Freitag, 10. Februar 2017

Beauty Retusche, muss das sein?




Jeder, der meinen Blog verfolgt und schon mal ein Shooting bei mir hatte weiß, dass ich zwar sehr gerne bearbeite und manchmal auch sehr viel bearbeite und auch was komplett neues "erschaffe", aber er weiß auch, dass ich meine Grenzen habe.

Aber selten sind es Grenzen insofern, dass ich etwas nicht hinbekomme ... ich weiß wie man ein zwei Pfunde weg retuschiert (ohne das man es sieht) und könnte auch eine Brustvergrößerung digital machen, das habe ich auch schon ausprobiert ... und ich kann auch "Beauty Retusche".
Aber ich mach es fast nie.

Die Bildbearbeitung ist eine Frage des Geschmacks, wenn man sie wirklich intensiv anwendet und damit meine ich mehr als das, was man eigentlich als Bildoptimierung bezeichnet... also mehr als Kontrastanpassung, Weißabgleich, Horizont gerade rücken, hier und da stempeln, kleinen Farblook verpassen usw. also wo wirklich das finale Bild nicht mehr annährend mit dem Originalbild übereinstimmt. Dort beginnt die kreative Bearbeitung und dort lässt man sich auch mehr vom eigenen Geschmack treiben.

Ob man immer gleich intensiv ein Foto bearbeitet oder ob es auf die die gleiche weise bearbeitet wird hängt oftmals bei den Bildbearbeitern davon ab wovon sie sich selbst angesprochen fühlen, was sie selbst sehen z.B. andere Fotos, Film, Fernsehen, Zeitschriften ... die Gefühlslage (hell und dunkel) ... Lieblingsfarben die sich im Farblook wieder finden ...  und es hängt natürlich auch vom Roh-Bild ab.
Alles aber ganz anders bei Auftrags Arbeiten.


Im professionellen Bereich der Fotografie versucht man eigentlich Bearbeitungen zu vermeiden aus dem Grund, weil das mehr Zeit erfordert und somit die Kosten für ein Bild steigen. Und so arbeiten bei professionellen Fotografen auch oftmals ein sehr großes Team um von Anfang an "Fehler" zu vermeiden. Dann sind am Foto-Set ganz viele Menschen ... jemand, der immer wieder das Licht überprüft, jemand der auf die Kleidung achtet ... das nichts verrutscht, schön glatt ist (lange Kleider)  usw. und natürlich auch jemand für die Haare und das Make-Up. Je nachdem wie groß das Set ist und um was für ein Auftrag es sich handelt arbeiten sicherlich noch viel mehr Menschen an "einem" Foto....

Wie viel Make-Up ausmacht weiß eigentlich Jeder - selbst die Männer...
Ein Professionelles Make-Up kann dagegen wirklich wahre Wunder bewirken.
Und ja, es unterscheidet sich oftmals sehr stark vom Make-Up das die "normale" Frau anwendet, den hier kommt oftmals "Contouring" ins Spiel. Richtig angewendet kann es eine schmale Nase zaubern, aus dem Runden ein Ovales Gesicht machen und vieles mehr ... Es kann dich jünger ... oder auch älter aussehen lassen.

Mittlerweile ist diese besondere Form des Schminkens aber auch bei der "normalen" Frau angekommen und so gibt es dutzende Anleitungen von Mode und Beauty Youtuberin im Internet oder in Zeitschriften und entsprechend viele Make-Ups Sets von gängigen Make-Up Herstellern auch in der Drogerie um die Ecke zu kaufen ... so dass eigentlich jede Frau Contouring anwenden kann.... theoretisch ... Wenn Frau nicht so viel falsch dabei machen könnte ;-)


Hat man am Foto-Set kein Make-Up Stylisten so kann man das Make-Up und das Contouring digital nachholen. Einige von euch werden das sicherlich kennen allerdings eher unter einen anderen Namen. "Dodge & burn". Die Bearbeitung mittels einer Grauen-Ebene, Weiches Licht und Aufheller und Abdunkler. Das ist das digitale Gegenstück zu Contouring.


Es ist nicht so schwer wie man vielleicht denken würde... so wie beim normalen schminken auch ...
Wie schon gesagt, gleicht das allerdings schon einer kreativen Bearbeitung... beim schminken auch, deswegen spricht man ja auch oft von Make-Up Artist - also einen Make-Up Künstler ;-)

Je nachdem wie viel man bearbeitet erschafft man mit so einer Bearbeitung einen ganz anderen Menschen ohne das dieser oder andere ihn jemals wieder erkennen würden.

Die Meinungen über so ein digitales Make-Up gehen stark auseinander ....

Bevor ich das Stockfoto mit dodge&burn bearbeitet hatte, habe ich recherchiert welcher Stil inzwischen beliebter ist und es ist nach wie vor so, dass sich beide Stile durchgesetzt haben.
Der Stil bei dem man meint eine Puppe mit Porzellanhaut zu haben wo man weder Hautstruktur noch Falten erkennt sowohl der eher unscheinbare natürliche Stil.


Ich wusste von Anfang an, dass diese Bearbeitung (Foto oben) bei meinen Lesern und Facebook Fans nicht so gut ankommen würde. Denn ja, die junge Frau sieht ganz anders aus, wie eine Puppe.

Ob es einen gefällt ist einfach eine Geschmacksfrage, aber so sollte es tatsächlich bei diesem Stil sein, denn es ist ja quasi nur eine Interpretation von zwei... beide Versionen aber dennoch der gleiche Stil bzw. beides versteht man unter "Dodge&Burn Beauty Bearbeitung".




Auch bei der zweiten Version die mehr meinen eigenen Geschmack entspricht sind die unterschiede enorm. Aber man erkennt hier und da noch etwas Hautstruktur wodurch dieser Porzellan Effekt nicht mehr so extrem ist und das Gesicht auch mehr dem Original entspricht...

Derartige Fotos bearbeitet aber kaum jemand.... Ich hab es ja auch nur als Herausforderung gemacht, denn wie schon gesagt, das Ausgangsbild ist entscheidend für eine gute Bearbeitung.
Und man hätte vor Ort beim Fotografieren so viel anders machen können und müssen ...
Angefangen beim Make-Up selbst - aber auch das Licht ist ungünstig gesetzt.
Um das umzusetzen braucht man aber viel mehr als eine Zimmerleuchte, die von oben scheint...

Und das sind dann die Gründe, warum man dann oftmals zu einem Fotografen ins Studio geht ;-)

Das Licht, ein gutes (!) Make-Up und vorteilhafte Posen können einen Menschen ganz anders erscheinen lassen...







