Mittwoch, 11. März 2015

Mit dem TING fotografieren

Ihr fragt euch sicherlich schon was dieses "Ting" ist und ich will euch auch nicht lange auf die Folter spannen und versuche mich so kurz wie möglich zu halten, wirklich! Ich verlinke die entsprechenden Produkte und falls ihr weitere Fragen habt, schreibt mich einfach an ;-)


Der Ting smart ist ein Hörstift. Ein Stift (mit USB-Anschluss) das auf Wunsch Audiodatein abspielt im direkten Zusammenhang mit einem Ting-Buch. Man schaltet den Ting-Stift ein, scannt das Buch und sucht eine Seite aus dem Ting-Buch hält es an die entsprechende Markierung und die entsprechende Audiodatei die dort hinterlegt ist wird abgespielt.

Eigentlich wird das Ting Konzept bevorzugt bei Kinderbüchern eingesetzt, so dass die Eltern ihren Kindern nichts mehr vorlesen müssen. Aber es gibt auch einige Bücher die nicht nur für Kinder gedacht sind sondern auch für Erwachsene.

So auch die beiden Bücher "Was fliegt denn da?" und "Welcher Gartenvogel ist das?".
Zwei Bücher die sich Rund um Vögel und Vogelstimmen drehen, empfohlen vom Nabu.


Kurz zu den Büchern:
Beide Bücher sind wunderschön bebildert.
Das Buch "Welcher Gartenvogel ist das?" beinhaltet 100 Arten, das Buch "Was fliegt denn da?" 356 Vogelarten. Sie sind nicht vom selben Autor so dass man in beiden Büchern nicht die selben Inhalte (Informationen und Fotos) wiederfindet und auch die Vogelstimmen nicht identisch sind. Verwendet man beide Bücher hat man die Möglichkeit zu variieren.

Das Buch "Welcher Gartenvogel ist das?" beinhaltet alle wichtigen Vögel die in "Gärten" vorkommen aber auch Wasservögel (verschiedene Enten, sowohl Graureiher) und Greifvögel wie Turmfalke und einige Eulenarten. An Informationen enthält man: Name (lateinischer Name), Merkmale, Vorkommen, Wissenswertes und oftmals einen "Gartentipp". Je nach Vogel hat man vier verschiedene Fotos zum bestimmen. "Gartenvögel" ist also ein etwas verwirrender Begriff, aber das wird im Buch sehr gut erklärt!

Da das Buch "Was fliegt denn da?" viele Vogelarten enthält, ist es vom Informationsinhalt auf das wesentliche beschränkt: Name (lateinischer Name) ; Art ; Jahreszeit ; Kurzinformation ; Merkmale ; Vorkommen. An Bildern hat man eine Vogelzeichnung, Europakarte (Vorkommen) ; ein Foto oftmals in der Gesamtansicht und ein kleineres Foto das meist die Flugansicht zeigt.

Empfehlen kann ich beide, mein Favorit ist allerdings wirklich "Was fliegt denn da?".

Für die, die sich nicht vorstellen können wie das ganze aussieht hier ein Video (Fremdvideo). Falls es euch nicht angezeigt wird: >>>hier<<< geht es direkt zu Youtube.




Kann man die Bücher auch ohne den Stift zum bestimmen der Vögel einsetzten? Ja!
Der Stift ist wirklich nicht notwendig. Aber die Fotografen (und die, die es werden wollen) unter euch könnten vielleicht gefallen daran finden....


