Freitag, 7. April 2017

Über den Dächern von Berlin



Hey ihr Lieben, seit ihr bereit für weitere Berlin-Fotos?!
Ich hoffe doch! Denn ich zeige euch endlich eine Reihe meiner Lieblingsaufnahmen ;-)

Wie schon beim letzten Mal erwähnt, ging es vom Holocaust-Mahnmal zum Potsdamer Platz, das knapp 550m weit entfernt war und daher wirklich Problemlos zu Fuß zu erreichen war ...
Auch war die Suche nach dem Kollhoff-Tower, von dem man eine Super Aussicht auf Berlin haben sollte, schnell gefunden ...



Der Kollhoff-Tower liegt an der nördlichen Spitze des Quartiers Potsdamer Platz. Benannt wurde er nach seinem Berliner Architekten Hans Kollhoff - er zählte zu dem internationalen Architektenteam unter der Leitung des Masterplaners Renzo Piano, das die 19 Gebäude auf dem Quartier Potsdamer Platz entworfen hat.

1999 wurde der Kollhoff-Tower nach vier Jahren Bauzeit fertiggestellt. Das Gebäude besteht aus 25 Etagen, die sich nach obenhin treppenförmig verschlanken. Auf den unteren breiten Gebäudeflügeln befinden sich begrünte Dachflächen.

Im Erdgeschoss, das als Kollonade angelegt ist, befinden sich zahlreiche Restaurants und Geschäfte. Die oberen Geschosse werden für Büros genutzt.

Den krönenden Abschluss bildet der PANORAMAPUNKT im 24. und 25. Stock mit einer Kombination aus offen begehbarer Aussichtsplattform, Ausstellung und Café inklusive Sonnenterrasse.

Die Fassade ist mit dunklen Torfbrand-Ziegelsteinen verklinkert, wodurch es sich stilistisch deutlich abhebt und einen Kontrast zu den geometrisch geprägten Glasfassaden der benachbarten Hochhäuser von Renzo Piano und Helmut Jahn bietet. Zusammen bilden die drei Komplexe ein markantes Architektursymbol am Potsdamer Platz.



Noch dazu befindet sich im Kollhoff Tower der schnellste Aufzug Europas. Innerhalb von 20 Sekunden ist man ruck zuck oben ... und auch wieder unten. Leider.
Eigentlich wollte ich auf dem Weg nach unten ein kleines Videos für Instagram machen, doch ich hatte zu früh die Aufnahme gestartet also wollte ich eine neue machen, ehe ich das machen konnte waren wir dann schon wieder unten ... Tja, so kann es passieren ...


Die Aussicht war natürlich echt spektakulär und einmalig! Auch wenn wir wenige Stunden zuvor auf der Dachterrasse vom Reichstagsgebäude standen, ist der Bundestag vergleichsweise niedrig. Und man kann gar nicht alles überblicken ... auf der Terrasse vom Kollhoff Tower dagegen hat man einen rund um Blick in alle Himmelsrichtungen und eben auch über die Dächer von vielen Gebäuden!

So konnten wir einen Blick auch auf den Reichstag werfen sowohl auf dem Hauptgebäude der Berliner Charité, der Uniklinik.



Auch hatten wir dort einen Blick auf Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten ... Aber wie man es sich sicherlich schon denken kann, war dieser Blick nur mit meinem 300mm Brennweite Objektiv möglich.


An diesem Beitrag erkennt ihr auch wunderbar, wie wechselhaft das Wetter an dem Tag war... Während wir noch unten Sonnenschein hatten, schien oben die Sonne immer wieder im Wechsel. Aber was wir ununterbrochen hatten war: Wind.
Daher habe ich mein leichtes Reisestativ nicht aufbauen können um bessere Aufnahmen zu machen, weswegen die hier gezeigten Aufnahmen auch etwas trüb sind.
Auch handelt es sich bei (fast) allen Aufnahmen um Einzelaufnahmen, keine HDR's oder ähnliches.


Leider hatte man vom Kollhoff Tower aus ebenfalls eine blöde Aussicht auf die Siegessäule.
Was ich echt schade fand ... zwar heißt es immer, dass ein hübscher Rücken auch entzücken kann, aber wenigstens ein Foto hätte ich gerne von vorne gehabt ...
Aber es soll ja nicht der letzte Berlin Ausflug bleiben ;-)

Trotz den hin und wieder extrem starken Windes (Orkanwinde) blieben wir auf der Terrasse fast eine ganze Stunde. Es gab einfach so viel zu sehen ... über all entdeckte man neue interessante Gebäude ...  oder man sah vor lauter Plattenbau-Häuser absolut nichts! Es war echt unglaublich ... wie viel man sehen konnte ...