 Allerdings streben wir als Mensch immer nach mehr ... vor allem nach mehr Perfektion.
Zeitschriften, Fernsehen und Werbung zeigen uns wie wir sein sollen ...
Und so werden auch die Fotos von Frauen, die schon sehr schön geschminkt oder die überhaupt kein Make-Up brauchen weil sie eine reine Haut haben dennoch oft einer digitalen "Beauty Retusche" unterzogen ...

Ich hab mir selbst ganz oft von bekannten Fotografen Original Dateien heruntergeladen die zur Bearbeitung zur Verfügung gestellt wurden und betrachtete die Fotos intensiv am PC und fragte mich immer wieder aus neue, was zum Kuckuck soll ich da bearbeiten?!

Um das zu zeigen was ich meine, habe ich nach einem perfektem Studiofoto gesucht, es ist ebenfalls ein Stockfoto. Ich habe das Foto auf die gleiche Weise wie die oberen Fotos bearbeitet.
Graue-Ebene auf Weiches Licht und hier und da aufgehellt und abgedunkelt und Farblook verpasst ...voila.


 Man neigt nun sicherlich zu sagen, dass es besser aussieht, hm? Gerade wenn man die beiden Fotos übereinander legt (Siehe Video unten) fallen die Unterschiede enorm auf ...

Das Foto ist optimiert worden und die Frau perfekt. Aber musste das sein?!



Natürlich weiß ich, dass derartigen Bearbeitung gerade im Bereich der Werbung, Fernsehen und in Zeitschriften gang und gebe sind. Ich sehe allerdings das Problem darin, dass es einfach ein komplett falsches Bild von Frauen zeigt und gerade junge Mädchen und werdende Frauen verstört.

Und glaubt mir, ich weiß wovon ich spreche! Ich finde es bedenklich, dass auch im Hobbybereich massiv viele Porzellan Gesichter gezaubert werden und allgemein so viel mit dodge&burn gemacht wird.

Unreine Haut, Augenränder, hier und da ein Muttermal oder eine Falte bzw. Narbe entfernen ... ja, das mache ich selbst auch, aber wirklich nur das aller notwendigste, nicht mehr als es braucht, damit sich Frau (oder Mann) über die "perfekten Fotos" freuen kann....

Wie gesagt, ich weiß, dass es eine Geschmacksfrage ist ... und wenn man im Professionellen Bereich tätig ist auch eine Frage ob man Aufträge haben will oder nicht.

Ich bin gespannt, was ihr über die Bearbeitungen denkt... was wendet ihr selbst an und was gefällt euch mehr? Schreibt mir eure Meinungen und Gedanken ...


Auf Youtube findet ihr noch ein Video wo ihr einige Zwischenschritte zu den Bearbeitungen sehen könnt (keine Anleitung!)

Donnerstag, 9. Februar 2017

Der Winter ist vorbei



Wie ich schon in den Beiträgen über Frankfurt geschrieben hatte, hatte das Wetter Tief "Egon" in unsere Region - Waldeck-Frankenberg - am 13.01.2017 Schnee gebracht. Es schneite immer mal wieder, so dass wir bis vor wenigen Tagen hier und da noch immer Schnee hatten.

An diesem Tag als die Fotos entstanden sind, den 26.01.2017, lag bei uns ca. 5 cm Schnee, dort wo die Sonne reichlich schien schmolz der Schnee allerdings schon, denn es begann auch wieder wärmer zu werden. Was auch eines der Gründe war, warum ich überhaupt mal wieder eine kleine Schneewanderung gemacht hatte ... Natürlich zum "Thieleteich" im Luisenthal. Ein kleiner Anglerteich, der zu jeder Jahreszeit sehr schön anzusehen ist. Er liegt irgendwie zwischen Mengeringhausen und Bad Arolsen weswegen ich mir nicht sicher bin zu welcher Ortschaft er offiziell zählt, aber das ist ja auch nicht ganz so wichtig :-)

Aus meinen vorherigen Winterwanderungen in all den Jahren davor weiß ich nämlich bei wie viel Grad meine Grenze liegt und so ab -10°C geht es schon in den Grenzbereich, wo ich ungerne lange draußen unterwegs bin, wenn es nicht wirklich sein muss. Die Temperaturen beliefen sich allerdings in diesen Tag allerdings oft in diese Richtung ... Aber naja ... als es vergleichsweise wärmer war, verschlug es mich auch nach draußen und so konnte ich auch ein paar Winterimpressionen festhalten.




Leider hatte ich an diesen Tag zu Hause etwas vergessen bzw. nicht korrekt zurückgelassen, was ganz wichtig war weswegen ich, kaum das ich meine Fotos gemacht hatte und begann fotografisch "warm zu werden", wieder zurück musste.
Wie ein Blitzschlag traf es mich und fiel mir wieder ein und so lief ich zügig Heim.



Ich bin aber froh, dass ich vor Ort ein zwei Selfies machen konnte...


... und auch ein paar Sonnenstrahlen mitnehmen konnte.



Vor wenigen Tagen war dann der letzte Schnee geschmolzen, doch vor zwei Tagen hatte es dann nochmal kurz geschneit. Allerdings ist der zwei Zentimeter Schnee nun auch schon wieder am schmelzen.

Auf Facebook könnt ihr übrigens meine erste 360° Panorama Aufnahme sehen, so dass ihr selbst die Ansicht bewegen könnt. Allerdings ist diese Aufnahme noch nicht so gut, da ich zum Zeitpunkt als ich die Fotos aufgenommen hatte nicht darüber nachgedacht hatte das als Facebook Panorama darstellen zu lassen ... und sowieso kam ich nicht auf die Idee Hochkant-Fotos zu machen ... Aber ich wollte es einfach ausprobieren!

Ich muss mich noch ein wenig in das Thema einlesen, gerade was die Darstellung auf Facebook angeht und ein paar weitere Programme testen, weswegen das getestete Programm auch eben nur eine Testversion ist und ein Wasserzeichen enthält. Sollte ich mit meiner Recherche erfolgreich werden, könnte ich mir aber vorstellen öfters mal solche Panoramen zu zeigen.

Falls ihr nicht auf Facebook unterwegs seid ... hier ein kleiner Teil meiner Panorama Aufnahme :-)






Bis bald und lasst es euch gut gehen!



Montag, 6. Februar 2017

Mainhattan bei Nacht

Einige die meinen vorletzten Beitrag verpasst haben, fragen sich sicherlich ob ich mich nicht bei der Überschrift verschrieben habe, das heißt doch Manhatten ... richtig, aber ich möchte in diesen Beitrag von Frankfurt am Main sprechen.