Zunächst muss ich sagen, dass ich schon eine Weile mit mir gerungen habe ob ich das Ting und die Bücher haben mag oder nicht. Eigentlich bevorzuge ich nämlich die Wildtierfotografie (dazu zähle ich nun mal auch Vögel) ohne Hilfsmittel bzw. Lockmittel. Es hat einen größeren Reiz für mich, aber das hat auch die Folge das meine Fotoausbeute selten mit den Fotografien mithalten kann die ich selbst bewundere und auch gerne erzeugen möchte.
Daher interessiert es mich immer wie die Fotografen ihre Fotos so gut hinbekommen und was ich besser machen kann. In einigen Fällen ist es noch immer die schlechte Fototechnik (Objektive) die ich besitze. In einigen Fällen die Umgebung, die Zufallssituation und manchmal einfach die Planung.
So konnte ich dank des Internets einigen Fotografen mal hinter die Schulter schauen und war doch etwas verwundert darüber wie die Fotos entstanden sind....
Wunderschöne Schmetterlingsfotos wurden gezielt geplant. Man informierte sich über die Lieblingsblumen der Schmetterlinge ging in den Morgenstunden hin und man legte sich alles so zurecht wie man es für die Fotos brauchte, alles war ins kleinste Detail geplant. In einigen Fällen nahm man sich auch einige Blumenblüten mit und klemmte sie mit kleinen Klammern wo anders hin um ein besseres Licht zu bekommen ...Einige wunderschöne Vogelaufnahmen wurden im Garten oder auf dem Balkon aufgenommen in dem man die Vögel mit Futter anlockte. Man band einige Zweige großzügig zusammen so dass man es auf dem Foto nicht mehr sehen konnte, das dort ein Meisenknödel oder ähnliches dran hang...Von der Bearbeitung der Lichtsituationen will ich erst recht nicht sprechen, aber das mache ich ja selbst auch ;-)

Ist man sich dessen bewusst, dass viele Fotografen Hilfsmittel einsetzen muss man sich selbst Fragen zu welchen Fotograf man selbst gehören möchte - Hilfsmittel einsetzen oder komplett darauf verzichten.

Ich entschied mich für die Hilfsmittel, aber eingeschränkt auf die Dauern, wie ich das meine werdet ihr aber selbst weiter unten nachlesen können. Ich wollte es mit dem Ting ausprobieren zudem ich so auch endlich die Vogelstimmen lernen konnte.

Als mein Päckchen ankam war die Freude und Spannung so groß, aber ich konnte noch nicht sofort los legen. Der Stift musste erst mit dem Material versorgt werden, wie das ganze funktioniert erkläre ich jetzt aber nicht. Falls sich jemand für den Kauf entscheidet, es liegt eine verständliche Kurzanleitung bei ;-) Auch das Gerät musste erstmal geladen werden.

Da die Sonne schon am untergehen war wollte ich wenigstens den Stift einmal kurz ausprobieren. Also ging es in die nächstgelegene Baumgruppe wo man es täglich schön zwitschern hören kann.
Da ich ja nicht nur die Vögel beobachten mag sondern auch die Absicht habe die Vögel zu fotografieren, kann ich euch schon sagen, dass die Ting-Methode am besten mit zwei Personen funktioniert. Die Person die nicht fotografiert, kann die Vogelstimmen heraussuchen und abspielen während man selbst sich auf die Vögel konzentriert und fotografiert.

Wir haben zunächst geschaut (durch die Kamera und Fernglas) welche Vögel in der Nähe sind und dabei ein Rotkehlchen entdeckt. Nachdem wir das Bild aus dem Buch herausgesucht hatten und die Datei abgespielt hatten passierte das, was wir gehofft hatten und uns gesagt wurde, wir aber nicht so richtig glauben konnten ... das Rotkehlchen reagierte!

Das Rotkehlchen kam direkt zu uns angeflogen. Nein, nicht auf die Hand, nicht das ihr euch falsche Hoffnungen macht ;-) Es flog auf dem Baum direkt vor uns, so dass es ca. zwei bis drei Meter vor uns zu sehen war.

Wie geht man nun weiter vor? Wir haben uns für eine Unterhaltung entschieden. Also den digitalen Vogelgesang abgespielt und abgewartet wie das Rotkehlchen reagiert. Antwortet es spielen wir den Laut wieder ab. Immer mit kleinen Pausen um zu hören was es sagt, den das Rotkehlchen kann natürlich mit seinen Gesang variieren wobei wir eingeschränkt sind. Die Pausen und drauf zu achten wie es reagiert finde ich sehr wichtig. Und ist für mich die beste Art das Ting einzusetzen, statt es die ganze Zeit abspielen zu lassen. Spielt man es permanent ab kann man kaum die richtigen Vögel heraushören noch zu ordnen wo sie gerade sind. Zudem finde ich sollte man meiner Meinung nach Pausen machen um auch einschätzen zu können, wann man aufhören muss ...

