Montag, 14. Januar 2013

Tiere sind auch bei Regen unterwegs

 
Tjaja, das ist natürlich etwas, was ihr vorher nicht gewusst habt, hm? :-)))

Mir war es vorher nicht möglich bei Regen, leichter Regenschauer, Nieselregen oder ähnliches fotografisches rauszugehen. Auch wenn die K10D schon Spritzwasser geschützt war.
Das Problem für mich bestand damals immer darin, dass ich nie eine höhere ISO als 640 stellen konnte. Bei diesem Wetter- also Regenwetter - reicht ISO 640 aber selten aus, jedenfalls ohne Stativ.

Aber das sollte sich ändern ...Gut, ich habe mir nicht gesagt: "Hey, es regnet ich geh raus!". Ich war wieder in den Morgenstunden unterwegs und wollte eigentlich nur mal "kurz" - also keine 8-10 Kilometerwanderung in angriff nehmen. Aber eins kam zum anderen und ich lief, und lief ...

Anfänglich bei leichten "Nieselwetter" im schönen einheitsgrau am Himmel.
Später am Tage bei Regenschauer mitten im Wald ... Aber dazu später mehr ;-))




 
(Nachdem mich die Ricke gesichtet hatte ging ich weiter. Auf diesem Weg geht es bergab, also war ich danach für die Rehe nicht mehr sichtbar sie aber für mich auch nicht mehr :-)  )


Fotografisch sind diese Aufnahmen nach wie vor nichts tolles. Wie gesagt, bei dem Wetter hätte ich damals mit der alten DSLR gänzlich zu Hause bleiben können. Ich musste hierbei ISO 4000 verwenden, morgens gegen 08:40.



Als ich die Entfernungstest Fotos gemacht hatte, wollte ich eigentlich aufgrund des Wetters mich schon auf dem Heimweg machen, aber ich sichtete wieder einmal den Turmfalken. Er war noch nicht so munter und ruhte lange Zeit oben auf einem Ast. Für halbwegs gescheite Fotos war er viel zu weit weg gewesen. So entschloss ich ein wenig näher zu gehen .... Das mag der Turmfalke natürlich nicht ... Er flog ein paar mal davon und irgendwann gab ich es auf. Aber ich beobachtete ihn dennoch bei seinem bekannten "Rüttelflug" und als er sich ein anderes Feld anflog konnte ich dieses Foto machen:



Blende f/5,6 ; 1/800 Sek ; 300mm ; ISO 4000

Aber jetzt ... jetzt wollte ich echt nach Hause. Der Falke hatte mich schon genug hin und her getrieben ... Aaaaber, dann war es soweit. Endlich hatte ich das Glück gehabt auf einem Hügel zu sein um genau vor mir auf einem anderen Hügel die Rehe zu beobachten.
 Ich hatte es mir schon oft vorgestellt, wie schön es doch wäre in der Situation mal zu kommen ...

Naja, wie einige von euch schon Wissen bin ich echt schlecht darin Entfernungen einzuschätzen.
So konnte ich die Entfernung auch nicht richtig einschätzen. Es erschien mir näher als sonst, da ich ebenfalls "hoch" stand, aber sonderlich Näher an den Rehen dran war ich immer noch nicht....

(Für eine Größere Ansicht auf die Fotos klicken)

 
 
Ich hätte sie von meiner Position aus stundenlang beobachten können. Sie hatten mich zwar wohl gesichtet, aber ihnen war klar, dass ich nicht so schnell bei ihnen sein könnte ...
Ich konnte mich frei bewegen, aber auf meinem Anglersitz wurde es echt kalt ... So doof wie ich war hatte ich mir vorher nicht mal die Wettervorhersage angesehen und war auch nicht so warm angezogen ... Warum auch, ich wollte ja nur ein paar Entfernungstestfotos machen gehen und die hatte ich ja schon im Kasten ...
 
Naja, ich kam also nicht näher ran und die Rehe nur beim Futtern zu beobachten wurde irgendwann für mich auch nicht mehr so spannend. So machte ich, wie schon beim Turmfalke im Rüttelflug, ein Testvideo von den Rehen. Das Video bzw. die Videos habe ich gelöscht, bei so einem Gewackel wird man echt Seekrank ;-)) (Trotz Einbein bzw. Stativmittelsäule)
 
 
Die Rehe schienen irgendwas anderes spannender zu finden und zogen sich nach und nach mehr zurück. So dass mich "da oben" nichts mehr aufhielt - auch nicht der Turmfalke, der immer noch dort umher flog.
 