Die Innenstadt von Frankfurt erinnert mit ihren zahlreichen Hochhäusern, die eigentlich mehr Banken sind, an Manhatten, daher wird sie oftmals auch MAINhattan genannt, da sie am Main liegt.


Achtung: Wenn dich mehr der Fotografische Hintergrund interessiert und du eher wissen willst wie und wo die folgenden Fotos entstanden sind, scrolle einfach runter bis zum ersten Foto vom Frankfurter Dom!



Frankfurt bietet viele Fotomotive.
Im Bereich der Architektur und Street Fotografie ist die Stadt sicherlich durch die Kontraste aus modernen und älteren Baustilen sehr reizvoll. Aber auch was die Gesellschaftlichen Kontraste angeht ...Dieses Thema hatte ich in meinem Beitrag über die Frankfurter Kontraste nicht aufgegriffen.

Schaut man sich die Innenstadt an, sei es in echt oder digital auf Google-Maps sieht man, dass die Innenstadt vor allem zum einkaufen einlädt. Kaum ein Modelabel ist dort nicht vertretend BOSS, Gucci, Lui Vuitton, Chanel, Tiffanys - und viele mehr.

Aber auch dem normalen Bürger bzw. normal Verdiener bieten sich viele Geschäfte um Geld auszugeben an. Über all scheint es nur um Konsum zu gehen...

Die Männer laufen hektisch in ihren Anzügen von einem Geschäft ins nächste, die Frauen - auch an kalten Tagen, in Miniröcken und langen Mäntel, - alle sind sehr chic angezogen ...
Man kann sich da sehr schnell fehl am Platz fühlen, wenn man ganz "normal" bürgerlich angezogen ist ;-) Aber schaut man dann genauer hin ... Während man von der einen Fotolocation zur anderen rüber wetzt und sich beim U-Bahn fahren umschaut, dann sieht man auch die andere Seite dieser Stadt.

Am Bahnhof urinieren Männer am hellen Tag an öffentlich frei stehenden Pissoirs ...
Vor einigen Botschaften stehen Jugendliche Bettler (KEINE Flüchtlinge, nur um das gleich klarzustellen!) ... in der U-Bahn schlafen einige Obdachlose auf den Boden mit Karton als Unterlage ... und in einigen Parkanlagen hat man sein Schlafquartier eingerichtet ...

All das zwischen den vielen Banken, den Musen und den vielen Geschäften ... ist schon ein extremer Kontrast.

Menschen die sowas noch nicht gesehen haben, sind oft entsetzt.
(Hobby) Fotografen neigen dann oftmals dazu derartige Szenerien festzuhalten ...
Manchmal denke, der Bereich Street-Fotografie lebt nur von diesen Kontrasten.

Aber ich gestehe, mich lässt sowas kalt.


Darüber hatte ich mich kürzlich auch schon mit jemanden unterhalten ...
Wie ihr ja wisst, bin ich in Mexiko geboren und habe auch einige Jahre dort gelebt.
Für mexikanische Verhältnisse waren wir nicht arm, aber nicht jedes Familienmitglied meiner extrem großen mexikanischen Familie hatte zu diesem Zeitpunkt Wasser aus dem Wasserhahn oder eine richtige Toilette. Aus unserer gesellschaftlichen Sicht würde man sagen, dass einige doch arm waren.

Ich habe Armut - richtige Armut - im Kreise meiner weitläufigen Verwandtschaft, sowohl in den Städten gesehen. Und wurde in soweit erzogen, dass ich lernen musste darüber zu stehen ... und tatsächlich wegzusehen, als Selbstschutz.

Wenn man wirklich an jeder Ecke Armut sieht verzweifelt man sehr schnell daran, wenn es einen selbst besser geht ... Man mag helfen und muss doch aufpassen, dass man selbst mit dem zurecht kommt was man hat. Also lernt man das wegsehen.
Aber - es ist nicht so ein wegsehen, dass man das nicht mehr sieht und so tut, als gäbe es die Armut nicht, so wie es viele Menschen machen den es finanziell sehr gut geht. Man lässt das einfach nicht mehr an sich heran und ist aber auch zeitgleich um so dankbarer dafür was man selbst hat.

Obdachlosigkeit, insbesondere bei Jugendlichen, habe ich persönlich in einem Sozialstaat wie Deutschland nie verstanden. Und auch wenn viele der Meinung sind, man bekäme viel zu wenig Unterstützung, so muss man aber dankbar sein, dass man dieses System überhaupt hat und man in vielen Situationen Hilfe bekommen würde, wenn man sie denn annehmen würde ...

Ein weiterer Grund, warum mich die Schicksale mancher Menschen die ich dann in den Gassen erspähe nicht groß berühren ...
...
Zurück nach Frankfurt
...

Ich hatte vor unseren Städtetrip nach Frankfurt nach einigen Foto Locations gesucht und bin dabei auch auf Kurzdokus über Frankfurt und deren Brennpunkte gestoßen. Welche Straßen sollte man nicht aufsuchen ... Und auch Frankfurt hat einen Bereich wo am Tag gedealt wird und durchaus als "gefährlich" eingestuft wird, aber ich denke das hat jede Stadt - darauf will ich gar nicht hinaus.

Es geht mir dabei, dass die schlechten Seiten einer Stadt durchaus bekannt sind und man (gerne) hier und da weg sieht ... Das Wegsehen einer einzelner Person ist aber anders zu beurteilen, als einer ganzen Gesellschaft oder Stadt.

Ich hatte was das Wegsehen solcher Brennpunkte angeht schon mal eine Diskussion mit jemanden, da ging es allerdings um Kassel. Die Tatsache, das dort ebenfalls an einigen Stellen am hellen Tag mit Drogen gedealt wird und sich die Menschen fast ins Koma saufen und die Kassler Bürger das hinnehmen und wegsehen ... Sie schauen weg obwohl es direkt auf dem Weg zu begehrten Einkaufszentren liegt. Naja ... was das angeht habe ich gehört, räumt die Kassler Polizei in einigen Ecken nun etwas auf, schließlich steht die Documenta vor die Tür.

...


Auch ich hab den jungen Mann, der vielleicht genauso alt war wie ich (vielleicht ein zwei Jahre jünger), vor der Botschaft sitzen sehen, er saß lange dort ohne irgendetwas zu machen oder einen Schild, nur ein Behälter für Geld...
Keine Ahnung was sein Schicksal war ...