Hier erstmal die Fotos vom Rotkehlchen, bisher auch meine besten Fotos, aufgenommen bei 300mm Brennweite.

Rotkehlchen (Erithacus rubecula)







Die Rotkehlchen Fotos waren innerhalb kürzester Zeit gemacht. Näher kam das Rotkehlchen nicht mehr und all zu lange wollten wir es nicht verwirren bzw. von ihrem normalen Treiben ablenken.

Denn so schön das ganze ist, man muss sich wirklich bewusst werden, wenn ein Vogel darauf reagiert, hat es irgendetwas beendet - sei es das Anwerben von Weibchen oder die Futtersuche. Das Leben eines Vogels ist oft nur Stress denn es muss immer aufpassen und wachsam sein. Katzen, Greifvögel, Mader können für sie eine Gefahr darstellen, im Winter haben sie es auch nicht einfach. Es sind keine Tiere die den ganzen Tag einfach nur singen und schön anzusehen sind. Jede Störung z.B. wenn man an Bäumen und Sträuchern vorbei geht und sie auffliegen ist "Stress" für sie. Natürlich können wir nichts dafür, dass sie so scheu sind, aber wir müssen bedenken, dass sie dabei Energie aufgebraucht haben und diese wieder zu sich nehmen müssen. So auch wenn sie zu einen fliegen weil sie denken, dass ein Artgenosse nach ihnen ruft. Deswegen ist für mich ein vernünftiger Umgang mit dem Ting enorm wichtig.

Zu der Zeit, also untergehende Sonne, blieb nicht mehr viel Zeit um evtl. unnötig verbrauchte Energie wieder aufzunehmen, die meisten Vögel ziehen sich ja zurück in ihre Nestern, Höhlen und Verstecke. Daher suchten wir nach dem Ton der Blaumeise, die eh gerade in die Nähe war und damit das Rotkehlchen wieder ihrem eigentlich Treiben zuwenden konnte.

Auch die Blaumeise kam nach dem Abspielen des Vogelgesangs noch näher angeflogen. Sie war aber deutlich neugieriger und huschte auch die meiste Zeit über uns umher. Das ist aber bei Blaumeisen normal, habt ihr vielleicht auch schon mal in anderen Blog-Einträgen gelesen. Sie sind nicht so scheu wie Kohlmeisen sondern manchmal doch sehr, sehr, sehr neugierig. Die Blaumeise schien sich auch mit uns zu unterhalten.

Blaumeise (Cyanistes caeruleus, Syn. Parus caeruleus)






Das sollten die ersten Erfahrungen an dem Abend gewesen sein. Es schien zu funktionieren, aber da die Sonne gerade unterging wollten wir auch nicht weiter testen. Der Sonntag versprach ein schöner Tag zu werden und wir freuten uns schon den Ting-Hörstift weiter zu testen auch auf die Akkudauer!

Wie am Abend entschieden wir uns zuerst zu schauen welche Vögel in der Nähe sind und welche man versuchen könnte anzulocken. Bei der Methode ist es natürlich praktischer, wenn man schon einige Vögel bestimmen kann.

Den ersten Vogel den wir sahen war die Goldammer gewesen, auch sie reagierte schnell und kam auf den Baum vor uns. Da ich zu einem späteren Zeitpunkt eine weitere Goldammer fotografieren konnte hier erstmal nur ein Foto ;-)


Goldammer (Emberiza citrinella)

 
 
Interessanterweise wurde die Kohlmeise von dem Ruf der Goldammer mit angelockt. Wir wissen nicht ob im Hintergrund der Audiodatei neben der Goldammer auch eine Kohlmeise zu hören war oder das einfach Zufall war. Aber es war schön, dass sie so lange bei uns blieb. Nach dem ich einige Fotos (max. 5 Minuten Dauer) der Goldammer machen konnte unterhielten wir uns mit der Kohlmeise.
 