Durch andere Umstände bekam ich die Gelegenheit zwei der Rehe wieder zu sehen.
Sie hatten mich schon längst gewittert und warteten quasi bis ich um die Ecke kam, danach zeigten sie mir wieder die kalte Schulter und machten sich davon ....
 
 

 
 
Ich sag's euch, die machen sich echt ein Späßchen mit mir.... Ich war nicht leise, der Wind stand so ungünstig für mich, sie hätten schon längst fliehen können, aber nein. Als wollten sie einmal kurz "BUH!" machen um dann hinterher zu sagen "HAHA, du kriegst uns nicht!". Als ich um die Ecke kam, hatte ich nicht mit ihnen gerechnet! Ich sah sie, erschrak und ging reflexartig auf den Boden und ein Stück wieder zurück .... - Das war die letzte Begegnung mit ihnen an diesem Tag. (10:16 Uhr)
 
 
 
Warum auch immer ... nach diesem Erlebnis entschied ich mich immer noch nicht dazu den Heimweg anzuschlagen. Aber das war gut so! Beim weiterem umherlaufen im Nieselregen - entdeckte ich irgendwann ein kleines Bächlein.
 
 
f/8 ; ISO 80 ; 18mm; 0,8Sek
 
Ok, ich wusste schon, dass dort ein Bach lang läuft nur kam ich nie nah genug heran. Und vor allem schien es nie für eine Langzeitbelichtung geeignet, da dort selten so viel Wasser fließt. Aber das Wetter und der Schnee vor einigen Wochen hat aus dem sonst ruhigem Bächlein einen ordentlich Bach gemacht.

f/8 ; ISO 80 ; 35mm ; 1,3 Sek
 
 
Tjaja ... ahnt ihr es schon?
Ich hatte natürlich meine blöden ND-Filter zu Hause gelassen! Silvester hatte ich meinen Fotorucksack teilweise komplett geleert, weil ich nichts verlieren wollte und dabei hatte ich natürlich die ND-Filter weggepackt. Stativ hatte ich auch nicht wirklich dabei ... Nur die Mittelsäule meines Stativs. Das ganze Stativ wollte ich ja nicht mitnehmen ... so viel wollte ich ja nicht schleppen und so lange wollte ich nicht wegbleiben Naaaja.
 
Irgendwie habe ich es ja doch hingekriegt. Aber die Stelle war nicht optimal, wie man sehen kann. Ich musste Bachabwärts fotografieren, da ich sonst zu viele Äste aufm dem Foto drauf gehabt hätte. Näher dran kam ich nicht, weil ich alleine unterwegs war und nicht riskieren wollte in den Bach zu fallen. So blieb mir nur die Möglichkeit.
 
Ich setzte mich auf meinem Anglersitz und versuchte mittels der Mittelsäule (auf meinem Schuh abgestellt) und dem Kameragurt soviel Stabilität aufzubauen um die Aufnahmen nicht zu verwackeln. War nicht so einfach, da ich mit meinem Anglersitz immer zu in den Bodengrund einsackte. Es war so matschig und nirgends wirklich trocken. Irgendwie bekam ich es aber hin. Fokussieren musste ich mittels Live-View machen.
 
NEIN! Der ganze Aufwand hat sich nicht gelohnt! Wobei ich wieder einmal etlichen Erfahrungen reicher bin und hoffe diesmal daraus gelernt zu haben :-)) Uuuuund ich weiß, dass es sich doch lohnt das nächste Mal wieder zu diesem Bach zu gehen.
 
 
Ob ich danach endlich nach Hause ging erfährt ihr beim nächsten Mal :-)
Vermutungen um wie viel Uhr ich tatsächlich nach Hause ging
und wann ich zu Hause ankam
sind als Kommentar auch gerne gesehen ;-))
 
Schön wäre es, wenn ihr euch ein HAHA als Kommentar verkneifen könntet :-))
Ihr dürft es euch aber sehr, sehr, sehr gerne denken :-)))
Heute kann ich darüber auch schon lachen ;-)
 
 
 
 

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