Nicht weit von diesem Platz befand sich ein "Alnatura" Laden...

Dort habe ich im übrigen, das muss ich erwähnen, den leckersten Russischen Zupfkuchen überhaupt gegessen, komplett aus Bio-Vollkorn-Mehl und vergleichsweise wenig Zucker - aber hmmmm ein Traum von Kuchen - ich hab ihn auf der Zugrückfahrt gegessen ;-)

An der Kasse hatten wir einen Mann bemerkt ... ich weiß gar nicht mehr warum wir ihn bemerkt hatten, aber vermutlich hatte er eine sympathische Ausstrahlung gehabt ... Nachdem der Mann seinen Einkauf getätigt hatte lief er genauso zügig wie alle anderen chic angezogenen Geschäftsleute wieder in die Innenstadt, aber für einen Bruchteil einer Sekunde hielt er bei den jungen Mann und drückte ihn eine Tüte in die Hand.

Ehe sich der junge Mann richtig bedanken konnte und realisierte was passiert war, lief der Mann schon weiter ... er drehte sich nur kurz um und lächelte ihn an. Der junge Mann schaute verwundert auf die Tüte und holte sich ein Brötchen raus und begann sofort zu essen.

Diese Geschichte ist wahr.

Mich hatte das wirklich sehr berührt und auch nachdenklich gemacht.

Ich fand es schön zu sehen, dass der Mann bereit war etwas abzugeben.
Mir fällt es sehr schwer ... Mein "Helfer" Bedürfnis ist bei sowas, bedingt meiner Erziehung, echt ganz schlecht ... was aber nicht bedeutet, dass ich nie etwas gebe ... Bei Geld muss man oftmals leider doch oft aufpassen, dass es nicht für Drogen oder Alkohol genutzt wird...


Aber bei Essen kann man eigentlich nichts falsch machen, hm?
Aber wenn man den einen Hilft muss man dann nicht den anderen auch helfen?
Vielleicht bräuchte es der Mann in der U-Bahn dringender?!
Ist es dann wirklich besser niemanden zu helfen?
Oder sollte man zu sehen das man allen hilft?!

...

Jeder selbst muss für sich wissen was er macht.
Ob er als Selbstschutz das Wegsehen lernt,
ob er immer zu teilt,
nur ab und an ...
zur Weihnachtszeit...
oder einfach alles tatsächlich bewusst ignoriert und nicht glaubt,
dass es irgendeine Form von Armut in Deutschland gibt und schon immer gab!
Und helfen sollte jeder so, wie er kann.

Darüber entscheiden was wen mehr hilft, wer ein besserer Helfer ist, für welche Form der Hilfe man sich entscheidet und wen man sie zukommen lässt (Kindern, älteren Menschen, Spielsüchtigen oder Drogensüchtigen usw.) muss jeder selbst entscheiden.

Ich sehe das immer wieder wie sich Menschen die mit dem was sie machen etwas (für sich) verändern wollen förmlich in Wettbewerbe verfallen wer der bessere ist ... Welcher Heiligenschein strahlt heller und länger. Was meiner Meinung nach total albern ist ... Naja ...

...

Unser Karma Konto hatten wir am Ende unserer Reise auch wieder in wage gebracht, unabhängig der Situation in Frankfurt, aber wie und in welcher Form mag ich hier nicht berichten, das spielt auch keine Rolle. Ich wollte nur damit sagen, auch ich bin nicht immer ganz gefühlskalt ;-)

...

Natürlich wäre dieser "Erfahrungsbericht" bei den Kontrastfotos zu Frankfurt vielleicht besser gewesen, aber zu einem wusste ich nicht, dass ich dieses Thema überhaupt aufgreifen würde und zum andere denke ich, dass ich bei den Fotos vielleicht doch mehr Leute dazu bekomme, den Text zu lesen und somit auch mehr erreiche ...
Was ihr daraus für euch mitnehmt, ist euch aber selbst überlassen :-)

Mir war wichtig euch auch die andere Seite zu zeigen ...
Fernab der schönen Lichter ;-)


Ihr könnt hier aufhören zu lesen und nur die Fotos anschauen ;-)
Jetzt berichte ich euch über die Entstehung der Fotos und was es dabei zu beachten gibt!







Die hier gezeigten Fotos aus Frankfurt sind fast alle vom Frankfurter Dom in einer Höhe von 66 Meter aufgenommen worden.

Da ich Höhenangst habe, hatte ich mich vorher darüber informiert wie der Turm begehbar ist und kann euch sagen, falls es euch auch interessiert, dass man bei der Wendeltreppe nicht nach unten sehen kann. Es handelt sich dabei um eine massive Steintreppe. Nur an zwei oder drei Stellen schaut man direkt nach unten und zwar wenn man an einigen Fenster die Treppen hochgeht. Beim hochgehen ist dies, wenn man in den Innenbereich schaut zu ertragen. Beim runter gehen könnte es für einige problematischer sein.

Man steigt 238 Stufen hoch.
Wenn man wirklich (wirklich!) fit ist, kann man die Treppen problemlos besteigen ohne nach Luft zu japsen. Andernfalls kann es echt extrem anstrengend werden...

Abgesehen von wenigen sportlichen Männern hatte von der Truppe die an den Abend den Weg nach oben gewählt hatte keiner nicht nach Luft gejapst.
Keiner sollte sich also schämen, wenn er mehrmals halt machen muss und verschwitzt oben ankommt, das vorweg. Aber das merkt man spätestens wenn man die Hälfte erreicht hat sicherlich selbst und so freut es die hinter einen, wenn man pausieren muss, wenn man nicht mehr kann, weil sie auch eine Pause machen können ... und die vor einen, die nur wenige Stufen Vorsprung haben sind erleichtert, wenn man ebenfalls halten muss ;-)
Ich hatte welche vor und hinter mir ...

Obwohl ich inzwischen Sport mache und einige Tage vorher Squats-Training hatte, war ich komplett K.O. ich wollte mehrmals "sterben" Hahaha .. wirklich, das war echt anstrengend.
Wenn man den ganzen Tag viel rumgelaufen ist und bei der letzten U-Bahn Station vorher auch noch so viele Treppen steigen musste neeee, das ist zu viel. Definitiv sollte man sich diesen Ausblick wirklich erst zum Schluss des Tages vornehmen, sicher ist sicher ... und ihr schlaft sicherlich am Abend schön ein ;-) Nicht nur meine Beine wollte nicht so wirklich auch hatte ich extreme Probleme mit der Atmung und habe fast durch weg Hyperventiliert ... doch oben angekommen war alles weg.
Hab zwar lange gebraucht wieder zu atmen zu kommen (kein trinken dabei gehabt) aber die Sonne begann gerade unter zu gehen und der Ausblick war fantastisch!