Es kamen nach und nach einige angeflogen, aber nur eine kam direkt in den Baum neben uns und ermöglichte mir diese tollen Fotos.
 
 
 Kohlmeise (Parus major)






Wenn die Vögel so schön posieren können auch fünf Minuten ausreichend sein um mehr als ausreichend viele Fotos zu machen. Also muss man sich so oder so frühzeitig los reißen sonst hat man am Ende wirklich die Speicherkarte voll ;-)

Wir entschlossen uns wieder die lange Wanderoute zu laufen die ich vor einigen Tagen bereits schon ablief, das Wetter war einfach herrlich zum wandern!

Auf dem Weg begegneten wir zwei Krähen, die meine Begleitung mal rufen wollte. Wie vermutet interessierten sich die vorbeifliegenden Krähen nicht dafür. Das kann zu einem daran liegen, dass wir den Ton einer anderen Krähenart abgespielt haben oder aber daran, dass Krähen durchaus auch monogam lebenden Tiere sind und somit kein Interesse an andere Artgenossen haben, erst recht nicht, wenn sie so komisch aussehen ;-)

Nach einer Weile sahen wir über uns zwei Mäusebussarde kreisen. Sie waren schon tief genug, dass ich sie fotografieren konnte, aber sie flogen langsam weiter. Auch hier wollte meine Begleitung den Test wagen und schauen wie sie auf die Laute reagieren.

Natürlich fliegen Vögel wie die Mäusebussarde nicht extra nach unten ... sie haben so gute Augen, dass sie schon bevor wir sie sichten konnten schon gesehen, dass wir dort auf dem Weg lang laufen. Aber dennoch konnten wir eine Reaktion feststellen. Einer der Mäusebussarde schien eine extra Runde zu drehen. Ob es wirklich an "unserem" einmaligen Rufen lag, sei aber dahin gestellt!

Wie dem auch sei, auch vom Mäusebussard konnte ich an dem Tag meine besten Fotos machen.
Ich habe die Situation einfach genutzt und so viele Fotos wie möglich gemacht so dass ich mich nicht entscheiden konnte und ich euch nun nahe zu alle Fotos zeige ;-)


Mäusebussard (Buteo buteo)









Nach dem die zwei Mäusebussarde höher und weiter flogen gingen wir auch weiter. Irgendwann waren wir wieder auf den Feldweg wo ich die Kraniche sichten konnte und den Rotmilan so schön fotografieren konnte. Ich erzählte noch meiner Begleitung über mein Erlebnis und sagte, dass es hier wichtig sei sich mehrmals umzudrehen, weil sie nicht immer Rufen. Und so war es auch wieder. Wir sahen in der Ferne zwei Mäusebussarde und einen Rotmilan, aber viel zu weit weg um sie zu fotografieren.

Dieses mal bestand ich darauf sie nicht zu Rufen. Wenn sie gerade am jagen sind und etwas auf den Feldern in unserer Nähe sichten besteht eher die Chance sie dabei zu fotografieren als sie zu Rufen und evtl. zu verjagen .... Also gingen wir weiter. Nach einigen Metern sahen wir vor uns wieder einen Rotmilan, es schien ein bevorzugtes Jagdgebiet von ihnen zu sein ... Dieser Rotmilan schien direkt zu uns zu fliegen.

Er flog auf uns zu und umkreiste uns bzw. die Felder zu unser linken und rechte Seite - mehrmals.
Waaaaahnsinn! Schon die Situation vor einigen Tagen war für mich unbeschreiblich gewesen, diese aber toppte das ganze aber nochmal, weil der Rotmilan noch etwas tiefer zu fliegen schien.

