Dienstag, 5. Juli 2016

Reiherenten


Reiherenten haben ich zwar schon ein paar Mal fotografieren können, aber nie so nah ... wer hätte gedacht, dass es mir mal am Schlossteich gelingen würde?! Hier wieder Wissenswertes aus Wikipedia ;-)



Die Reiherente (Aythya fuligula) ist eine Vogelart aus der Familie der Entenvögel. Sie zählt zu den so genannten Tauchenten und gilt als die häufigste Süßwassertauchente. Reiherenten weisen eine Körperlänge zwischen 40 und 47 Zentimeter auf. Reiherenten sind überwiegend stumme Entenvögel. Erregte Männchen rufen gelegentlich ein gedämpftes, in der Tonhöhe abfallendes Trillern, das wie pit piu pit pit klingt. Die Weibchen antworten darauf mit einem harten kröck.

Bei beiden Geschlechtern sind die Steuerfedern mattschwarz. Die Handschwingen sind grau, allerdings weisen alle Federn eine schwarze Spitze auf. Die äußeren vier bis fünf Federn der Handschwingen haben außerdem schwarze Außenränder. Bis auf die Federbasis und die Spitzen sind die Außenfahnen der inneren Handschwingen weiß, so dass im Flug ein weißes Flügelband erkennbar ist. Weibchen, die zum Brüten eine bessere Tarnung benötigen, haben bräunlichere Flanke. Auffällig ist bei beiden Geschlechtern das gelb leuchtende Auge. Männchen im Prachtkleid schwarz mit auffallend weißen Flanken. Männchen im Schlichtkleid und Weibchen dunkelbraun mit leicht aufgehellten Flanken. Einige Weibchen mit weißem Schnabelgrund, ähnlich wie bei den Bergenten-Weibchen. Jugendkleid heller, brauner als Weibchen. Gesellig, auf dem Wasser und im Flug zumeist in dicht geschlossenen Trupps.


Der Lebensraum der Reiherente sind Seen und Fließgewässer. Sie benötigt tiefere und stärkere oligotrophe Gewässer als beispielsweise die Tafelente. Reiherenten sind auch in vielen städtischen Parkanlagen wildlebend anzutreffen. Die Balz beginnt schon Anfang November. Zum Balzrepertoire gehören Kopfschütteln und Kopfnicken.
Die Reiherente baut Nester häufig auf Schilf. Sie bevorzugen Inseln, errichten Nester aber auch im Moorgras. Nicht selten brüten Reiherenten auch in Kolonien von Möwen und Meerschwalben. Die lauten und aggressiven Nachbarn machen es hier unnötig, das Nest sorgfältig zu verstecken. Ein kleiner Teil der Population brütet außerdem in kleinen Kolonien, die nur aus Reiherenten bestehen.


Die Brutzeit ist abhängig vom Verbreitungsgebiet. In den südlichen Teilen des Verbreitungsgebietes beginnen Reiherenten bereits Mitte April mit der Brut. In den nördlichen Regionen beginnt die Brutzeit dagegen erst gegen Ende Juni. Das Nest wird allein vom Weibchen errichtet. Ein Gelege besteht in der Regel aus fünf bis 12 graugrünen Eiern. Es wurden aber auch schon Gelege beobachtet, bei denen ein einzelnes Weibchen 18 Eier legte. Das Gelege kann noch größer sein, wenn mehr als ein Weibchen das Nest für die Eiablage nutzt. Die Eier sind mit einem Ausmaß von 58,3 x 40,8 Millimeter verhältnismäßig groß für eine Ente mit der Körpergröße wie die Reiherente.


Allein das Weibchen brütet; es beginnt mit der Brut, sobald das letzte Ei des Geleges gelegt ist. Verlässt das Weibchen das Gelege, wird es von ihr mit Daunen abgedeckt. Die Brutdauer beträgt zwischen 23 und 28 Tagen. Die Küken sind Nestflüchter, die von dem weiblichen Elternvogel sehr schnell an das nächste Gewässer geführt werden. Sie können binnen weniger Stunden bereits tauchen. Die Jungvögel sind nach etwa 45 bis 50 Tagen flügge. Sie sind häufig schon zuvor von ihrem Muttervogel unabhängig.


Die Reiherente ernährt sich zu ca. 6/10 von Muscheln und Schnecken, zu ca. 3/10 von anderen Kleintieren und Insekten und zu ca. 1/10 von Pflanzen. Mollusken spielen besonders in der Winternahrung eine große Rolle. Mit Dreikantmuscheln besiedelte Seen sind das bevorzugte Winterquartier dieser Entenart.[Auf Grund ihres flachen und breiten Schnabels kann sie größere und mittlere Stücke fassen, während Schellenten mit ihrem deutlichen kleinerem Schnabel bestenfalls kleine Exemplare der Dreikantmuscheln aufnehmen. Reiherenten sind in der Lage, auch nachts Nahrung aufzunehmen. Sie durchseihen dann mit ihrem Schnabel schlammigen und weichen Bodengrund der Seen nach Tubificiden und Chironomiden.[10]
Bei der Nahrungssuche taucht sie bis zu zwei Meter tief. Reiherenten tauchen nicht nur, sondern finden ihr Futter auch schnatternd und gründelnd. Die Brut des Vogels ernährt sich ausschließlich von Insekten.














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