Leider war der beste Platz zum fotografieren schon lange vorher besetzt und der allgemeine Platz zum Stativ aufbauen, wenn man andere auch vorbei kommen lassen wollte (was nur fair ist!) nicht gegeben.

Zwar ist es möglich ein Stativ (auch ein großes) aufzubauen, aber dann kommt wirklich keiner mehr an einen vorbei. Einige sind da rücksichtsvoll und warten vielleicht bis die Langzeitaufnahme in Kasten ist, einige wollen sich so schnell wie möglich durchquetschen und ehe man sich versieht ist jemand an das Stativ gekommen und die Aufnahme unbrauchbar.

Wer das vermeiden will, stellt sein Stativ auf den kleinen Vorsprung am Rand dort ist der Platz aber so eng, das man selbst nicht mehr durch den Sucher schauen kann und es dabei dann passieren kann, das man so wie ich einen ungünstigen Bildschnitt erwischt ....


Ansonsten empfiehlt es sich wirklich lange (mindestens eine halbe Stunde) vor Sonnenuntergang den Weg nach oben zu gehen um sich den besten Platz zu sichern.

Natürlich gibt es unterschiedliche Arten von Fotografen, jene die dir auch einen guten Blick gönnen und mal Platz machen, damit du auch einen gute Perspektive erwischen ohne das du groß Fragen muss, die mit die ein Gespräch anfangen und wo alles kameradschaftlich verläuft, auch wenn man sich nicht kennt. Und die Art von Fotografen, den es nur um ihr eigenes Bild geht - ohne Rücksicht auf andere.

Zwei Herren blockierten über eine Stunde den besten Blick auf die Stadt, sie gaben ihn wirklich ungelogen nicht her und gingen auch kam zur Seite, viel zu riskant am Ende hätte von dort noch jemand anderes ein gutes Bild machen können. Sie unterhaltet sich, weswegen ich weiß, dass die Herren nicht nur das erste Mal auf dem Dom waren sondern das immer wieder öfters machen lange bevor die Sonne unter ging fotografierten sie Freihand über das Geländer ... etliche Serienaufnahmen ... beide Kameras der Herren ratterten wie Maschinengewehre ...
Zu diesem Zeitpunkt waren noch viele normale Besucher oben die vor allem Selfies mit dem Handy machen wollten, einige Touristen die mal schnell von allen Seiten ein zwei Fotos machen wollten ...Wir ließen jeden machen... schließlich musste das Stativ aufgebaut werden, die richtigen Einstellungen gefunden werden und dann erstmal die Sonne untergehen ...
Jeder hatte über all seine Chance auf sein Foto an allen Stellen ... außer genau ... dort wo diese Herren standen.

Als die Sonne unterging waren eigentlich nur noch Hobbyfotografen dort oben ...
Neben mir stand ein älterer Herr mit seiner Frau der ebenfalls sein Stativ aufgebaut hatte und später, nachdem ich auch meine Sonnenuntergangsfotos sah und feststellte, dass sie von der Perspektive ungünstig waren einen guten Tipp gab wie ich das Stativ nah an das Geländer stellen konnte.

Wir wechselten und was den Blick an ging immer wieder ab und schauten zu, dass wir nicht an unsere Stative kamen und andere wenige dennoch an uns vorbei konnten.

 

Die Sonne war fas unter gegangen und mir blieb nichts anderes übrig als den Bildschnitt zu verkleinern und immer wieder herum zu probieren ... der beste Platz blieb einfach besetzt.
Etwas gefrustet lief ich dann einmal um den Dom


Hier das Foto zeigt ebenfalls Frankfurt, aber mit Blick auf den eher "unspektakulären" Teil der Stadt, wobei links wohl eines der wichtigsten Gebäude in Frankfurt - bzw. in Europa steht.

Die Europäische Zentralbank.



Wie hoch der Eurotower ist, finde ich nicht ganz so wichtig, lieber verweise ich einfach auf den Wikipedia Artikel zur EZB. Die Aufgaben und die Funktionen der EZB habe ich vor Jahren im Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung gelernt, ein Thema das nicht jedem liegt, aber tatsächlich etwas was man eigentlich wissen sollte ... wer also nicht weiß, warum diese Bank zu wichtig ist, bitte >hier< nachlesen ;-)



Da auf der anderen Seite wirklich keiner war und ich somit komplett alleine war nahm ich die Höhe erstmalig war und meine Höhenangst kam wieder zum Vorschein, weswegen die Fotos etwas verschwommen sind, wegen der zitternden Händen, das zum einen an der Kälte aber vor allem auch weil es viel zu hoch war!


Die Sonne war unter gegangen und man konnte nur noch ein wenig die Sonne sehen... "Twilight" im englischen, "blaue Stunde" im deutschen. Der beste Moment zum fotografieren.
Die Herren waren noch immer an ihrem Platz, schienen sich aber inzwischen nur noch zu unterhalten... aber nach gefühlt 200 Fotos dachte ich mir, das reicht nun.
Also ging mit den lauten Worten, "So ich denke mal die Herren haben nichts dagegen, wenn ich jetzt auch mal von dort fotografiere" und quetschte mich dahin. Etwas zögerlich machte mir einer der Herren dann auch Platz und sagte irgendetwas, was aber zu sehr genuschelt war ...

Wie ich schon beim vorbei gehen festgestellt hatte, der beste Platz.



^ Bei diesem fanatischen Licht hatte ich zwar auch noch nicht die beste Perspektive, aber das Licht ist einfach sensationell, wenn ihr mich fragt, dass dieses kleine Makel egal ist. Wie man vielleicht an den Wolken erkennt war hier ein ND Filter im Einsatz. Aufgenommen wurde das Foto bei Blende f/22 , ISO 100 , 18mm , 26Sek mit der Pentax K3II



Ich habe dort oben am besten Platz nur wenige Aufnahmen gemacht, nach über einer Stunde reicht es irgendwann auch mal ... Zudem wurde es windiger und inzwischen waren wir durchgefroren.

Die Treppen nach unten liefen sich wesentlich schneller, bis auf die Fenster Bereiche, gab es eigentlich keine Probleme.

Und dann ging es direkt zur letzten Fotolocation, wo ebenfalls ein ND-Filter zum Einsatz kam.