Auf der Terrasse wurde man sich auch erst bewusst, dass man nun nicht in einer kleinen Stadt war, sondern wirklich in einer Großstadt. Wie sagte es mein Mann so schön: "Auf diesem Foto (siehe unten) hast du wahrscheinlich mehr Menschen fotografiert, als in ganz Arolsen leben!".

Klar, man sieht sie nicht ... aber dort leben mehrere Hunderte Menschen, dicht nebeneinander.



Sicherlich, mag das viele erschrecken - vor allem jene, die aus der Region sind, wo ich aktuell lebe. Wo fast jede Familie ihr eigenes Haus hat. Wo Mehrfamilienhäuser rar sind ... und die meisten von ihnen dann in Straßen stehen die z.B. "Berliner Straße" heißen ... was irgendwie amüsant ist.
Leben könnte ich da nicht ... weder in so einer Straße noch einer Stadt wie Berlin.
Auch wenn ich selbst überhaupt keine Probleme in Berlin hatte ...
...
Es soll ja Leute geben, die allein den Gedanken erschreckend finden in so eine große Stadt zu fahren ... "so viele Menschen", "so viel Hektik" hört man oft. Das ist richtig ... aber wie ich neulich schon mal irgendwo geäußert hatte ... das merkt man nicht.
Klar, Berlin ist eine große Stadt. Und abgesehen vom Berliner Bahnhof, was der absolute Chaos-Wahnsinn ist, ist es in Berlin so wie in jeder anderen größeren Stadt.
...
Sicherlich kommt es auch auf die Uhrzeit und Jahreszeit an ob man viele Menschen trifft... aber, ich sag es so.... Wer als Schulkind zu meiner Zeit es in einem überfüllten Bus aushielt zur Schule zu gehen, wo wirklich bis vorne an der Tür Kinder standen und extra noch mehr reingedruckt wurde, damit wirklich alle aus dem Dorf mitfahren konnten ... der schafft es auch in Berlin U-Bahn zu fahren ... oder generell durch die Stadt zu laufen. Es ist ja nicht so, dass alle Menschen immer in die gleiche Richtung gehen, wie man selbst ... Manche haben echt merkwürdige Vorstellungen wie es in einer Stadt wie Berlin zu geht ...




Wie auch immer ... Auch wenn mein Mann selbst ein gebürtiger Berliner ist, und ich den Tag in Berlin echt klasse fand und lange auf der Terrasse stand und gar nicht genug Fotos machen konnte, war ich nicht angetan von der Stadt.

Die Aussicht ist klasse gewesen, das Wetter war hin und wieder spitze zum fotografieren, es gab viel zu entdecken und zu sehen ... das hat alles einen erschlagen. Aber die Stadt wurde für mein subjektives empfinden so dicht verbaut und wirklich über all Platte, wohin man sah (natürlich mit Ausnahmen) ... Puuuuuh ne, meins war das echt nicht. Mir fehlte da etwas mehr Variation....
 
Das ist aber in Städten wie Berlin nicht so möglich ... das ist mir klar. Man muss dabei dann berücksichtigen, dass die Stadt damals im Krieg stark bombardiert wurde und nun mal dann viele Plattenhäuser gebaut wurden, weil sie einfach effizienter waren/sind.  Auch hat man "Platz" gehabt um Straßen besser bauen zu können oder eben U-Bahn und Co besser ausbauen zu können.
Durch solche Ereignisse wird nun mal das Stadtbild geprägt...
Schaut man sich andere Städte an, die nicht stark bombardiert wurden (oder gar nicht) sieht man dann den alten Baustil ... So sind solche Städte oftmals rundartig gebaut ... So ein "Burgsystem" ... Im Kern die Kirche oder andere wichtige Gebäude ... hier und da vielleicht um die Stadt Mauerreste...Neu gebaute Städte sind dagegen "geraderer" strukturierter ... ich denke ihr wisst schon, wie ich das meine, hm?!
Es ist nur sehr schwierig sich das auch vor Augen zu halten, wenn man dort ist oder die Stadt so hier sieht...


Aber dadurch stechen Gebäude, die etwas anders sind enorm hervor.... Zum Glück gibt es auch immer mal wieder solche Ausnahmegebäude zwischen den ganzen normalen Plattenbaugebäuden. Wodurch das Stadtbild wieder interessant wird ... Das ist bei mir so ein hin und her. Es schreckt mich ab und ich mag es nicht und auf der anderen Seite ist es wieder wahnsinnig interessant zu sehen ... Ähnlich wie wenn ich Zitrone esse ... das ist so schrecklich sauer, dass man sie nicht essen mag und so spritzig erfrischend, dass man nicht genug davon bekommt. Hahahah ich mach vergleiche ;-)


Aber das beschreibt am besten meine Emotionen die ich vor allem oben auf dem Dach hatte. Ich konnte mich nicht an der Stadt satt sehen obwohl ich oberflächlich betrachtet nichts daran schön fand. Doch wenn ich mir dann die Fotos im Detail anschaue, jede Ecke für sich ... bin ich wieder fasziniert ... Deswegen habe ich die meisten Fotos auch in einer hohen Auflösung hier gepostet, damit ihr euch selbst auf Entdeckungsreise begeben könnt ...