Ich hab nun definitiv nicht nur meine besten freilebenden Rotmilan Fotos machen können, sondern reichlich viele :-D Ja wirklich, denn das sind nicht alle, die ich euch hier zeige. Tatsächlich nur eine kleinere Auswahl ;-)


Rotmilan (Milvus milvus)
 












Wie sollte der Tag nach dem Erlebnis noch besser werden?
Ganz einfach, in dem er nicht schlechter wurde ;-)

In den nächsten Bäumen entdeckten wir schon die roten Brüste der Gimpel, die hatte ich vor einigen Wochen das erste mal gesehen, aber an einer anderen Stelle. Da mir damals kein gutes Foto gelungen war spielten wir ehe wir uns den Vögel annäherten ihren Ruf ab. So dachten wir wäre es nicht schlimm, dass wir näher kam. Und ja auch die Methode funktionierte, sie flogen nicht davon.
Die zwei Männchen kamen zwar nicht näher geflogen und reagierten auf die Rufe nur schwach, aber sie blieben da. Also versuchte ich selbst näher zu kommen. Das Buch bzw. der Hörstift sind also keine Garantie, dass es bei jedem Vogel klappt. Anschleichen bzw. sich langsam Fortbewegen sollte man selbst auch können. Ebenso manuell fokussieren! Einzig die Fotos der Greifvögel habe ich mittels Autofokus aufgenommen, alle andere manuell, da das Geräusch der Kamera (die vergeblich durch die Äste den Fokus sucht) die Vögel aufschrecken könnte.


Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)



 
Hier das Gimpel Weibchen, sie war nicht ganz so scheu.



Beim Weiterlaufen an den Bäumen vorbei sahen wir immer wieder einige Vögel, die von Baum zu Baum von uns flogen. In einem Baum landete ein Vogel und flog nicht gleich sofort weg. Nachdem wir ihn bestimmen konnten - eine Goldammer - flog er davon. Wenige Meter weiter sahen wir erneut eine Goldammer in den Ästen sitzen. Also suchten wir den Ton der Goldammer raus um uns mit ihr zu unterhalten. Sie wendete sich gleich zu uns und antwortete ...

Hier stellten wir fest wie unvorstellbar Laut das Vogelzwitschern aus dem Hörstift ist, denn die Goldammer antwortete so leise das sie eigentlich kaum zu hören war. Während die Lautstärke bei allen anderen Vögel übereinstimmte mussten wir hier bei der Goldammer deutlich leiser stellen.
Dabei dachte ich mir, wie die Lautstärke auf die Goldammer wirken muss ... wenn sie so leise singt und "wir" so ein lautes Organ haben ... was mag in ihrem Köpfchen vorgehen, hm? Da kriegt man doch als Goldammer Komplexe, oder? :-D

Die Fotos und die Situation fand ich viel schöner als die erste weiter oben ... Auf einigen Fotos habe ich auch das Gefühl die "Zähne" der Goldammer zu sehen. Wobei ich nicht weiß ob sie eigentlich Zähne in dem Sinne haben.


Goldammer (Emberiza citrinella)






Am eigentlichen Zielort (Weißer Stein) angekommen ging es gleich weiter. Ab in den Wald. Ich hatte erneut die Hoffnung eine Waldmaus zu fotografieren, aber ich schaffte es nicht mich auf die Stelle wo ich sie mal sehen konnte zu konzentrieren. Wie aus dem nichts flogen einige Vögel (keine Tauben) in einem kleinen Schwarm durch den Wald und waren ruckzuck weg ... einige Krähe trugen über uns Stöcke zu ihrem Nest (das war leider nicht sichtbar) und tiefer im Wald war als ein Vogel zu hören dessen Ruf so ergreifend war ...
Der Ruf war so laut, er musste in der Nähe sein, aber wir schafften es nicht ihn zu sehen noch zu fotografieren ... der Ruf klang für uns so ungewöhnlich aber ähnlich eines Bussards, aber irgendwie doch nicht. Da ich vor einigen Tagen erst eine kurzes Video über die Habichte (Vogel des Jahres 2015) gesehen hatte, erinnerte ich mich, das Habichte hauptsächlich in Wäldern vorkommen. Wir spielten den Ruf des Habichts leise für uns hörbar ab und es klang übereinstimmend.
ABER da wir das Bestimmen der Vögel aufgrund der Rufe/Gesang noch nicht lange machen, kann es sein, dass wir auch falsch liegen. Zu Hause habe ich nachgeschaut welche Arten beim Nabu in dem Gebiet bereits gemeldet wurden darunter war wirklich mal ein Habicht, aber die letzte Habicht Meldung liegt lange zurück....