Man läuft wirklich nicht weit zu einer der vielen Brücken ich hatte mir aber bewusst die Ignatz-Bubis-Brücke entschieden. Falls ihr auch mal nach Frankfurt zum fotografieren geht, schaut unbedingt mal auf Google Maps (Street View) vorbei, dort könnt ihr wunderbar alle Infos bekommen von wo man den besten Blick hat bzw. welcher einen mehr gefällt.

Danach ging es noch kurz in "myZeil" in DIE Einkaufsgalerie schlecht hin ... und dann auch schon wieder zurück zum Bahnhof.

Alles in allem ein sehr schöner Städtetrip, den ich bewusst auf den Wintermonat gelegt hatte um bei Nacht fotografieren zu können und mit der vorletzten Bahn aber noch nach Hause zu kommen ;-)

Wir haben leider nicht alles in Frankfurt gesehen, was auf meiner Liste stand, aber Frankfurt ist gerade mit der Bahn für uns bequem und einfach zu erreichen weswegen dieses Jahr wahrscheinlich ein weiterer Besuch ansteht, aber dann bei warmen Wetter ...

Ich hoffe euch hat der Blog-Eintrag gefallen ... schreibt mir eure Gedanken gerne in das Kommentarfeld - per Mail oder in den sozialen Netzwerkseiten ;-)

Bis bald!




Mittwoch, 25. Januar 2017

Kanadagänse in der Großstadt



Da die Städte immer Größer werden und somit der Lebensraum von den Tieren immer kleiner werden, findet man in Städten immer mehr "Wildtiere". 
Vögel zählen für viele nicht unter die Kategorie "Wildtiere" - sie können ja über all hinfliegen... Und doch sind es Wildvögel, die durchaus auch Tümpel, Teiche und Seen fernab der Stadt wählen könnten. Doch auch für viele Wildvögel werden kleine "Wasseranlagen" für immer interessanter denn in diesen Teichen und Seen werden immer wieder Fische ausgesetzt, damit sich der Städter noch wohler fühlt und bei einem Spaziergang mit der Familie die Fische füttern können ...
Das das Leben in der Stadt sehr einfach sein kann, wissen die meisten Enten wie die Stockenten und Mandarinenten.

Bei Schwänen kann man es nur äußert schwer einschätzen, ob diese "freiwillig" irgendwo sind. Denn ihnen werden sehr häufig die Flügel gestutzt und können oft nicht weg fliegen. Das wird so gehandhabt um ebenfalls mehr Besucher in eine Region zu locken. Auch wenn die Parkanlagen dann kostenlos sind, es geht bei solchen Dingen um das allgemeine Ansehen einer Stadt.
Wie schon mal berichtet, lag ein solcher Fall bei uns im Ort auch vor.

Zurück zum Thema... auch in unserer Kleinstadt habe ich schon vereinzelte Nilgänse Paare in den örtlichen Teichanlagen gesehen. Graugänse, die mehr in Gruppen leben immerhin schon in Kassel - da dort die Parkanlagen viel größer sind und sie auch alle genug Platz haben.

Das jedoch auch Kanadagänse die Vorzüge einer Stadt kennengelernt haben ist mir dagegen neu. Umso erfreuter war ich diese dann in Frankfurt in einer vergleichsweise, sehr kleinen, Teichanlage so zahlreich anzutreffen. Denn bisher habe ich Kanadagänse nur in unseren Naturschutzgebieten gesehen.


In Frankfurt schienen sich die Kanadagänse sehr wohl zu fühlen und auch sehr heimisch zu sein, da sie sofort an den Ufer geschwommen kamen und schauten ob ich ihnen Futter mitgebracht hatte.
Wie auch ihr Name schon verrät, war ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet Nordamerika gewesen. Ähnlich wie viele andere Tiere sind Kanadagänse aber auch schon seit den 70er Jahren hier "heimisch". Wie so oft im Leben wird diese "eingeschleppte" Tierart von den meisten Menschen und "Organisationen" eher akzeptiert ... anders als der Waschbär (der böse Eierfresser) dem nicht mal im Notfall tierärztliche Hilfe zusteht, sollte er diese brauchen ... Paradoxe Gesetze die einen einmal mehr die Doppelmoral unserer Gesellschaft zeigt sowohl das kein Leben dem anderen gleicht und gleich Wert ist ...




Die Kanadagans wird etwas größer als die Graugans und ist damit die größte Gänseart, die in Europa in freier Wildbahn zu beobachten ist. Die Körperlänge der Gans beträgt 90 bis 100 Zentimeter, die Flügelspannweite 160 bis 175 Zentimeter. Das Gewicht variiert erheblich. Männchen wiegen in der Regel zwischen 3,5 und 6,5 Kilogramm, während die Gewichtsspanne der Weibchen zwischen 3,0 und 5,5 Kilogramm liegt. Von der Unterart Branta canadensis maxima wird ein maximales Gewicht von 7,5 Kilogramm berichtet.



Innerhalb ihres großen natürlichen Verbreitungsgebietes in Nordamerika wird eine Reihe von Unterarten unterschieden. Die Unterarten durchmischen sich in ihrem Verbreitungsgebiet weiträumig, so dass die Unterscheidung zwischen den einzelnen Unterarten nicht einfach ist und je nach Autor erheblich schwanken kann. Seitdem die Zwergkanadagans (Branta hutchinsii) als eigenständige Art eingeordnet wird, ist die Einteilung in sieben Unterarten die allgemein übliche. Grundsätzlich gilt, dass die Unterarten eine dunklere Körperfärbung aufweisen, je weiter westlich in Nordamerika ihr Verbreitungsgebiet liegt. Die Körpergröße der jeweiligen Unterarten steigt dagegen in südlicher Verbreitungsrichtung an




Der bisherige Rekordhalter unter den Kanadagänsen erreichte ein Lebensalter von 33 Jahren. Es handelte sich dabei um eine in Gefangenschaft gehaltene Gans. In freier Wildbahn sterben Kanadagänse in der Regel deutlich früher. Über ihr maximales Lebensalter liegen nur wenige Daten vor. Kanadagänse, die in freier Wildbahn älter als zwölf Jahre werden, dürften jedoch die Ausnahme darstellen.


Ausgewachsene, gesunde Kanadagänse werden nur sehr selten durch Fressfeinde geschlagen. Kanadagänse sind wachsame und wehrhafte Vögel, die sich normalerweise jeder Annäherung von potentiellen Fressfeinden durch Flucht entziehen. Es sind daher eher geschwächte, kranke Gänse, die vorwiegend in der Nacht von Raubsäugern wie Rotfuchs, Wolf oder Kojote geschlagen werden. Tagsüber fallen solche Gänse auch großen Greifvögeln wie etwa dem Weißkopfseeadler zum Opfer. Einfluss auf die Populationsgröße haben eher Klimabedingungen, die das Nahrungsangebot negativ beeinflussen.