Ein weiterer Grund weswegen ich nicht genug Fotos machen konnte war die Lichtstimmung die von Minute zu Minute besser wurde ... Ganz weit hinten am Horizont entstand eine unglaublich faszinierende Lichtsituation - das haute mich um. Leider, leider, leider musste ich dabei aber als ohne Stativ arbeiten. Ich hatte es zwischen durch mal versucht, aber das leichte Reisestativ wackelte so extrem, das ging nicht ...







Aber auch ohne Stativ habe ich die Lichtstimmung meiner Meinung nach gut einfangen können ... Leider fand das ganze auf der Seite von Berlin statt wo man als Außenstehender überhaupt keine Verbindung zu Berlin herstellen kann ... zur bekannteren Seite, wo man den Berliner Fernsehturm sehen konnte, sah man nur strahlenden schönen blauen Himmel ... Auch eine tolle Szenerie, aber ach so ein wenig mehr Sonne hätte ich aus fotografischen Gesichtspunkten doch besser gefunden ;-)


Aber auch ohne Sonnenschein zu der Seite ...
Ein wahnsinniges Stadtbild, das man gar nicht sofort verarbeiten kann.



Die Aussicht war so toll gewesen, dass ich mir gar nicht die Zeit nahm mir die Ausstellung anzuschauen... Aber soweit ich es von den wenigen Fotos entnehmen kann die ich gemacht habe, ging es dabei ebenfalls um die West-Ost Berlin Geschichte.





Und auch oben auf der Terrasse konnte man ein Stück der Berliner Mauer sehen ...
Für mich nun das zweite Mal ... Witzige Geschichte ... das erste Stück der Berliner Mauer, die ich je zu Gesicht bekommen habe, befand sich nämlich in einem Museum in Mexiko City.
Die echte, abgesehen von diesem kleinen Stück, habe ich bis heute noch immer nicht gesehen ...









Nachdem ihr nun die Bilder vom Geländer gesehen habt, müsste jedem klar sein, dass solche Aufnahmen wie ich sie euch hier unten zeige gar nicht möglich sind. Das auch zu Recht!
Ich hatte in Berlin extra zwei Aufnahmen so gemacht um daraus eine kleine Fotomontage machen zu können ... Weil ich immer wieder auf Instagram Fotos von Leute sehe, die auf Hochhäuser klettern, Baukräne besteigen um "coole" Fotos machen zu können ... natürlich ohne Erlaubnis ohne irgendeine Sicherung ... mit der Kamera in der Tasche, Selfie Stick und Co. klettern sie irgendwo hoch ... alles für ein paar Likes auf Facebook/Instagram und für den Kick (wie Junkies) ... Ohne dabei zu denken, wie sich ihre Angehörige/Freunde/Freundin fühlen werden, wenn dabei irgendetwas schief geht ...
Erst kürzlich gab es bei uns in der Region einen solchen Vorfall bei dem ich mir das erneut dachte.

Ich finde sowas leichtsinnig und lebensmüde.
Weswegen ich neulich auch äußerte:
"Wer in Photoshop schlecht ist, muss halt auf Kräne klettern" ;-)

Ich bin weder schwindelfrei noch des Leben müde noch dazu ziemlich fit in Photoshop weswegen ich mich zu diesen Fotomontagen entschieden hatte. Meine Beine hatte ich erst kürzlich in Marburg aufgenommen auf einer Mauer fotografiert... aber ich werde ich euch nicht das Vorher/Nachher Foto im Vergleich zeigen. Die Illusion ist für die dahin, die diese Zeilen gelesen haben und alle andere sollen ruhig noch die Illusion behalten können ;-)






Hoffe euch hat die Aussicht gefallen?!
Schreibt mir eure Meinung zu diesem außergewöhnlichen Stadtbild ... oder was euch sonst noch in den Sinn kam ;-)



Beim nächsten Mal nehme ich euch auch wieder auf ein Hochhaus in Berlin mit und zeige euch dabei den Grund dafür, weswegen ich mir ein neues Objektiv gekauft hatte ...
Sicherlich war es nicht nur deswegen aber ...
Wie auch immer, darüber demnächst mehr ;-)

Wünsche euch bis dahin eine gute Zeit!

Und denkt dran - wir alle haben nur DIESES EINE LEBEN -
jeder von uns sollte das machen, was er gerne macht, allerdings sollten wir auch extrem darauf achten was wir machen ;-)

Lasst es euch gut gehen und achtet auf euch!

Eure Steffi ;-)


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