Donnerstag, 16. Juli 2015

Über den Dächern von Hannoversch Münden

Wenn man über den Dächern von Hannoversch Münden sein möchte, muss man nicht unbedingt in einen Flieger steigen, auch muss man nicht über sieben Brücken gehen, über zwei Brücken von der Alt Stadt ausgesehen reichen völlig aus! Zwei Brücken die unterschiedlicher nicht sein könnten!



 


Die Mühlenbrücke ist eine überdachte Fußgängerbrücke und verbindet den Parkplatz "Unterer Tanzwerder" mit der Innenstadt. Unter diese Brücke führt der Fuldanebenarm der "Mühlenarm" mit dem auch grüner Strom erzeugt wird. Schaut >hier<.

Leider ist es sehr schwierig genauere Informationen über die Brücke zu erfahren wie Länge, Baujahr und Co. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuschen wurde die Brücke irgendwann mal saniert, ich meine, dass diese Brücke ursprünglich eine reine Holzbrücke war und das neben ihrer Bauweise dadurch sehr besonders war.  Unterhalb der Mühlenbrücke befindet sich eine kleine Insel so dass der Mühlenarm geteilt unterhalb der Brücke verläuft und man denken könne, es seien zwei Flüsse....
Wie ihr sehen könnt, hat die Brücke einen sehr schönen Knick. (>Hier< könnt ihr die Brücke von außen sehen). Leider hatte ich es versäumt weitere Fotos der Brücke zu machen.

Der Weg über diese Brücke ist sehr schön, und bietet sich meiner Meinung nach als eine schöne Fotolocation für Portraitaufnahmen...


 
 
 
Die zweite Brücke, eine Hängebrücke aus Stahl, geht über die Fulda, die bereits 1970 erbaut wurde und 1980 fertiggestellt wurde mit einer Länge von 72m. Auch sie ist ebenfalls eine reine Fußgängerbrücke. >Quelle<
 
Sie ist so schmal, das man gerade so zu zweit nebeneinander laufen kann, was ich persönlich aber niemanden empfehlen würde. Auch wenn die Brücke sehr massiv wirkt und der Zustand der Brücke sehr gut ist sollte man meiner Meinung nach ein schnelles Laufen über die Brücke vermeiden, denn man spürt tatsächlich diese Schwankungen ... und wenn dann noch der Wind hinzukommt - OHJE!


So war das Überqueren der Brücke auch eine kleine Mutprobe für mich. Ich glaube, ich habe noch nie so lange für so eine kurze Strecke gebraucht wie bei der Brücke. Mehr oder weniger in Gänseschritt überquerte ich die Brücke, an beiden Seiten hielt ich mich fest und schaffte es auch nur zu Anfang Fotos von der Brücke zu machen ... In der Mitte stehen bleiben und gar die schöne Aussicht zu genießen, war für mich nicht drin. Und als eine Gruppe Männer auf der anderen Seite mir entgegen kamen (ich hatte das Ziel noch nicht erreicht!) und im wahrsten Sinne des Worten wie "Bauerntrampeln" auf der Brücke liefen wäre ich fast schon ausgerastet ... unter Herzrasen, und mit einen grimmigen Blick hatte ich aber die letzten wenigen Meter sicher erreicht und war froh wieder festen Boden unter meinen Füßen zu haben ...
 
 
 
So habe ich auch keine Fotos der Schlösser von mutigen Paaren gemacht, die auf der Brücke ihre Liebe "verewigt" hatten. Auch wenn ich nicht weiß in welchen Zeitraum die Schlösser von der Stadt beseitigt werden (falls sie beseitigt werden) waren es nicht desto trotz nicht so viele Schlösser und auch nur auf der anderen Seite! Auch wenn ich es ein wenig verstehen kann, das Paare sowas machen, muss ich ehrlich sagen, dass ich es schlimm finde, dass man an so vielen Plätzen solche Liebesbekundungen sieht....
 
 
Naja, das Überqueren der Brücke war notwendig, wenn man auf dem schnellsten Weg auf die andere Seite kommen wollte um zur "Tillyschanze" zu gelangen!



Die Tillyschanze  ist ein 25 Meter hoher Aussichtsturm auf der Anhöhe des bewaldeten Rabanenkopfes im Reinhardswald, etwa 90 Meter oberhalb von Hann. Münden in Niedersachsen. Er bietet eine sehenswerte Aussicht auf die Altstadt des Ortes.
 

(Aufnahmeort 1)


Da ich zuvor noch nie auf der Tillyschanze war, wollten meine Begleitung und ich dies nun nachholen. Der Aufstieg zur Schanze war bei den warmen Temperaturen sehr beschwerlich und verlief über einen kleinen Trampelweg hinter einigen Wohnhäuser und auch durch den Wald, aber der Aufstieg hatte sich gelohnt!