Quelle und weitere Informationen: Wikipedia




Neben der Kanadagänse waren auch vereinzelte Nilgänse, ein Teichhuhn und einige Tauben sowohl Stockenten im Park.




Und auch in Frankfurt konnte ich wieder eine schöne Hybrid Stockente fotografieren :-)


Wünsch euch weiterhin eine gute Woche, bis demnächst wieder!




Dienstag, 17. Januar 2017

Frankfurter Kontraste

Hallo ihr Lieben, das neue Jahr starte ich mit einem für mich sehr besonderen Blog-Eintrag.

Seit vielen Jahren hatte ich schon den Wunsch nach Frankfurt zu fahren um mir dort die Stadt anzusehen und zu fotografieren. Ich war vor vielen Jahren zum ersten Mal mit einer sehr, sehr lieben und guten Freundin von mir in Frankfurt shoppen und habe noch einige private Aufnahmen auf denen man allerdings, nicht wirklich erkennen kann, was wir gesehen haben. Denn ganz früher hatte auch nur eine ganz normale (Analoge) Kamera - eine sogenannte Hosentaschenknipse.... die bei Nacht schöne dunkle Fotos macht ;-). Seitdem ich eine Spiegelreflex habe, hege ich allerdings diesen kleinen Wunsch viele der besuchten Städte erneut aufzusuchen - Frankfurt war eine dieser Städte ...

Warum eigentlich?! Was ist an Frankfurt am Main so besonders?! Nun, ich denke, dass fast jeder, der selbst schon in Frankfurt war, eine eigene Antwort haben wird, allerdings wohl nur, wenn man sich auch auf die Stadt einlassen kann ...

Allgemein weißt Frankfurt am Main (auch FFM oder Mainhattan genannt) als einzige Stadt in Deutschland eine richtige Skyline auf. Mehr als 30 Gebäude erreichen eine strukturelle Höhe über 100 Meter, darunter 14 der 15 Wolkenkratzer Deutschlands. In Europa stehen nur in Moskau, London und der Bürostadt La Défense bei Paris mehr Wolkenkratzer über 150 Meter Höhe als in Frankfurt. Und doch findet man in Frankfurt auch Fachwerkhäuser!
Und so kann man auch in Frankfurt schlendern, als sei man in Kassel ... oder doch nur in Arolsen.
Je nachdem wo man ist, vergisst man ganz schnell, dass man in Frankfurt ist, so wie am "Römer".  Mit den ganzen Fachwerkhäusern und weit und breit kein Hochhaus zu sehen. (Diesen Platz habe ich dieses Mal leider zeitlich nicht geschafft aufzusuchen - nächstes Mal ;-) ) Und das obwohl diese Baustile eigentlich "nah" beieinander sind.
Denn diese Kontraste, dass was man als Besucher von Frankfurt faszinierend findet, befindet sich in einem kleinen Radius. Die ganzen Strecken von einer Sehenswürdigkeit zur anderen kann man zu Fuß mit Leichtigkeit zurücklegen, aber auch die U-Bahn ist bequem und schnell zu erreichen.

Ich selbst habe schon einige große Städte gesehen - Prag, Köln, Wiesbaden, Barcelona, México City - aber auch viele andere "kleinere" Städte ... und hab auf dem Dorf gelebt. Natürlich hat jede Stadt - jedes Dorf etwas besonders ...
Frankfurt überrascht und fasziniert einen mit seinem "Mainhatten"-Zauber, am Tage aber vor allem in der Nacht ;-) Ein paar schöne Ecken aus Frankfurt möchte ich euch in diesem und in den kommenden Blog-Einträgen zeigen und wer weiß, vielleicht mach ich euch damit neugierig auf Frankfurt?! Setzt euch ins Auto - oder nehmt die Bahn und schaut euch diese schöne Stadt mal an und entdeckt die Kontraste der Stadt selbst ...


Da bei uns in Waldeck-Frankenberg der "Egon" Schnee gebracht hatte, kam es dazu, dass die Technik bei der Bahn versagte und einige Schranken wohl nicht funktionierten. Das hatte zur Folge, dass wir in Kassel mit einer halben Stunde Verspätung ankamen, unseren Anschlusszug nicht bekamen und so den nächsten Zug, der aber bereits abfahrtbereit stand, nehmen mussten. Die Fahrt dauerte allerdings keine 2 Stunden, wie unsere planmäßige Fahrt, sondern 2:30 Stunden. Somit hatten wir eine ganze Stunde weniger Zeit in Frankfurt. Das machte sich daran bemerkbar, dass wir einige Plätze nicht vor Sonnenuntergang erreichen konnten. Nach Sonnenuntergang war auch kaum Zeit und die Kraft auch nicht mehr vorhanden, aber warum berichte ich euch dann in den kommenden Blog-Eintrag.

Aus diesem Grund habe ich eigentlich doch nicht so viele Fotos gemacht... aber das werdet ihr sicherlich auch selbst sehen ;-)





Als erstes Ziel stand der Tower 185, den wir auch zu Fuß sehr schnell erreichten, auf dem Plan. Das Problem war allerdings, das ich mit einem "normalen" Objektiv und einer einzelnen Aufnahme ein solchen Gebäudekomplex nicht vernünftig fotografieren konnte. Auch wenn ich ein Stativ dabei hatte, wollte ich nicht lange herum probieren, da wir so viele Dinge sehen wollten ... Blöderweise hatten wir den Tower 185 auch nur von hinten gesehen.


Der Tower 185 ist ein Wolkenkratzer im Stadtteil Gallus von Frankfurt am Main in der Nähe der Frankfurter Messe und angrenzend an das Neubaugebiet Europaviertel. Die Bezeichnung Tower 185 stammt bereits aus einer frühen Planungsphase und bezog sich auf die Höhe von 185 Metern, die zunächst für das Hochhaus vorgesehen war. Obwohl man die Gebäudehöhe schließlich auf 200 Meter erhöhte, wurde der Name nicht geändert. Damit ist der Tower 185 zusammen mit dem Main Tower das vierthöchste Hochhaus in Deutschland.

