Donnerstag, 11. Oktober 2012

Die Herde - Teil 1

Vorweg möchte ich schon erwähnen, dass dies ein langer Beitrag werden wird. Ich könnte euch sicherlich einfach nur die Fotos zeigen, aber leider können die Fotos nicht all die Emotionen und Eindrücke, die ich Gestern Morgen machen durfte wiedergeben und mir ist es schon wichtig, dass Eine oder Andere mitzuteilen.

Bitte habt Verständnis, dass ich manchmal nicht ganz mit der Sprache rausrücken werde und um den heißen Brei reden werde. Zu viele Informationen könnten viel zu viel über den Platz als solches verraten. Auch muss ich aus den gleichen Gründen viele Fotos, die etwas besser geworden sind weglassen.



Der erste Präsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, sagte:
„Jagd ist nur eine feige Umschreibung für besonders feigen Mord am chancenlosen Mitgeschöpf. Die Jagd ist eine Nebenform menschlicher Geisteskrankheit."







Ich war gestern von ca. 7.30 bis 10 Uhr Morgens in meinem Lieblings-Waldbereich unterwegs gewesen (die Zeit die seit des Hin und Rückwegs nicht einberechnet). Ich war noch gar nicht richtig angekommen und konnte schon vom weiten mit bloßen Augen ein paar Rehe sehe. Sie standen mitten auf der Wiesen und frühstückten wieder. Hier hatte ich sie bisher noch nie gesehen, sehr erstaunlich weil sie so wirklich schon von weiten zu sehen sind.

Durch eine unvorhersehbare Aktion eines anderen Menschen flohen drei Rehe in den benachbarten Wald hinein. Ein Reh hat es irgendwie nicht mitgekriegt oder wollte das Grasstück noch fertig kauen, so dass dieses nicht mitging und sich lieber hinter den Büschen verstecken wollte.


 
Mutter Natur war schon gemein, dass sie den Rehen einen weißen Popo geschenkt hat. Manchmal können sie sich so sehr verstecken wie sie wollen, man sieht sie doch!
 
Ich habe zugesehen, dass ich schnell hinterher kam um rasch an die Stelle zu kommen wo die Rehe standen. Beim vorbeigehen habe ich vier Rehe im Wald gesehen gehabt. Genau an der Stelle wo ich neulich auf Pilzsuche war, wo ich allerdings aber keine gefunden hatte ....
 
Diese Rehen flohen nicht aus dem Wald heraus um zu dem einen Reh wieder hinzukommen. Ich weiß nicht ganz genau wohin sie gingen, aber sie kreuzten zu 100% nicht mehr meinen Weg. Als ich endlich an der Stelle war wo sich dieses Reh verstecken wollte passierte es ...
 
Es sprangen auf einmal zwei Rehe aus ihrem Versteck heraus! Keine 20 Meter von mir entfernt!
Ehrlich gesagt das war schon ein großer Schreck, denn damit hatte ich nicht gerechnet!
 

 
Sie rannten um die Wette und ich versuchte alles aus meiner Kamera im Serienbildmodus herauszuholen!

 
Ich muss ehrlich sagen, ich versteh nicht, warum die Ricken sich entschlossen hatten aus ihren wirklich guten Versteck herauszukommen und über das freie Feld zu rennen....

 
Sie sprangen und sprangen - wirklich als ginge es um ihr Leben!
Ich blieb die ganze Zeit an einer Stelle stehen, schließlich konnte ich dort wo ich stand das ganze Feld sehen. Und ja, jetzt erst sah ich wohin die Rehe rannten und verstand warum sie überhaupt ihr versteck verlassen hatten ... Sie waren nicht allein!

 
 
Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie mir in den Moment zu Mute war. Diese Rehe die ich vor mir sah waren definitiv nicht die gleichen vier gewesen, die ich im Wald gesehen hatte ... Das heißt, ich hatte hier eine Herde von 8 Tieren gesehen! Die zwei Rehe oben flohen, wie man ein wenig erkennen kann, nach rechts. Die zwei unteren nach links in den Wald. Sie trennten sich auf...
 
Auch das konnte ich wieder nicht nachvollziehen. Aber es sollte sich alles aufklären!
 
Ich entschloss mich es mir auf meinem mitgebrachten Anglersitz bequem zu machen. Von meiner letzten Tour in diese Gegend hatte ich schon gelernt wie nah ich an das Feld darf und setzte mich am äußerten Rand. Hier hatte ich einen guten Blick auf das ganze Gebiet. Hier konnte ich gespannt warten was und ob überhaupt noch passieren würde ...
 
Und ich musste auch gar nicht lange warten ....
aber das erfährt ihr in Teil 2!
 
 
 
 
 
Abschließend möchte ich hier noch einmal auf die Seite:
 
Bitte vergesst nicht, dass in Deutschland, ein Land wo jeder Mensch sein Essen in einem Supermarkt kaufen kann und wo man es sich sogar leisten kann Lebensmittel wegzuschmeißen weil wir sie nicht mehr als "schön" empfinden nach wie vor gejagt wird! Jagen hat NICHTS mit dem Schutz des Waldes zu tun. Ein Jäger ist KEIN Naturschützer. Die Jagd in Deutschland und zum Teil auch in Europa geschieht einzig aus niederen Motiven. Menschen die ihre Lust nach töten an chancenlosen Wild stillen wollen und ihr Minderwertigkeitskomplex durch eine Trophäe wieder in den Griff kriegen wollen.
 

WENN MENSCHEN AUS SPAß TÖTEN DANN IST DAS UNNATÜRLICH und somit KRANKHAFT!

 
Tiere haben ebenfalls ein recht auf ihren eigenen Lebensraum! Nicht nur der Mensch darf sich ausbreiten wo er will. Wenn Wildtiere näher an Stadtgebieten kommen oder die Felder der Bauern zerstören - oder was auch immer - sollte man anfangen sich zu fragen warum! Wir Menschen nehmen den Tieren nicht nur ihren Lebensraum weg, nein wir zerstören ihnen ihr natürliches Nahrungsangebot und mischen uns die Naturgesetzte ein und führen Geburtenkontrollen.
Der Mensch gilt als das intelligenteste Tier. Als solches sollte es auch Verantwortung für seine Mitgeschöpfe nehmen und diese nicht nur ausnehmen sondern auch für diese Sorgen. Dazu zählt auch, dass vorallem Jäger - wissenschaftliche Studien von Naturwissenschaftlern und Biologen anerkennen. Sie sollten endlich begreifen, dass Rehe, Wildschweine, Füchse und Co. KEINE "Schädlinge" sind. Wir in Deutschland leben doch wohl nicht mehr in der Steinzeit!
Der Mensch als solches hat sich soweit entwickelt weil er GELERNT hat, dass man Tiere halten und züchten kann um sich ernähren zu können. Jagen IST primitiv. Jäger, ihr wollt jagen? Gebt eure Gewehere ab, eure Nachtsichtgeräte, eure Walkie-talkies, und jagt wie in der Steinzeit!
Eure Art zu Jagen ist einfach nur armselig!
 

Die heutige Jagdkultur ist nichts anderes, als die Fortsetzung eines mittelalterlichen Lustmordens an Tieren, nur unter Anwendung modernster Mittel!
 
 
Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation
kann man daran messen, wie sie mit Tieren umgeht.

M.Gandhi

 

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