Schon auf der ersten "Ebene" hatte man einen wunderbaren Blick auf die Altstadt, doch das eigentliche Ziel war noch immer nicht erreicht! Mir persönlich hätte der Ausblick schon gereicht, aber meine Begleitung wollte noch höher und höher ... Hmpf.


(Aufnahmeort 1) 


 




(Aufnahmeort 2) 
 

 
^ Hier bei diesem Foto könnt ihr sehen wie der Ausblick nach unten aussah. Da wo die blaue Plastiktüte ist müsste der Treppenweg sein ...
 
 
 
Die Tillyschanze

 
Der Rundturm ist ein massiver Steinbau mit einer Wendeltreppe im Inneren. In einem zweistöckigen Anbau befinden sich eine Dachterrasse und zwei Turmzimmer, in denen ein Museum zur Turmgeschichte eingerichtet ist. Dort wird ein Relief des Mündener Bildhauers Gustav Eberlein gezeigt, das die Belagerung der Stadt 1626 durch die Truppen Tillys während des Dreißigjährigen Krieges darstellt. Gegen ein geringes Entgelt kann der Turm bestiegen und das Museum besichtigt werden. In einem Turmzimmer werden in den Sommermonaten standesamtliche Trauungen durchgeführt.
 
Der Aussichtsturm wurde vom Turmbaukomitee, einer örtlichen Bürgerinitiative, von 1881 bis 1885 mit Spendenmitteln errichtet. Die Benennung erinnert an die Belagerung und anschließende Einnahme von Münden durch Tilly im Jahre 1626. Neuere Forschungen belegen, dass Tilly seine Kanonen nicht an dieser Stelle, sondern weit unterhalb am Ufer der Fulda aufgestellt hatte. Wahrscheinlicher ist eher, dass er diese Stelle zur Beobachtung der Stadt genutzt hat. Das Gelände der Tillyschanze wurde wegen seiner strategischen Lage 1760 und 1761 während des Siebenjährigen Krieges von den Truppen Herzogs Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel als Kanonenstellung gegen französische Truppen genutzt. Dazu wurde eine Schanze mit einer Flankenbreite von etwa 40 Metern eingerichtet, die der Beschießung der Franzosenschanze auf dem gegenüberliegenden Questenberg diente. Geringe Bodenreste der Schanze finden sich noch im Bereich der heutigen Ausflugsgaststätte der Tillyschanze.
Dass das Gelände in früheren Zeiten militärisch genutzt wurde, ergaben Funde beim Aushub der Baugrube für den Bau des Aussichtsturms im Jahr 1881. Im Boden fanden sich Lanzen- und Pfeilspitzen,, Steigbügel, Kanonen- und Gewehrkugeln, Gewehrteile, die als mittelalterlich bis frühneuzeitlich datiert wurden.
 
 
Quelle: Wikipedia
 
 
 
(Aufnahmeort 3) 

^ Die beiden Brücken verlaufen über die Werra
 
 
 
 
Von der ersten Ebene aus von der man schon einen guten Blick auf die Stadt hat, führen Treppen zu der Schanze. Ebenfalls bestand die Möglichkeit von einer anderen Stelle dort hin zu gelangen. Statt durch den Wald zu gehen hätte man dutzende Treppen steigen müssen.
 
Von der nächsten "Ebene" aus änderte sich der Blick nicht sonderlich, aber ich nutze dort die Möglichkeit weitere Sehenswürdigkeiten aus der Ferne zu fotografieren, aber vor allem um mal kurz zu verschnaufen ;-) 
 

^ >Hagelturm<
 
 


 

Nach einer kleinen Rast ging es dann auf die Tillyschanze!
Den Zutritt auf den Turm erhält man gegen Entgelt in der Gaststätte.
Wenn man Glück hat und keine weiteren Besucher in der Nähe sind, hat man für eine lange Zeit den Turm quasi für sich alleine. Wodurch man sehr viel Zeit hat um in ruhe zu fotografieren/filmen, oder gar besondere Shootings durchzuführen. Auch dies ist eine tolle Fotolocation!
 
Wie ihr schon sehen konntet, gibt es auch dort zwei verschiedene Ebenen. Die erste ist auf dem Dach des Anbaus von dort wurden auch folgende Aufnahmen gemacht.
 