Quelle und weitere Infos: Wikipedia









Das Problem mit der Brennweite hatte ich eigentlich bei fast jedem Motiv, weswegen ich den Tipp geben kann, falls ihr auch mal nach Frankfurt zum fotografieren wollt, packt euch eure kleinste Brennweite ein. Am besten (Ultra)Weitwinkel oder sogar Fisheye. Mit solchen Linsen macht das Fotografieren in so einer Stadt dann auch mehr Freude ;-)

Das zweite Problem, das man beim Fotografieren haben kann ist die richtige Perspektive zu wählen.
Den wohl größten Fehler, den man machen kann ist schon in der Kamera einen Beschnitt wählen, da es mal vorkommen kann, dass man doch digital mehr Ausrichten muss und dann dabei einfach viel zu viel Beschnitt hat. Und manche Ausrichtungsfehler lassen sich nicht mehr korrigieren....

So wie beim Foto unten. Wie man erkennen kann, habe ich versucht die Statue gerade zu fotografieren und auszurichten, ich denke auch, dass mir das ganz gut gelungen ist, allerdings habe ich zum Fotografieren dieser Statue einen ungünstigen Winkel gewählt, so dass Hochhaus im Hintergrund total schief aussieht. Hätte ich einen weiteren Bildschnitt gewählt und eine andere Perspektive könnte man sicherlich etwas gerader rücken, aber so geht nichts ...


Der Hammering Man ist ein Kunstwerk des US-amerikanischen Künstlers Jonathan Borofsky in verschiedenen Städten der Welt. Es stellt die bewegliche Silhouette eines Arbeiters dar, der einen Hammer gegen ein symbolisches Werkstück bewegt. Die Bewegung des Hammers selbst ist motorgetrieben, so dass keine schnelle Hämmerbewegung entsteht, sondern der Hammer genauso langsam gegen das Werkstück bewegt wird, wie er gehoben wird.

Das Kunstwerk gilt als Symbol für die Arbeit, die Tat und auch als Symbol für die Solidarität mit allen Menschen, die arbeiten. Die Skulptur steht in verschiedenen Versionen in einigen Großstädten der Welt. In Frankfurt am Main steht die circa 21 Meter hohe und 32 Tonnen schwere bewegliche Skulptur seit 1991 vor dem Messeturm.

Quelle und weitere Infos: Wikipedia






So oder so entsteht beim Fotografieren von solchen Gebäuden eine optische Verzerrung, die kann man nur digital korrigieren. Manche nutzen dafür die Objektivkorrektur. Es gibt aber auch Programme die sich wohl auf solche Dinge spezialisiert haben, ich hatte früher auch so ein kleines "Tool". Meine Aufnahmen aus Frankfurt habe ich allerdings selbst versucht zu entzerren.
Das ist mir natürlich nicht immer gut gelungen, je nachdem von welchem Winkel ich fotografiert habe.


Der Messeturm (Eigenschreibweise: MesseTurm) ist ein Wolkenkratzer im Westend von Frankfurt am Main. Mit einer Höhe von 256,5 Metern gehört er zu den höchsten Hochhäusern der Stadt und war bei seiner Fertigstellung 1991 das höchste Gebäude in Europa. Diesen Titel musste der Messeturm 1997 an den Frankfurter Commerzbank Tower abgeben, der jedoch seit 2004 von höheren Wolkenkratzern übertroffen wird. Der Messeturm ist neben dem Opernturm und dem The Squaire, beide ebenfalls in Frankfurt, und dem Schneefernerhaus auf der Zugspitze eines von vier Gebäuden in Deutschland mit einer eigenen Postleitzahl („60308“). Der Messeturm ist für Besucher nicht zugänglich und hat auch keine Aussichtsplattform.

Quelle und weitere Informationen: Wikipedia




Und so mancher Entzerrungsversuch sah nicht desto trotz falsch für mich aus.






Ludwig-Erhard-Anlage mit Blick auf den Messeturm und Hammering Man



Welche weitere Vögel ich neben den Nilgänsen und Stockenten ich in dieser kleinen, aber recht schönen Grünanlage, sehen und fotografieren konnte zeige ich euch demnächst.

^ Aufgenommen mit dem Lumia 930 (Handy


Modell am Naturmuseum Senckenberg; die Haltung entspricht den aktuellen Erkenntnissen. Das Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt am Main ist (neben dem Berliner Museum für Naturkunde) das größte Naturkundemuseum in Deutschland mit Exponaten aus den Bereichen Biologie und Geologie.






Der U-Bahnhof Bockenheimer Warte ist eine bedeutende Umsteigestation im Westen der Frankfurter Innenstadt.







Mit der U-Bahn ging es dann zum Opernplatz




Irgendwo in der Nähe vom Opernplatz sollte die mexikanische Botschaft sein, wo ich eigentlich mir auch ein paar Informationen holen wollte, allerdings sind wir wohl schön sauber daran vorbei gegangen als wir auf den Weg zu Alnatura waren, wo ich mir übrigens einen Russischen-Zupfkuchen geholt habe, der mit Bio-Vollkornmehl gebacken wurde und wirklich der beste Kuchen war den ich gegessen habe. Hmmmmmm ein Traum von Kuchen, und nicht zu süß ;-)







Die Alte Oper am Opernplatz in Frankfurt am Main ist ein ehemaliges Opernhaus das heute nur noch als Konzert- und Veranstaltungshaus genutzt wird. Der holzgetäfelte Große Saal fasst ca. 2500 Zuschauer. Daneben gibt es den Mozart-Saal mit ca. 700 Sitzplätzen, der für Kammermusik genutzt wird, und eine Reihe kleinerer Säle für Kongresszwecke.

Das Gebäude wurde von dem Berliner Architekten Richard Lucae im Stil der Neorenaissance entworfen und 1877 von Albrecht Becker und Edgar Giesenberg fertiggestellt. 1880 wurde das von der Stadt Frankfurt finanzierte Gebäude, dessen Baukosten zwanzig Millionen Mark betrugen, mit Mozarts Oper "Don Giovanni" eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Opernhaus durch einen Luftangriff 1944 stark zerstört und sollte nach dem Willen des Magistrats durch einen modernen Verwaltungsbau ersetzt werden. 15 Millionen D-Mark an Spenden kamen durch die Bürgerinitiative "Aktionsgemeinschaft Opernhaus Frankfurt am Main e. V.“ für den Wiederaufbau in den 70er Jahren. Der Posten „Elektroakustik“ belief sich beim Wiederaufbau dabei auf 2,8 Millionen D-Mark. 1981 wurde die Alte Oper im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens mit Gustav Mahlers 8. Sinfonie feierlich wiedereröffnet.

Quelle und weitere Informationen: Wikipedia