweg sah ich einen Fuchs in die Büsche huschen... keine Ahnung ob er mich gesehen/gehört hatte ... vermutlich nicht...ich hab ihn später auch nicht mehr gesehen ... 




Von der Zeit her kam ich pünktlich zum verabredeten Abholpunkt an.
Bis dahin ging es auch von der Kälte bei mir, und das obwohl ich mir so geistesgegenwärtig wie ich bin, keinen warmen Tee mitgenommen hatte sondern nur eine Wasserflasche... aus der ich erst am Treffpunkt getrunken hatte weil das Wasser so kalt war ... 

Froh am Treffpunkt angekommen zu sein, etwas entspannen zu können und auch etwas wärme genießen zu können begann mein Körper zu entspannen und alle Wärme die gespeichert war schien mich zu verlassen ... Letztendlich kam ich dann doch durchgefroren zu Hause an.
Wie viel ich gelaufen war? Laut Google Maps ca. 9,2 Km wobei meine Unschlüssigkeits-Läufe (also hin und her Laufen) nicht eingeschlossen sind ;-) 

Was ich gemacht habe als ich zu Hause ankam?
Warme Kleidung angezogen, gegessen, privates erledigt... und dann nur noch auf dem Sofa gelegen und gezockt. Zum Abend hin konnte ich kaum noch laufen und auch der nächste Tag war eine Qual durch die Zerrung am Bein ... 

Aufgrund dessen habe ich somit erstmal keinen weiteren Bedarf an Schnee.
Fotografieren wahrscheinlich vorerst auch wieder nicht ... dann doch lieber malen ;-)


...




Allen die schon das Wochenende einläuten können, wünsch ich ein schönes angenehmes Wochenende ... allen anderen - haltet durch! Der nächste freie Tag ist sicherlich in Sichtweite! :-)


Bis demnächst wieder,
eure Stephanie







Hier noch ein paar meiner Mal-Videos ;-) 
Das Vorschaufoto ist nicht das Endergebnis!