 
 
 
Bereits bei Baubeginn wurde für ein Grundstück neben dem Turm eine Schankgenehmigung zur Verpflegung von Besuchern erteilt. Um 1900 entstand rund 20 Meter von der Tillyschanze entfernt ein Gaststättengebäude, das 1936 abbrannte. Die daraufhin neu erbaute Gaststätte war bis zur Schließung 1980 aufgrund von Umbauauflagen in Betrieb. Nach einer 15-jährigen Betriebspause übernahm 1995 ein neuer Eigentümer die Baulichkeiten und sanierte sie. Im Umfeld von Gaststätte und Aussichtsturm finden regelmäßig Veranstaltungen, wie Mittelalter- und Weihnachtsmarkte, statt.
Zwischen der Tillyschanze einerseits und der Gaststätte andererseits verläuft die Landesgrenze zwischen Hessen und Niedersachsen. Während der Turm auf niedersächsischem Gebiet liegt, gehört die Gaststätte zum hessischen Gutsbezirk Reinhardswald.
Quelle: Wikipedia
 
 

 ^ Hier bei diesen Bild könnt ihr die unterschiedlichen "Ebenen" sehen. Die erste Ebene stellen der Aufnahmestandort 1 und 2 dar. Mir persönlich hätte der Standort 1 schon gereicht ;-)
Ungefähr bei Nr. 3 befand sich die erste Sitzmöglichkeit nach dem Aufstieg weswegen ich dort einige Aufnahmen machte, auch wenn die Unterschiede sehr gering zur vorherigen Ebene waren.
Nur ein kleines Stücken oberhalb der 4. war man schon am Turm gewesen. Von dort aus führten einige Treppen hinauf um zum eigentlichen Eingang zu kommen. Leider hatte ich es aber versäumt weitere Fotos zu machen ...
 
 
 

 


 ^ Auf dem Weg zum Turmdach kam man an zwei Fenstern vorbei mit kleinen Vorsprüngen, auf die man gehen konnte, wenn man sich traut ... Ich selbst hab es mich nicht ganz raus getraut, weswegen man zu der linken Seite den Turm sieht ... auch könnt ihr nun das andere Dach sehen von dem aus ich auch sehr viel fotografiert hatte, aber vor allem Privataufnahmen :-)
 
Da noch ein weiteres Pärchen in Anmarsch war, ging es dann rasch nach oben. Wir wollten etwas ungestört den Ausblick oben genießen ... "Genießen" ... kann man aber nicht wirklich sagen. In den ersten Minuten kam ich mehr oder weniger von der letzten Stufe nicht weg. Mir war es zu hoch, zu windig (wodurch ich das Gefühl hatte, das alles wackeln würde) - und einfach viel zu hoch!!!!
Also blieb ich lange Zeit dort stehen, drehte mich nicht um, sondern fotografierte nur gerade aus und überlegte gar wieder runter zu gehen ...
 

Nach einer Weile wurde ich wieder "normal" und machte einige Portraitaufnahmen von meiner Begleitung wodurch ich auch etwas entspannter wurde. Und als es dann darum ging auch von mir einige Fotos zu machen schaffte ich es mich zu überwinden und etwas weiter rauszukommen und mich quasi in die Mitte des Turmdachs zustellen ...
 
Nach den Fotos traute ich mich auch mich umzuschauen ... Aber ich schaffte es nicht, die Kamera bzw. meine Arme soweit nach oben zu halten oder über das Gelände zu halten um dieses nicht mit auf das Bild zu bekommen ... Es wäre möglich gewesen, das auf jeden fall ... Aber nein, nein, so mit einer Hand noch am Geländer fand ich es schon völlig ausreichend ;-)
 

 
Bevor es wieder nach unten ging - das andere Paar war nun auch oben - wollte ich noch einen Blick nach unten riskieren ... Puuuuh ...
 
Trotz dass ich selbst meine Schwierigkeiten auf den Weg - über die Hängebrücke - zur Tillyschanze hatte, würde ich es aber jeden weiter empfehlen, der mal ein paar Stunden in Hann. Münden ist!
Der Ausblick lohnt sich auf jeden fall!
 
Bei meinem Ausflug nach Hann. Münden hatte ich kein Stativ dabei, aber dort oben wünscht man es sich bestimmt doch. Idealer Standort um schöne Panoramas zu machen ;-) Ich verlink euch einfach mal ein Bild, wie das aussehen könnte. >Hier<
 
 


 
Der Weg nach unten war natürlich wesentlich einfacher und angenehmer, dabei entstand dann noch diese letzte Aufnahme. Und im Wald entstanden noch einige "mystische" Aufnahmen, aber die zeige euch irgendwann später noch ;-)
 
Bis dahin, lasst es euch gut gehen!
Eure Stephanie


(Aufnahmeort 4) 

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