Im Wald selbst haben wir einige Spuren (an verschiedenen Stellen) gefunden, die darauf hindeuten könnten, dass ein Greifvogel im Wald umherstreift...




 
Ebenfalls eine interessante Entdeckung waren fünf verschiedene Biotopbäume. Die meisten Bäume waren sehr alt aber auch nicht sehr hoch gewesen und trugen keine Nester oder ähnliches. Einige waren ziemlich durchlöchert (Spechte/Kleiber?) und einige wirkten vergleichsweise recht jung.
 
In dem Bereich sahen wir auch ein Eichhörnchen, aber so schnell wie sie ankam und für uns sichtbar wurde, so schnell war sie auch wieder weg. Auch die Vögel die wir immer wieder im Wald bzw. Waldrand sahen waren ruckzuck weg. Im Wald selbst verzichteten wir auf das Ting zudem die Akkulaufzeit an ihre Grenzen gekommen war.
 



Auf dem Rückweg machten wir noch mal eine Entdeckung, an der Aar (kleiner Bachlauf).


 
 
Wenige Minuten später kam auch der wahrscheinliche Täter angeflogen ...
Ein Mäusebussard versuchte es sich auf der nicht weit entfernen Birke gemütlich zu machen. Leider kamen einige Menschen den Weg entlang und er entschloss sich weiter Richtung "Weißer Stein" zu fliegen. Das Gebiet wird von den Mäusebussarden bevorzugt, in der Nähe habe ich mal einen Horst gefunden der auch von Mäussebussarde genutzt wurde. Hmmm die Aufnahmen entstanden auch Anfang März ... dann muss ich die Tage nochmal hin!
 

 

Nach über sechs Stunden und über 8 Kilometer war es aber Zeit nach Hause zu gehen ...
Das Ting war leer und das schöne Fotolicht eh weg ... aber ich konnte es mir nicht nehmen die Vögelchens in den letzten Sträuchern bevor es in die "Zivilisation" ging zu fotografieren ;-)

Glaube eine Wacholderdrossel Weibchen






Und die kleinen Haussperlinge (Passer domesticus), die unmittelbar direkt über meinen Kopf am trällern waren und nicht herauskommen wollten :-D (Oben und unten)



 
 
Ok, ok, ok - ich habe natürlich noch weitere Fotos gemacht, aber die zeige ich euch jetzt nicht und bewahre sie mir noch als Lückenfüller auf ;-)
 
Ich hoffe ihr konntet euch einen guten Eindruck vom Hörstift machen und kommt vielleicht auch auf den Geschmack Vögel zu fotografieren. Mit dem Hörstift geht es auf jedenfalls einfacher (zu zweit!), man lernt dabei mehr über die verschiedenen Vogelarten und es macht noch dazu Spaß.
 
Ich freu mich auf jeden fall bald wieder mit dem Ting los zu ziehen und werde auch mal testen wie man das ganze alleine Händeln kann und werde sicherlich auch darüber mal berichten.
 
Entschuldigt, dass ich wieder so viel geschrieben habe und es so viele Fotos vom gleichen Motiv waren, aber ich denke nach wie vor, dass man sich so einen besseren Eindruck verschaffen kann und ihr seit es doch eigentlich auch schon gewohnt, hm?
 
So, jetzt nicht lange trödeln - wünsch euch noch einen schönen Tag und weiterhin eine gute Woche - bis bald!
 

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